Wahn

9. April 2014

Eigentlich dachte ich, die bisweilen schon in’s Hysterische reichende Debatte um die Krematoriumspläne in Lingen habe sich etwas beruhigt. Doch dann publizierten „Die BürgerNahen“ heute Nacht empört diese anonyme Zuschrift an einen Brögberner Landwirt:

Wahn

Marc Riße (BN) kommentierte: „“Eigentlich gehört so etwas ignoriert. Aber weil das so schlecht ist, gehört es doch wieder publiziert. Die BürgerNahen verurteilen diesen Text aufs Schärfste und erkennen nur ein wahres Wort, in Zeile zehn: Das Wort “Wahn”.

Wir sind uns sicher, dass sich 1048 Männer und Frauen in Brögbern von so etwas distanzieren!“

Die Ermittlungsbehörden werden den anonymen „u.“- und „!!!““-Schmierfink mit seiner Interpunktions- und Dativschwäche schnell finden, wenn man ihn sucht. Und das ist gut so.

Es geht übrigens auch sachlich: Seit gestern und noch bis zum 06.05.2014 sind die Unterlagen für die notwendigen planungsrechtlichen Schritte im Rathaus öffentlich ausgelegt. Sie können außerdem hier abgerufen werden. Die Darlegung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planungen für das Krematorium in Lingen erfolgt in Gesprächsterminen im Rathaus, bei denen „allgemein Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung (Anhörung)“ besteht. Ganz wahnfrei.

23 Antworten to “Wahn”

  1. unglaublich…wo leben wir eigentlich

  2. willi hartholt said

    was sind das nur für menschen ….. haben die denn gar nichts verstanden !!! gibt es unter uns noch soviel hass …???

  3. n. haase said

    Ich glaube, es hackt. Man kommt sich vor wie im Mittelalter, wo ein ganzes Dorf mit Mistforken und brennenden Fackeln „Das Böse“ vertreiben wollen. Sind wir denn in der Evulotion schon wieder nach unten gerutscht? Wie können erwachsene Menschen so einen Text verfassen und eine Familie so bedrohen? Unfassbar!!!!

    Seid froh, dass endlich ein Krematorium gebaut wird. Zu der Tierbbeseitigungsanlage hat auch keiner was gesagt. Dumme Menschen seid ihr. Sollen wir lieber an jeder Ecke überfüllte Friedhöfe haben? Was läuft in Euren geistigen Überflügen eigentlich falsch? Ich wünsche mir, dass der Verfasser ermittelt wird, die angegriffene Familie von Lingen geschützt werden und dass an den Tätern ein Exempel statuiert wird, mit voller Härte des Gesetzes. So etwas kann und darf nicht geduldet noch ignoriert werden.

    • Matti said

      Hallo!
      Ja, ganz klar – das ist absolut inakzeptabel und unverständlich. Auch ich bin der Meinung, dass der/ die Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden müssen!! Das ist keine Art und Weise mit Menschen umzugehen, auch wenn man anderer Meinung ist. Ganz klar ein Fall für die Polizei, die ja hoffentlich eingeschaltet ist.
      Aber wenn man diesen Kommentar dazu liest, dann scheint der Verfasser bzw. Veröffentlicher des Briefes doch ein Ziel erreicht zu haben. Man erklärt hier die Brögberner pauschal für dumm und mittelalterlich, hinterwäldlerisch. Das ist doch wohl auch eine unangebrachte Aussage. Wer die Diskussion verfolgt hat, der müsste bemerkt haben, dass dem nicht so ist und dass man nichts gegen ein Krematorium hat, wohl aber gegen den nun gefundenen Standort und gegen die Art und Weise der Standortfindung. Die Fragen, die von den Gegnern gestellt worden sind, sind bis zum heutigen Tag nicht zufriedenstellend beantwortet worden und wenn man sich für die Tatsache, dass man seine Meinung kundtut und kritische Fragen stellt, hier von Bürgern Lingens (oder woher kommen Sie) beschimpfen lassen muss, so stellt sich doch die Frage, wer hier unsachlich und unangemessen reagiert – und sei es durch einen solchen Kommentar.
      Aber nicht dass Sie das falsch verstehen: es ist auch nach meiner Meinung extrem wichtig, dass

      a) der Verfasser/die Verfasserin des Briefes gefunden wird (wobei es ein Mann zu sein scheint – es haben in Brögbern ja anscheinend nur die Männer ein Unterschriften-und Meinungsrecht) und
      b) der- oder diejenige gefunden wird, der/die nicht die Polizei ihre Arbeit machen lässt, sondern via Internet dieses Schreiben an die Öffentlichkeit bringt.

      Da muss man sich doch auch mal ernsthaft fragen, wer ein Interesse daran hat, dass ein solcher Brief veröffentlicht wird. Wäre man an einer ernsthaften Aufarbeitung durch die Polizei interessiert, würde man dann den Weg an die Öffentlichkeit wählen?? Es bleibt nur zu hoffen, dass der-oder die Schreiber schnell gefunden wird, damit die ungerechtfertigten Beschuldigungen schnellstmöglich aus der Welt geschafft werden. Das dient in keinster Weise der Sache und dass seit gestern die öffentliche Auslegung im Rathaus und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligungsbeteiligung durch die Bürger möglich ist, das ist den Gegnern des Krematoriums doch mit Sicherheit bekannt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich niemand, der einen Einwand gegen das Krematorium hat, von solchen Kommentaren („Dumme Menschen seid ihr. ….. Was läuft in euren geistigen Überflügen eigentlich falsch?“ Zitat n.haase) beeinflussen lässt. Jedem muss das Recht zugestanden werden seine Meinung zu äußern – auch in Lingen!!!

      Ich bin mir absolut sicher, wie Sie Herr Koop, dass sich 1048 Männer in Brögbern von diesem Brief distanzieren (Frauen selbstredend, da sie ja erst gar nicht unterzeichnet haben).

      Um es nochmal klar zu sagen: so einen Brief zu schreiben und zu versenden, das ist absolut strafrechtlich zu verfolgen! Hoffen wir im Interesse aller, dass die Polizei erfolgreich bei der Aufklärung ist!!!

      • Bernd Schulte said

        Das gehört sehr wohl an die „Große Glocke“ gehängt.Zeigt es doch, wie hohl es in den Köpfen der Krematoriumsgegner zugeht. Jeder einigermaßen denkfähige Mensch hätte sich doch sagen müssen, den Krema- Befürwortern mit einem solchen Pamphlet richtig starke Munition zu liefern – oder sportlich ausgedrückt: Dass der Blödsinn als klassisches Eigentor zu erkennen ist.
        Die genannten angeblich 1048 Brögberner Männer, als Mitunterizeichner der Schmähschrift, können gar nicht so viele Dementis aussprechen wie nötig wären, den Quatsch ungeschehen zu machen.
        Und wenn es der Polizei nicht bald gelingt, den oder die Verfasser ausfindig zu machen, wird der Dreck noch lange am gesamten Ortsteil Brögbern haften.

        • Anni H. said

          Ich denke jeder hat das Recht, gegen ein Krematorium zu sein. Ich kann auch wirklich die Anwohner verstehen. Keiner möchte gerne an einem Ort wohnen, wo stündlich Verstorbene kremiert werden (1500 Verbrennungen im Jahr ist doch eher ein Fake.) Jeder, der diese BI belächelt, sollte nicht vergessen, dass diese BI nicht die einzige in Lingen ist. Selbst Herr Krone war bereits sehr aktiv in einer BI. Jeder kann seine Meinung vertreten. So etwas nennt man dann Demokratie. Diese Möglichkeit sollte jeder in Deutschland haben.(ohne beschimpft oder beleidigt zu werden).

          Dass solch ein Brief natürlich nicht zu der Arbeit einer BI gehört, ist bestimmt auch jedem klar.
          Vermutlich stammt der Verfasser noch nicht einmal aus Brögbern. Hierbei handelt es sich eher um eine Person, die sich wichtig machen möchte. Wenn man sich diesen Brief genauer betrachtet, erkennt man sofort, dass hier ein grober Fehler unterlaufen ist.
          Schade finde ich auch, dass Herr Tyding dieses der BI unterstellt.
          …alle Beleidigung gegenüber der BI sind genauso niveaulos wie der Brief.

          • Bernd Schulte said

            @ Anni H. : „Niemand möchte gerne an einem Ort wohnen,
            wo …..“:
            Laut Wikipedia gibt es 148 Krematorien in Deutschland. Da fragt man sich natürlich, wie die Anwohner all dieser Einrichtungen das sehen. 78 % der Berliner lassen sich kremieren. Ganz sicher geschieht das nicht irgendwo in der russischen Taiga.

        • Matti said

          Sie, Herr Bernd Schulte, deuten da auf etwas hin, dass auch anderen schon in den Kopf gekommen ist. Die Gegner würden doch wohl kaum so dumm sein, den Befürwortern eine solche Vorlage zu liefern….
          Und „an die große Glocke gehängt“ – das ist doch wohl erst nach erfolgreicher Arbeit der Polizei angebracht, oder?? Ans
          So motiviert man Menschen, die so etwas schreiben, doch noch mehr. Jetzt haben sie doch die Aufmerksamkeit, nach der sie streben.
          Herr Schulte, wenn Sie die Diskussion aufmerksam verfolgt hätten, dann hätten Sie bemerkt, dass die Gegner nie die Brögberner Familie, die das Grundstück zur Verfügung stellt, angegriffen geschweige denn beleidigt haben. Die Kritik hat sich immer gegen die Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Stadtrat gerichtet.
          Unsachlich, beleidigend und emotional äußern sich in erster Linie diejenigen, die sich nicht mit der geäußerten Kritik an der Standortfindung sowie den Argumenten, die gegen den Standort in Brögbern sprechen, auseinandergesetzt haben, sondern die Krematoriumsgegner pauschal verurteilen. Manchmal erscheint es mir so, als wüssten die Verfechter des Standortes sehr wohl, dass es gute Argumente gegen diesen Standort gibt; dass man aber durch Beleidigung der Gegner diese daran hindern will, weiterhin ihre Meinung kundzutun. Demokratie??
          Ich hoffe, wie Sie, dass der/die Verfasser bald gefunden werden!!! Die Polizei ermittelt ja hoffentlich in alle Richtungen!!

          • Hans Schmidt said

            Hallo?
            Erst kein einziges Sachargument vorbringen, aber das Gegenteil immer wieder und auch in diesem Kommentar behaupten. Dann den kriminellen Drohbrief ganz subtil den Kritikern der BI unterschieben.
            Ja, geht’s noch????

  4. Christoph Harms-Ensink said

    Ich verstehe gar nicht, was der Grund für den Unmut ist. Was kann man denn gegen ein Krematorium haben? Ich wohne schon eine Weile nicht mehr in Lingen, kann mich jemand aufklären, mit welchen Argumenten die Leute argumentieren, die den Bau eines Krematoriums verhindern wollen? Das ist doch eine sinnvolle Sache!

  5. Wie bringt man eine gut gemeinte Bürgerinitiative in der öffentlichen Wahrnehmung endgültig zum Erliegen. Aus guten -und weniger guten- Argumenten verschleiert man einfach seinen persönlichen Hass. Es ist rein spekulativ, aber vielleicht möchte sich hier jemand Gehör verschaffen, der bislang nicht gehört wurde. Und dem es auch gar nicht um das Krematorium geht. Dem es nur darum geht, Angst zu verbreiten. In der heutigen Rechtssprache wird das „Nachstellung“ genannt.

    „Stalking ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein Straftatbestand (in Deutschland als „Nachstellung“) und Thema kriminologischer und psychologischer Untersuchungen.“ (Quelle: Wikipedia)

    Das lässt sich schwer beweisen. Aber unmöglich ist es nicht, wenn man beharrlich Dinge sammelt. Und es ist ja auch nicht selten, dass Arbeitgeber anonyme Zuschriften über ihre Mitarbeiter bekommen. Oder dass man bei Behörden denunziert wird. Das über eine Person einfach so im großen Kreis Lügen verbreitet werden. Wer kennt das denn bitte schön nicht?
    Es gibt die Irren, die einem auf Schritt und Tritt folgen. Und suchen und suchen! Bis hin zur Observierung der Privatsphäre.

    Kann man diese Gefahr ignorieren. Weiß man denn, ob am nächsten Tag die Bremsen am Auto nicht manipuliert sind, oder die Reifen aufgestochen. Nein, es ist eine ernstzunehmende
    Gefahr. Heiner Pott hat es erlebt, Robert Koop, hat es erlebt und andere Zwischenfälle mehr, die aber weniger prominent sind. Der Begriff „üble Nachrede“ scheint inzwischen auch verstaubt zu sein. Wir sollten uns prüfen!

  6. Georg said

    Ich habe gerade mit meinen Verwandten in Brögbern telefoniert. Sie schämen sich über diesen üblen Brief und distanzieren sich auf das Schärfste von dieser unmenschlichen Schmutzschrift.
    Hoffentlich wird der Täter als bald gefasst. Im Übrigen hat Herr Küster alles gesagt.

  7. Reverend Wahnfried Honke said

    Dieses Pack wird niemals gefaßt. Wir entwickeln uns leider wie auch dieses Beispiel zeigt stark zurück.

    Bald stehen sie wieder mit Fackeln und vertreiben den Ungläubigen aus dem Dorf 😦 armes Deutschland

  8. Ich hoffe sehr, dass die zuständige Staatsanwaltschaft sowie die örtliche Polizei diesen Drohbrief nicht auf die leichte Schulter nehmen und tatsächlich auch Ermittlungen zur Feststellung des oder der Täter eingeleitet haben! Solchen Menschen, die das Demokratieverständnis mit Füßen treten, gehört das Handwerk gelegt! Das ist ja noch schlimmer als im III.Reich!!
    Diese Art von Hexenjagt hat es viele Jahrhunderte lang gegeben und offenbar gibt es immer noch Menschen, die daran festhalten und sich für die „Vollstrecker des KuKluxKlan“ halten!!
    WEGGESPERRT … das ist meine Antwort an diese Verbrecher!!!

    • Nana, bitte nicht die Maßstäbe verlieren! Die Drohung ist eine Straftat aber nicht schlimmer als im „III. Reich“, und von wegen „weggesperrt“: Eine ordentliche finanzielle Sanktion tut’s ggf auch. Vielleicht gemeinnützige Arbeiten mit dem Besen oder im Pflegeheim…

      • GB said

        Vielleicht sollte der Stadtrat aus Lingen incl der Verwaltung mal gemeinnützige Arbeiten mit dem Besen ausführen oder im Pflegeheim arbeiten!
        Der Ortsrat in Brögbern ist freigestellt!

        • ulrike said

          Aber Herr Bröker, warum denn wieder, – wie schon früher,- diese martialischen Vorschläge ?

          • GB said

            Darf man denn in diesen Land denn überhaupt nichts mehr deutlich ansprechen, oder ist es auch hier schon wie in der Bundes-CDU……….

            Merkel spricht und dann kommt das Schweigen und niemand traut sich auch nur im Ansatz mal den Mund aufzumachen,ausser der Polemiker und Poltergeist aus Bayern…….

          • Ich hatte ihn ja aus gegebenem Anlass geblockt im Blog. Aber er ist sehr findig, sich immer neue IP-Adressen zuzulegen.

  9. Christian said

    Ich habe auch gegen das krematorium meine unterschrift gegeben, aber dieser Brief ist vollkommen abzulehnen, hoffe, der Verfasser wird schnellstens gefasst und verurteilt

    • GB said

      Sie können in Brögbern ruhig 3000 Unterschriften gegen das Krematorium sammeln,sich mit dem Ortsrat ablichten lassen………etc….und jede Woche eine Demo durch den Ort machen…..

      Das interessiert die Stadtverwaltung in Lingen,den Stadtrat Lingen sowie den Investoren nicht die „Bohne“………..

  10. Anni H. said

    Auf dem Lande. Dieses ist doch bereits leider in Deutschland üblich (ohne Rücksicht auf der dort lebenden Anwohner).
    Aus diesem Grund glaube ich auch nicht an die Zahl 1500 und 30.

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