benutzerunfreundlich

29. April 2014

Es ist „wieder einmal geräuschlos passiert“, weiß die Süddeutsche Zeitung: Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in seiner -ausgesprochen benutzerunfreundlichen- Datenbank veröffentlicht, wer 2013 Agrarsubventionen von der EU erhalten hat.

Ein großer Teil der Subventionen geht an Firmen und die öffentliche Hand. Im Emsland gibt es nur zwei aufgelistete Großempfänger: Die Stadt Haselünne bekommt 1.000.500,- Euro und die Gartenbaugenossenschaft Papenburg eG rund 2.300.000,- Euro für  „Entwicklungsmaßnahmen für den ländlichen Raum“: Diese sollen generell die Ziele

  • der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft durch Förderung der Umstrukturierung, der Entwicklung und der Innovation;
  • der Verbesserung der Umwelt und der Landschaft durch Förderung der Landbewirtschaftung;
  • der Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der Wirtschaft.

Weiß jemand, wofür die nicht geringen Summen nach Haselünne und Papenburg fließen? Die kryptischen Verweise helfen nicht sehr viel weiter. Die mittlerweile geschaffene Datenbank ist allerdings -wie gesagt – benutzerunfreundlich. 

Veröffentlicht werden auch nicht mehr die Namen einzelner, subventionsempfangender Landwirte, sondern nur noch die von juristischen Personen, also Unternehmen und Institutionen. Detailliertere Angaben hat der Europäische Gerichtshof verboten. Ob also Ex-Justizminister und aktuell Parlamentspräsident Bernd Busemann noch oder wieder einige Tausend Euro der Union für sein Schaf-Hobby bekommt -wer weiß es?