Spitzenclusterwettbewerbe

8. Dezember 2013

Sprengsatz

Publizist Michael Spreng hat die „GroKo“-Ankündigungen nachgelesen und informiert über einige schöne Beispiele, worüber die SPD-Mitglieder jetzt auch abstimmen dürfen:

Zudem wollen wir künftig eine Anlaufhemmung bei bestimmten Auslandssachverhalten hinsichtlich der Festsetzungsverjährung einführen, wenn diese nicht korrekt erklärt werden kann.

Aha. Und was will die Koalition noch?

Die Initiierung von Innovationsprozessen zum Beispiel durch Spitzenclusterwettbewerbe oder durch Netzwerke wie die Nationale Plattform Elektromobilität wollen wir auf alle Leitmärkte – auch in Europa – ausweiten.

Sehr gut. Und was noch?

Bei den derzeit laufenden Verhandlungen über die Durchsetzungsrichtlinie zur Entsenderichtlinie setzen wir uns für das in Deutschland geltende hohe Niveau mit klaren Haftungsregeln, umfassenden Informationsrechten der Behörden sowie effizienten Kontrollrechten der Mitgliedsstaaten ein.

Das erfreut den Leser. Aber das kann doch nicht alles gewesen sein.

Das sogenannte Best-Effort-Internet, das für die Gleichberechtigung der Datenpakete steht, wird in seiner Qualität weiterentwickelt und darf nicht von einer Vielzahl von “Managed Services” verdrängt werden.

Das wird viele SPD-Mitglieder beruhigen….

[mehr und weitere sprachliche Ergüsse auf Sprengsatz]

wie früher

8. Dezember 2013

Dieses Jahr machen wir’s einmal anders!

Einfach so wie früher auch.

Wir machen unsere Weihnachtseinkäufe im Ort.

Somit haben wir es in der Hand,

ob in Zukunft unsere Ortskerne, unsere Stadtzentren

individuell bleiben oder der globalen Uniformiertheit weichen.

Wir kaufen in den heimischen kleinen Läden,

fragen dort auch nach möglichst heimischen Produkten

und stärken somit auch die Gewerbetreibenden im Land.

Und nebenbei zeigen wir so, dass wir keinen

Billigschund aus Entwicklungsländern mögen, der unter fragwürdigen

Umständen produziert wird, oft giftig ist und weither kommt.

Wir kaufen und verschenken, was aus unserer Umgebung kommt, haben

Freude am persönlichen Gespräch, das mehr Stimmung macht,

als die Berieselung mit Weihnachtsmusik im

Mega-Einkaufszentrum.

So wird der Advent wieder, wie er es früher war.

Beschaulich und voller Vorfreude auf ein Fest,

das kein Kommerzspektakel war.

Keine zweistelligen Zuwachsraten für die Großkonzerne,

sondern Umsatzplus für den Kleinhandel.

Und für uns: Einfach Advent-Genuss.

Netzfrauen

Alte Werte

8. Dezember 2013

AltewerteAch, wie schön! Die Oldenburger Staatsanwaltschaft praktiziert Murphy’s Law und schickte jetzt vor ein paar Tagen Rocker Stephan H. -passend zu dessen Geburtstag- ein Päckchen mit Haschischpflanzen und Amphetaminen. Der Mann ist nun aber kein Jungspund mehr sondern 47 und außerdem überzeugtes Mitglied des Rockerclubs „Alte Werte MC“ aus dem Landkreis Friesland. Das ist „ein Bruderschaft aus MC Erfahrenen Leuten die nach alten Werten leben und handeln“ (Quelle). Die Postsendung aus der Oldenburger Gerichtsstraße 7 nutzte der verdutzte Empfänger daher zu einem gut überlegten, begleiteten Ausflug zur Strafverfolgungsbehörde: Passend zum Nikolaustag und in Begleitung von  fünf anderen Rockern und Club-Präsident Frisco in Kutte und voller Montur fuhr er zur Staatsanwaltschaft und drückte dem Leitenden Oberstaatsanwalt Roland Herrmann das Päckchen in die Hand. Geschenkt.

„Wir sind ehrliche Rocker und haben mit Drogen nichts am Hut“, erklärte der 47-Jährige dem irritierten Behördenleiter, berichtete gestern die Oldenburger NWZ.  „Danke, dass Sie uns das Rauschgift zurückgebracht haben“, lobte der artig zurück. Grund für das peinliche „Geburtstagsgeschenk“ war seinen Angaben zufolge ein Zahlendreher in der Asservatenliste. Eine Bekannte hatte Biker Stephan H. eine goldene Taschenuhr gestohlen. Die wurde bei einer Durchsuchung sichergestellt und in die Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft verbracht. Stephan H. als rechtmäßiger Besitzer sollte das schöne Stück nun zurückerhalten.

Die Uhr trug die Asservatenlistennummer 5873, die illegalen Genussmittel die Nummer 5783. Warum beide Nummern in dem Anweisungsbogen standen, ist völlig unklar. Mehr noch: Die Drogen-Nummer 5783  stand ganz oben auf dem Schreiben, die andere Nummer 5873 (Uhr) ganz unten und in dünnerer Schrift, was mancherlei Spekulationen über behördliche Reparaturversuche zulässt. Honi soit qui mal y pense. Der Asservatenverwalter hatte sich jedenfalls an der oben stehenden Nummer orientiert und das Päckchen mit dem Rauschgift ohne weitere Prüfung in den Versand gegeben. „Der hätte uns so auch eine Waffe schicken können“, meinte Rockerpräsident Frisco. Das kam bei Staatsanwalt Herrmann aber nicht so gut an: Man habe ja schon Ärger genug.

Stephan H. ist , weiß die NWZ, „erleichtert, dass das Rauschgift wieder aus dem Haus ist. ‚Die hätten mich eingebuchtet, wenn sie das bei mir gefunden hätten'“. so der Biker aus Friesland. Tja, alte Werte eben.

(Quelle)