Strohdumm

7. November 2013

Eigentlich habe ich heute frei. Aber ich melde mich kurz, weil ich meinen beruflichen Kenntnissen Neues hinzufügen musste. Zu den  Weisheiten von uns Strafverteidigern zählt nämlich -neben manch Anderem- der Satz: “ Es gibt keine dumme Fragen! Es gibt nur dumme Antworten!“

Bisher galt dies für mich ausnahmslos. Nun ist das anders. Denn jetzt weiß ich sicher, dass es auch dumme Fragen gibt. Ausgesprochen dumme Fragen. Noch genauer gesagt: Strohdumme und bisweilen beleidigt man mit bestimmten Fragen selbst das Stroh. Guckst Du zum Beispiel diese Frage aus einer Bürgerversammlung am 5. November im Gasthof Lübben in Brögbern, in der über den bevor stehende Bau eines Krematoriums am evangelischen Friedhof -weit draußen an der Duisenburger Straße- informiert wurde:

gefragtes

22 Antworten to “Strohdumm”

  1. Hier reicht nicht einmal mehr das Fremdschämen.

  2. Emsland said

    Das der Bau eines Krematoriums soviel Probleme bereitet ist sehr bedauernswert. Aber abgesehen von dieser unsäglichen NIMBY – Einstellung sind die Menschen durch die Umweltwarnungen der letzten 20 bis 30 Jahren einfach auch sehr verunsichert. Da ist auch sehr viel übertrieben worden.
    Leider…

  3. Bernd Schulte said

    In dem Zusammenhang waren in der Zeitung noch mehr „strohdumme“ Fragen zu lesen. Vielleicht ist meine Frage hierzu ja auch strohdumm: Muss die Zeitung eigentlich jeden Käse übernehmen und drucken? Ist doch schließlich nicht die
    BILD (dir deine Meinung)

    • Robert Koop said

      Doch, sie muss. Besser kann sie gar nicht zeigen, welch Geistes Kind die Experten sind. ….ok, „Geistes“ nehm ich zurück. Bei der BLÖD-Zeitung schreiben ja die Redakteure so einen Quatsch. Aber hier sind es die, über die berichtet wird.
      Seit vorgestern bin ich allerdings auch sprachlos, wie jemand eine solche hirnfreie Frage überhaupt stellen kann…. Oder?

  4. Tiger, T. said

    Man sollte die berechtigten Fragen und Bedenken der Brögberner Bürger im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines Krematoriums nicht auf diese eine Frage reduzieren, gerade auch als Kommunalpolitiker.
    Über den Verlauf der Bürgerversammlung kann man auch nur urteilen, wenn man daran teilgenommen hat. Allein die Teilnehmerzahl war schon beeindruckend und es ging der überwiegenden Zahl der Menschen spürbar um sachliche Informationen.
    In dieser Hinsicht war das Resultat des Abends doch eher enttäuschend. Dies lag nicht allein an der Art von OB Krone, sondern generell an der Zusammensetzung des Podiums. Dass die potentiellen Investoren für ein Krematorium in Brögbern sind und dass sie keinerlei Beeinträchtigungen auf die Menschen in der Umgebung zukommen sehen, wusste man schon vorher. Die Anwesenheit eines Verfahrenstechnikers auf dem Podium war zwar durchaus zu begrüßen, hier fehlte aber auch aus technischer Sicht die Chance, die stets sinnvolle „Zweite Meinung“ zu hören. Um die Menschen in ihren Sorgen zu erreichen, hätte man Anwohner der Krematorien in Osnabrück oder Hamm einladen können. Außerdem hätten sich viele die Stellungnahme eines Lingener Leichenbestatters gewünscht. Nach diesem schlecht vorbereiteten Abend bleibt noch viel zu tun, ins besondere auch für die Parteien des Lingener Stadtrates. Ihr Schweigen zum Krematoriumsprojekt lässt die Menschen allein und passt nicht zu den vollmundigen Versprechen von „Bürgernähe“.

    • ulrike said

      Die in der Tageszeitung genannten Zahlen von 30 % Einäscherungen an der Gesamtzahl der Bestattungen ist zu hoch .
      Nach meinen Informationen liegt sie nach Aussage des Bestattungsunternehmens in Lingen bei 15 %: Ich weiß nicht, ob damit die Auslastung selbst eines kleinen Krematoriums gewährleistet ist. Im Stuttgarter Raum gibt es z.B. einen Überhang an Krematorien.

    • Nun denn: Ich schweige keineswegs, sondern bin -ebenso wie die Fraktion „Die BürgerNahen“- für das Krematorium in Lingen. Darme wäre mir lieber, aber Brögbern ist eine gute Lösung, die wir aus Überzeugung unterstützen. Jede/r hat in seiner Familie, seinem Bekanntenkreis, seiner Straße Menschen, die die Feuerbestattung wünschen oder gewählt haben. Es gibt Hunderte von Urnengräbern in der Region, und wären die Bedenken gegen Krematorien berechtigt, hätte man diese längst irgendwo in Deutschland oder den Niederlanden gehört. Man hört sie aber nur, wenn in Kleinstädten neue Krematorien entstehen sollen.

      Berichte von Nachbarn in Osnabrück, Enschede oder Hamm werden die Bedenkenträger in ihrer Einstellung nicht umstimmen; allerdings wäre es klug gewesen, solche Anwohner einzuladen; da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Vielleicht könnte aber die LT das Versäumte nachholen und in einer Reportage berichten. Allerdings fürchte ich, dass die Bedenkenträger in Brögbern sich dadurch nicht beeinflussen lassen, setzen sie doch auch Krematorien mit Justizvollzugsanstalten gleich – eine Bewertung, für die sie sich erst entschuldigen müssen, bevor man sie ernst nehmen kann.

      Übrigens bin nicht Ihrer Meinung, nur der könne über den Verlauf der Bürgerversammlung urteilen, der bei ihr anwesend war. Ich verlasse mich in dieser Sache auf die Berichte der LT und -vor allem- auf meinen Fraktionskollegen Atze Storm, der im BN-Auftrag an der Veranstaltung teilgenommen hat.

      • Chris said

        Hallo!
        Als Anwesende in dieser Bürgerversammlung kann ich sagen, dass der Bericht in der LT nicht dem Abend entsprach. Viele gute und sachlich fundierte Fragen wurden gestellt, im Bericht nicht erwähnt und auch an dem Abend nicht hinreichend erläutert. Als jemand, der in einem Internet-Blog über Veranstaltungen seine Meinung kundtut, darf man sich nicht auf Berichte von Zeitungen verlassen. Das zeugt von völliger Naivität.
        Wenn Ihr Parteifreund das auch nicht mitbekommen hat, dann saß er wohl ganz hinten. Denn selbst die Brögberner, die sich bisher kaum für Politik und für das Krematorium interessiert haben; von denen haben viele mitbekommen, dass an diesem Abend der Bürger mit Floskeln und Standardberuhigunsantworten abgespeist wurde. Das müsste Ihr Parteifreund als aufmerksamer Politiker und Zuhörer bemerkt haben. (Vorausgesetzt er hat etwas gehört.. und saß nicht ganz hinten).

        Zum Thema: Es gibt sehr wohl Menschen in Brögbern, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen, die nicht aufgrund von emotionalen Belastungen Nein zu der Lage sagen. Es wäre gut, wenn Sie sich mal ernsthaft mit Ihnen unterhalten würden, anstatt pauschal über sie zu urteilen. So etwas kann man auch in keinster Weise ernst nehmen.

        Ich habe das Schild übrigens völlig anders verstanden. Es soll durch nur ausdrücken, dass Brögberner das Gefühl haben, dass hier wieder etwas nach Brögbern geschoben werden soll. Aber natürlich kann man es auch missverstehen und dann für polemische Äußerungen benutzen.

        Zur Frage des Geruchs. Jeder/jede im Saal hat verstanden, dass die Frage ein Scherz war (also ich habe es jedenfalls verstanden) und wenn dieses in dem Zeitungsartikel aufgenommen wird, dann entweder weil der Verfasser die Zeilen füllen musste oder die Brögberner als dumme Leute dastehen lassen wollte. Wenn man allerdings darauf auch noch einen Kommentar schreibt, dann hat man entweder Langeweile oder ist absolut nicht gewillt sich wirklich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

        Bürgernähe zeichnet sich für mich dadurch aus, dass man den Bürgern nah ist. Wenn man nun sagt, dass man in Lingen ein Krematorium bauen möchte, dann hat man sich gefälligst auf die Suche nach einem wirklich geeigneten Platz zu machen und nicht die Bedenken derer, in deren Ortsteil es angesiedelt werden soll, derart herunterzuspielen. Angeblich gibt es einen „politischen Auftrag“ einen Ort zu suchen. Von wem?? Die Bürger der einzelnen Ortsteile sind es ja wohl nicht. Von überall gibt es Widerspruch. Also können es nicht Bürger sein, die diesen Auftrag erteilt haben. Wer dann? Suchen Sie einen guten Platz – vielleicht in Ihrem Wohn- oder Ortsteil – und dann sprechen wir wieder über bürgernah. Denn es gibt durchaus Plätze in Lingen, die besser geeignet wären. Aber hier sind viele einfach froh, wenn es nun in Brögbern einen Platz gibt, denn dann ist die Gefahr gebannt, dass es in einem anderen Ortsteil noch einmal zur Diskussion steht und Sie oder andere Stadtratsmitglieder sich mit Ihren Wählerinnen und Wählern auseinandersetzen müssen. Zudem muss die Stadt keine Grundstück zur Verfügung stellen – auch ganz schön.

        Ach ja, die Kreamtorien der Umgebung sind -abgesehen von Hamm – noch gar nicht ausgelastet und fahren haben alle mehr Kremationen als das hier geplante beabsichtigt bzw. wie man uns vorstellt, was beabsichtigt wird. Niemand, der einigermaßen intelligent ist, kann glauben, dass sich in der Nähe großer Krematorien ein neues gründen und als Standort etablieren kann, wenn die Zahlen nicht annähernd an die der vorhandenen reichen. Dieses ist ein Wirtschaftsunternehmen und kein idyllischer Ort. Man will hier nicht Lingen oder Brögbern einen Gefallen tun, sondern Geld verdienen. Und im Markt behaupten kann sich derjenige, der einen guten Preis macht und den macht man über die Masse. So lässt sich leicht vorstellen, dass hier ein Ortsteil mit 3000 Einwohnern nicht dazu eignet ist die gleiche Anzahl an Kremationen im Jahr zu ermöglichen.
        Was denken Sie, wird hier los sein – zumal der Standort verkehrstechnisch noch nicht einmal gut an große Bundesstraßen angebunden ist und alle Fahrzeuge durch den Ort fahren müssen??

        Und was dort zur Beruhigung über das Schließen von städtebaulichen Verträgen gesagt wird, das ist, das müssten Sie wissen, doch nur Wortgeplänkel. Das kann doch jederzeit aufgehoben werden. Da sitzen in ein paar Jahren andere Menschen im Stadtrat und an der Spitze der Verwaltung und dann wird eben ein anderer Vertrag geschlossen.

        So, nun fordere ich Sie ernsthaft auf, sich mal kritisch mit dem Standort auseinanderzusetzen. Nach dem was ich lese, kann ich nicht erkennen, dass das schon geschehen ist. Und diese Pauschalurteile über die Bedenkenträger und Kritiker kann man sich, wenn man als Politiker ernstgenommen werden will, getrost sparen.

        • Was für ein kleinbürgerlich-unehrlicher Mist, den Sie hier schreiben: Das böse Schild war nicht ernst gemeint, die Geruchsfrage ein Scherz. Sie sind mir einer!

          Ein Krematorium ist ein MUSS für jede Region. Tausende von Menschen wünschen es sich und brauchen es. Kein einziges Ihrer Argumente dagegen ist überzeugend, weder die Betreiberfrage und dass diese Geld verdienen wollen, noch dieser verkehrstechnische Unsinn an der gut ausgebauten Duisenburger Straße und das kleine Brögbern mit so vielen Kremierungen. Das ist alles nicht viel. Ich denke mir, weil es keine Argumente gegen den Standort gibt. Der nämlich ist gut.

          • Marc Riße said

            Danke, Hans.

            Etwa 60% „der Brögberner, die sich bisher kaum für Politik und für das Krematorium interessiert haben“ (Zitat Chris), wählten bei der letzten Kommunalwahl CDU.

            In den Ortsrat hat in Brögbern niemand die BürgerNahen wählen können, weil wir in Brögbern keinen Kandidaten für unsere Ideen gefunden haben.

            Genau 98 Brögberner haben die BN in den Stadtrat gewählt. Ganze 2,8%. Die Hälfte der Brögberner ist gar nicht erst zur Wahl gegangen!

            Aber jetzt hier meckern, Chris, weil wir Stellung beziehen? Nein, so funktioniert Bürgernähe nicht! Der CDU-Blog schweigt übrigens bisher zum Thema.

            Wo soll es denn nun hin? Wo sind Chris` Meinung nach die besseren Standorte? Auf die Antwort bin ich gespannt. Es ist ja nicht so, dass es unserer Ansicht nach unbedingt nach Brögbern muss. Bislang halten wir die Idee aber für gut. Überzeug uns von deiner, dann setzen wir uns dafür ein!

          • Chris said

            Das ist ja nun wohl auch sehr einfach gedacht.
            1. Beides kam nicht von mir; das, was ich geschrieben habe, das ist mein Eindruck von beidem gewesen. Ende – damit ist jetzt genug dazu gesagt, denn das bringt die Diskussion nicht weiter. Da versucht man sich an Einzeläußerungen aufzuhalten um nichts zum eigentlichen Thema sagen zu müssen. Das fällt doch auf, dass man damit nur Stimmung machen will….
            2.Sind Sie schon einmal über die verkehrstechnisch gut ausgebaute Duisenburger Straße gefahren?? Ein Krematorium dieser Art gehört an einen Hauptverkehrsweg; nicht mit Zuwegung durch ein Dorf. Da machen Sie es sich aber doch sehr leicht, wenn Sie das einfach so als Unsinn abtun. Mir scheint, Sie sind einfach froh, dass es nun einen Standort mit einem Investor gibt, so dass man diese Diskussion vom Tisch hat. Schauen Sie mal nach, welche Standorte 2009 eigentlich zur Diskussion standen und welche Kriterien damals aufgestellt worden sind von Seiten der Politik. Da war von Brögbern nicht die Rede. Nachdem sich alle anderen erfolgreich!!! gewehrt haben, versucht man es jetzt in Brögbern in der Hoffnung, dass das hier alle hinnehmen und schweigen – und sich auch noch fast dafür entschuldigen müssen, wenn Sie die gleichen Argumente vorbringen wie z.B. Darmer Bürger. Soll man hier jetzt die Augen zudrücken, nur damit Brögbern als weltoffen gilt? Gehen Sie mal in Ihrem Stadtteil herum und suchen einen Standort. Erst wenn es eine Auswahl gibt, dann kann man doch darüber entscheiden, welches der beste ist. Wenn man aber selber nicht bereit ist in der eigenen Nähe eines bauen zu lassen, dann ist die Kritik an Bedenken anderer kleinbürgerlich und absolut unangebracht. Da entsteht doch dann stark der Eindruck, dass man nur für den Standort ist, damit nicht noch ein anderer ins Gespräch kommt – womöglich im eigenen Stadtteil!!!

          • Chris, und wie ist jetzt noch mal das sachliche Argument gegen die Bestattungseinrichtung in Brögbern? Dagegen sein, weil es in Brögbern ist? So liest sich Ihr Beitrag.

        • Emsland said

          Zur Verkehrsanbindung wäre ein Besuch des Krematoriums in Enschede anzureten. Dieses liegt an Feldwegen in der Nähe des Freizeitgebietes „Het Rutbeek“.
          Gruß

  5. Georg said

    @Chris
    „Zur Frage des Geruchs. Jeder/jede im Saal hat verstanden, dass die Frage ein Scherz war (also ich habe es jedenfalls verstanden)“
    Krematorien und ein Scherz, dass passt gut zusammen und drückt im übrigen aus, welch geistiges Kind der Verfasser des Spruches ist.

    • Chris said

      Ich weiß nicht, wer das gesagt hat – aus unserer Position war das nicht erkennbar. Ich finde, dass es doch deutlich ist, dass man mit Galgenhumor auf etwas reagiert, das einen stark belastet und dass der Spruch keineswegs darauf hindeutet, dass derjenige in irgendeiner Form geistig kindisch ist oder so…. Andere werden aggressiv, hier wird mit Galgenhumor reagiert – ändert nix am eigentlichen Thema. Und alle Bedenkenträger über einen Kamm scheren, das geht schon mal gar nicht. Doch es gibt leider immer Menschen, die zum eigentlichen Thema nichts zu sagen haben und sich dann an Einzeläußerungen aufhalten. Man kann immer etwas zum sich darüber Aufregen finden, wenn man will. Wäre schön, wenn man das Thema und die Veranstaltung nicht an dieser einen Frage misst; ansonsten muss man als normaldenkender Bürger doch wohl davon ausgehen, dass die Schreiber sonst nichts zu sagen haben.

  6. Chris said

    Zu dem Kommentar von Marc Riße:
    Nein, meckern wegen Stellungnahme – das ist nicht der Fall, da haben Sie den Kommentar nicht ganz richtig gelesen. Stellungnahme find ich gut, aber man sollte sich schon mit den Gegebenheiten sachlich und kritisch auseinandersetzen.
    Und zur Wahl: Irgendwie haben die BN dann ja damals die Brögberner nicht so überzeugt. Dafür kann ich aber nichts, die BN wollten gewählt werden, die müssen dann auch überzeugen. Aber jetzt für den Standort zu stimmen, weil man in Brögbern eher wenig Stimmen erhalten hat – das wird ja wohl niemand ernsthaft machen – da verstehe ich Ihren Kommentar ja sicher falsch, oder??
    Die geringe Wahlbeteiligung liegt ja durchaus im Trend, weil Bürger den Eindruck haben, dass Politiker ein Eigenleben führen und fernab der Bürger Dinge entscheiden. Das könnte man durch aangewandte Bürgernähe vielleicht auch mal wieder ändern. Versuchen Sie es!!
    Meine Aufgabe ist es sicherlich nicht, einen Standort hier in Lingen zu suchen, denn ich denke, dass ein Krematorium nicht unbedingt in Lingen angesiedelt werden muss. Wenn Sie an dem Abend da gewesen sind, so haben Sie sicherlich die schöne Präsentation gesehen, bei der die Kreise mit den Radien von 30 km um die bestehenden Krematorien und das geplante gezogen wurden. Wenn man ehrlich ist, dann ist der Lingener Standort gar nicht die optimale Wahl, das Krematorium gehört – wenn überhaupt – weiter in den Norden. Warum also beißen sich viele Lingener Stadtpolitiker daran fest, dass wir ein solches benötigen. Gibt das einen Imagegewinn für Lingen? Gibt es Geld? Wer gibt den politischen Auftrag, von dem immer die Rede ist – die Bürger wohl nicht – die wehren sich, egal in welchem Ortsteil es angesiedelt werden soll. Und die anderen darf man nicht mitzählen, denn jeder, der nicht bereit ist eines im eigenen Viertel oder Stadtteil zu akzeptieren, darf wohl kaum das Recht haben über andere, die Bedenken haben, zu urteilen. Das ist für mich unredlich und unehrlich.
    Sehr positiv finde ich aber grundsätzlich die Aussage, dass man auch in andere Richtungen denken kann – vielleicht zeigt sich da ja doch die Bürgernähe – auch für Brögberner!!

    • Georg said

      Sehr geehrter Herr Chris,
      genug der Prosa. Sagen Sie uns doch endlich wo die anderen geeigneten Plätze sind? Ihr Kommentar oben:Denn es gibt durchaus Plätze in Lingen, die besser geeignet wären. Und sagen (schreiben) Sie uns doch einmal, warum Sie gegen ein Krematorium in Brögbern sind. 2 einfache Fragen, die Sie ohne wenn und aber und in aller Kürze uns hier beantworten sollten.

  7. G M said

    Guten Tag!
    Kurz zu mir: Ich wohne selbst in der Nähe von Brögbern und stehe der ganzen Diskussion bisher neutral gegenüber.
    Selbstverständlich war auch ich bei der Info-Veranstaltung im Gasthaus Lübben anwesend und habe den Eindruck, dass jeder, der in der Lage ist etwas zu denken, diese „Frage“ verstanden hat.
    Tatsächlich gibt es wesentlich besser geeignete Plätze in Lingen..!
    Schauen wir uns doch mal im Poller Sand um, dort gibt es keine Anwohner, die Widerstand leisten könnten. Außerdem würde dieser Standpunkt auch an einem hervorragendem Straßennetz münden, da die B 70 in der Nähe liegt. Zudem hätte es auch eine idyl­lische Waldlage, in der sich die wenigsten Trauernden beschweren dürften!…
    Praktischerweise könnte man auch direkt in Meppen, neben dem Friedwald, ein Krematorium errichten, wo nebenbei eine würdevolle Bestattung vollendet werden könnte.
    Schließlich geht es der Stadt Lingen nicht um Gewerbeeinnahmen, oder?
    Aufjedenfall bin ich der klaren Meinung, dass das Krematorium an einem Standpunkt gebaut wird, an dem es niemanden schadet.
    Weder Wertverluste einiger Immobilien oder Einschränkungen im Berufsalltag.

  8. Chris said

    So, Poller Sand ist zum Beispiel genannt – das wäre eine Idee, die hier in Brögbern auch schon genannt wurde. Aber da ich grundsätzlich in Frage stelle, dass man in Lingen ein Krematorium benötigt, ist es wohl nicht mein Job Örtlichkeiten zu suchen. Gibt es den Bedarf tatsächlich oder wird der suggeriert von jenen, die gerne eines hätten???

  9. Georg said

    Nach Aussagen der Bestatter in der Stadt Lingen liegt der Bedarf bei ca. 30 Prozent. Tendenz steigend. Meine Frau und ich zählen in übrigen auch dazu.
    Grund: Unsere Kinder wohnen auf Grund ihrer Arbeit nicht in Lingen sondern in Süddeutschland. Wer soll also das Grab pflegen? Im übrigen ist es doch nicht von der Hand zu weisen, dass das Grundwasser rum um die Friedhöfe durch die Leichen in der Erde mit Schadstoffen verseucht ist.

  10. Chris said

    Nach Aussagen der Bestatter sind es in Lingen ca. 150. Und die Bestatter sagen auch, dass sie langfristige Verträge mit den anderen Krematorien haben. Und in Osnabrück, Dülmen, Hamm, Oldenburg und Aurich sind noch Kapazitäten frei. Meppen, Rheine, Nordhorn und Lingen zusammen = ca. 780 Kremationen. Und Rheine liegt so nahe an Osnabrück – wer würde da das Krematorium wechseln, wenn der Preis auch noch höher ist??
    Aber jetzt gibt es ja jetzt einen Ort für das Krematorium – Klein Berßen. Wie man dem Leserbrief der LT entnehmen kann, ist ein Herr Niebur bereit in Klein Berßen die Werbetrommel für ein Krematorium zu rühren. Wünschen wir ihm viel Erfolg – das liegt auch optimaler, dann überschneiden sich die Radien auch nicht mit den bestehenden.
    Würde mich aber doch interessieren, woher der Mensch weiß, dass seit über einem Jahr Widerstand in Brögbern ist. Wir haben erst im Februar durch die Zeitung von dem Projekt erfahren…. Und bisher – so muss man doch feststellen – war der Widerstand sehr gemäßigt. Ich habe nichts davon in der Zeitung gelesen bis zu dem Leserbrief Ende Oktober/ Anfang November.
    Dass die Friedhöfe ein Ort von Schadstoffen sind, ist aber jetzt nicht echt ein Grund für ein Krematorium an einem Friedhof in Brögbern. Dann ist man dort ja doppelt belastet.
    Wir werden sehen, was passiert….

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