Rehkitz

12. November 2013

Bildschirmfoto 2013-11-11 um 23.37.40Ach wie schön, wird sich mancher gedacht haben, weil er diese schaurigen Bilder von zerhackten Rehkitzen vor Augen hatte, die auf unseren Äckern und Wiesen in Mäh- und andere Maschinen geraten. Endlich gibt es Abhilfe, wird er sich gedacht haben. Mit blinzelnd-unkritischen Augen meldete die „Lingener Tagespost“ nämlich Schutz für die bedrohten Rehkitze auf emsländischen Ländereien und jubelte gleich über  „technikbegeisterte junge Leute“, die das zusammenbauend in die drohnende Hand nahmen.  So problemlos, wie die LT das sieht, ist es aber ganz und gar nicht, diese  Drohne als Allheilmittel zwischen Photovoltaik und den gefährdeten kleinen Rehlein. Deshalb wird andernorts längst weitergedacht. Markus Beckedahl gab heute in Netzpolitik.org etwa diesen Tipp:

„In der ARTE-Mediathek findet sich die nächsten Tage noch eine 53 Minuten lange Dokumentation über “Drohnen – Von der Waffe zur Überwachung”.

Drohnen veränderten als fliegende Roboter die Kriegsführung, indem sie es ermöglichten, aus großer Distanz vom Einsatzort entfernt zu sehen und zu töten. Werden Drohnen bald bemannte Flugzeuge ersetzen und Science Fiction zu Realität werden lassen? Wissenschaftler, Ingenieure und Piloten antworten.

Hier kann man die Dokumentation sehen: (mehr…)

Also, die treuen Rehkitzaugen der technikbegeisterten jungen Leute verschleiern ein Problem. Dem „fliegenden Auge“ entgeht eben nichts – Keine unaufgeräumte Werkstatt in Kluse [wo [„auch ein ferngesteuertes Fluggerät mit Kamera zum Einsatz“ kam] und auch nicht Ihr blanker Hintern auf der Luftmatratze im Garten oder auf dem Balkon (und das ist eher noch das geringere Problem)…

2 Antworten zu “Rehkitz”

  1. ulrike said

    Und wenn Sie dann nicht nur stumpf auf dem Balkon liegen sondern dabei noch ein ausgeliehenes Buch lesen oder wissenschaftlich arbeiten wollen bei dem schönen Wetter, haben Sie auch noch ein weiteres Problem :
    „Sie nennen es Service , dabei ist es Torheit “ heute in der FAZ. de.
    Da fällt einem nur noch der blöde Spruch ein , wenn man nichts zu verbergen habe , sei das alles nicht schlimm.

  2. Buggy said

    Das Projekt „Retter aus der Luft“ ist ein gutes Projekt.
    Die Technik ist neu, Was neu ist, wird gerade in Deutschland sehr skeptisch gesehen. Es werden zunächst von Gegnern Ängste geschürt und alles Neues in Misskredit gebracht. Natürlich kann man neue Techniken auch missbrauchen, aber eben auch Gutes damit tun. Und darum geht es hier.
    Deswegen finde ich es schade, wenn hier die Nase gerümpft wird.

    In Australien kontrollieren Tier- und Umweltschützer die Landwirte mit ferngesteuerten Helikoptern von oben, ob auf deren Höfen auch alles in Ordnung ist. Dabei dürfen die Bauern diese Flugobjekte über ihren Grundstücken nicht vom Himmel holen, denn das wäre ja Sachbeschädigung. An dieser Stelle würde der Blogbetreiber möglicherweise einen positiven Sinn für die Überwachung sehen. ? Der Zweck heiligt die Mittel- wie beim unsäglichen Pestizid-Video des BUND- da hätte es einem Juristen auch mal gut gestanden, die Kampagne kritisch zu hinterfragen, aber das wäre an dieser Stelle wohl zu sachlich gewesen…

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