Feuerwehr Hannover

31. Oktober 2013

BMWFeuerwehrSchön, dass ein 18-Jähriger ohne weiteres mit dieser Geschichte durchkommen konnte: Er marschierte in ein  Autohaus in Lingen-Darme und bestellte einen Pkw als Begleitfahrzeug für Feuerwehreinsätze mit vielen Extras. Kaum war das Auto fertig, stellte sich heraus: Der junge Mann hat eine geistige Behinderung und lebt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.

Die Mitarbeiter des renommierten Autohauses hatten dem motivierten Käufer zuvor alle Sonderanforderungen erfüllt. Denn auf Wunsch des 18-Jährigen rüsteten sie den „Einsatzwagen“ zuerst auf beiden Seitentüren mit Schriftzügen FEUERWEHR HANNOVER  und dann in einem zweiten Schritt  mit Signalanlage, Martinshorn und Blaulicht aus.

Dass die Feuerwehr in der Landeshauptstadt den neuen Wagen einer bajuwarischen Edelmarke niemals bestellt hat, kam dann heraus, als der Wagen ausgeliefert werden sollte. Inzwischen ist auch klar: Der junge Mann ist nicht geschäftsfähig, kann also nicht belangt werden – und das Autohaus bleibt auf den Um- und Rückbaukosten von ca. 3.500,- Euro sitzen. Das dürfte sich aber allemal rechnen; denn eine bessere Werbung für engagierten Kundenservice ist kaum denkbar. Oder?

(Quelle, Foto (c) und mehr)

Halloween

31. Oktober 2013

[Für Max! This beautiful high definition animation of the moon’s rotation was captured by NASA’s Lunar Reconnaissance Orbiter.]

Mindestlohn

30. Oktober 2013

Fast alle Bundesländer haben es längst: das sogenannte Tariftreue- und Vergabegesetz. Es legt fest, nach welchen Standards öffentliche Aufträge – zum Beispiel für Straßenbau oder Gärtnerarbeiten – vergeben werden müssen. Darin wird auch ein Mindestlohn festgelegt. Heute hat nun auch der Niedersächsische Landtag die Einführung eines solchen Mindestlohns beschlossen. Demnach müssen Firmen ab 2014 versichern, ihren Angestellten mindestens 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen, wenn sie sich um einen öffentlichen Auftrag ab einem Wert von 10.000 Euro bewerben.

[mehr auf der Internetseite des NDR]

ps Ach ja, die CDUFDP-Opposition hat das Gesetz abgelehnt.

Krasse

30. Oktober 2013

Kein Sonnenuntergang, sondern eine krasse BP-Fackel heute Abend.

Fackel

Antisemitimus heute

30. Oktober 2013

„Es gibt inzwischen No-Go-Areas für Juden“, sagt der Berliner Rabbiner Daniel Alter über seine Stadt. Das seien zum Beispiel Teile von Wedding und Neukölln mit einem hohen Anteil arabischer und türkischer Migranten. Er selbst ist vor einem Jahr von arabischen Jugendlichen auf offener Straße brutal angegriffen und verletzt worden.

Am 9. November 2013 jährt sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal: der unheilvolle Auftakt zum Massenmord an europäischen Juden. Wie sieht es heute aus mit der Judenfeindlichkeit in Deutschland? Um diese Frage zu beantworten, begeben sich drei Autoren auf eine Reise durch Deutschland. Sie beleuchten Hintergründe und Motivationen judenfeindlicher Gesinnungen in ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft.

Ahmad Mansour erforscht die Verbreitung des muslimischen Antisemitismus. Mansour, arabischer Israeli, lebt seit neun Jahren in Deutschland. Mit seiner islamistischen Vergangenheit, die von vehementem Antisemitismus geprägt war, hat er lange abgeschlossen. In Gesprächen mit Jugendlichen heute stellt sich heraus, dass in vielen muslimischen Familien bis heute Judenhass vorgelebt wird – häufig gestützt von arabischen Fernsehsendern, die ihre antisemitischen Kampagnen weltweit verbreiten.

Jo Goll, TV-Journalist und Experte für Rechtsextremismus, nimmt das rechtsnationale Lager in den Fokus. „Die Juden sind einfach an allem schuld“, tönt es aus diesen Kreisen. Goll spricht mit Aussteigern aus der rechten Szene und besucht ein koscheres Lokal in Chemnitz, dessen Besitzer von massiven Übergriffen berichtet.

Das Gleiche gilt auch für die Jüdische Gemeinde in Dessau, deren Vorsitzender Alexander Wassermann ist: „Ich traue mich schon lange nicht mehr mit Kippa auf die Straße. Das ist in Dessau einfach zu gefährlich.“

Dokumentarfilmerin Kirsten Esch will wissen, wie viel Antisemitismus in der „Mitte der Gesellschaft“ zu finden ist. Sie spricht mit Experten und mit Menschen auf der Straße und trifft unter anderem eine Linguistin, die über 100.000 E-Mails, Leserbriefe und Texte aus dem Internet mit antisemitischen Inhalten und anti-jüdischen Klischees untersucht hat.

Professor Monika Schwarz-Friesel kommt zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass die überwiegende Mehrheit der Verfasser keinem extremen Lager angehört, sondern in der „Mitte der Gesellschaft“ zu finden ist.

Der Bielefelder Professor Andreas Zick, der sich selbst „Vorurteilsforscher“ nennt, warnt: „Antisemitismus, auch wenn er nur latent ist, bleibt immer Wegbereiter vom Wort zur Tat.“

Nach Ansicht der Filmemacherin Kirsten Esch ist Israelkritik der neue Weg, über den sich Antisemitimus heute einen Weg bahnen kann. Die Mit-Autorin des Films „Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?“ sagte im „Deutschlandfunk“, nicht nur Rechtsextreme und Muslime, sondern auch die Mitte der Gesellschaft bediene sich entsprechender Klischees. Esch erklärte, vor allem nach Gewalteskalationen im Nahostkonflikt würden jüdische Organisationen in Deutschland mit E-Mails überschwemmt. Unter den Verfassern seien besonders viele Doktoren und Professoren. Diese zeigten aus Eschs Sicht ein obsessives Verhalten. Die Linguistin Monika Schwarz-Friesel habe 14.000 dieser E-Mail untersucht. Es fänden sich darin viele sehr alte Stereotype über die Juden.

Sänger trifft Wagner

29. Oktober 2013

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 22.21.44

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner begrüßt Christine Mross in ihrem Geschäft „Homeworks“ zu einer Lesung der besonderen Art.
Losgelöst von jedem überflüssigen Detail verschafft Michael Sänger auf ebenso einzigartige wie witzige Weise einen Überblick über den ‚Ring des Nibelungen‘: Wagner’s ‚Ring des Nibelungen‚ in einer Stunde als Schnellkurs.

Wir freuen uns auf „einen grandiosen Sonntagnachmittag mit Michael Sänger“.

Lingen (Ems) – Homeworks, Burgstraße 26
Sonntag, 3. Nov. 2013  –  18 Uhr 17 Uhr 

Eintritt 15,00 inklusive Begrüßunggetränk und kleinem Snack.
Kartenvorverkauf bei Homeworks in Lingen (Ems).

cm@christinmross.com  ausverkauft

Christian

28. Oktober 2013

Sturmtief Christian wütet heute (nicht nur) auf Borkum. Gemessen wurden auf der Nordseeinsel Böen bis zu 191 km/h. Auf der Borkum-Facebook-Seite lese ich:

„Mehrere Dächer völlig abgedeckt, Bäume gebrochen und das Wasser kommt noch bis 17:20 Uhr. Fähre Emden 16:45 kannste wohl knicken. Die MS „Ostfriesland“ kämpft seit Stunden um von Eemshaven nach Borkum zu kommen, driftet aber immer mehr nach Emden ab. Soviel zu dieser Sch… Lage.“

Da ist die heutige Einstellung der Emslandlinie der Bahn bei gleichzeitiger Bildschirmfoto 2013-10-28 um 22.02.44Schließung des Reisezentrums am Lingener Bahnhof das kleinere Problem, wenn natürlich auch ein großes Ärgernis für alle, die sich hierauf (Sie erinnern sich?) verlassen haben. Ersatzbusse wurden meines Wissens nicht eingesetzt. Oder?

Lou Reed +

27. Oktober 2013

Lennart Foppe

27. Oktober 2013

Lennart Foppe
Ausstellung eigener Werke
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshlöhe
Willy-Brandt-Ring 44

Vernissage heute 19.00 Uhr
Ausstellung vom 27. Oktober bis 27. November 2013
(während der Öffnungszeiten des Theaters)
Eintritt: frei

LennartFoppeLennart Foppe arbeitet im Bereich Collagen, Malerei und Produktdesign. Sein Interesse an bildender Kunst wurde bereits im frühen Alter durch sein Elternhaus geweckt. Durch die Arbeit seines Vaters als Restaurator erhielt er Zugang zu den verschiedensten Materialien und Werkzeugen und bildete handwerkliche Fähigkeiten aus. Hinzu kamen vielfältige Impulse seiner Mutter, die ein Studium der freien Kunst absolviert hat. Nach einem einjährigen Praktikum in der Kunsthalle Lingen und begann der 1991 geborenen Lingener ein Studium des Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Münster.

Die freie künstlerische Arbeit von Lennart Foppe charakterisiert ein ausgeprägtes Gespür für die Umsetzung zeitgenössischer Inhalte in verschiedene Medien. Seine Illustrationen kombinieren bekannte Motive aus der Werbung mit eigenwilligen Elementen aus der Welt des Comics. Inspiriert von der Werbe- und Modewelt sowie von aktueller Popkultur, verknüpft der Künstler Materialien wie Pappe, Ausschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften sowie verschiedene Papiere; nicht selten setzt er Schrift und Bild zueinander in Beziehung.

belogen

26. Oktober 2013

Netzpolitik.org titelt
Neue Leaks: NSA spioniert doch in Deutschland
und schreibt:

„Der Spiegel hat neue Snowden-Dokumente bekommen und meldet, dass die Special Collection Services (SCS) – Einheit der NSA an 80 Standorten weltweit geheime Überwachungsstützpunkte errichtet hat. In Deutschland sind Berlin und Frankfirt explizit auf der Liste. In Berlin soll die Einheit heimlich aus der US-Botschaft das Regierungsviertel abhören.

Der Special Collection Service unterhält in der Berliner Botschaft der USA am Pariser Platz eine nicht legal angemeldete Spionagedependance. Dort überwachen Mitarbeiter der NSA und der CIA mit modernen Hochleistungsantennen Kommunikation im Regierungsviertel.

Wie war das jetzt nochmal bei Ronald Pofalla, dass auf “deutschem Boden” niemand abgehört werde?

Unser Innenminister Friedrich erklärte im Sommer:

Alle Verdächtigungen, die erhoben wurden, sind ausgeräumt. Fest steht: Es gab keine “massenhaften Grundrechtsverletzungen” amerikanischer Geheimdienste auf deutschem Boden, wie behauptet wurde.

Noch im TV-Duell mit Peer Steinbrück erklärte Merkel, das Märchen vom “deutschen Boden” und dass man Fragen an die Amerkaner gestellt habe. Den Aussagen der NSA müsse sie vertrauen, “Ich habe auch keinen Anlass, dem nicht zu vertrauen”. Und nun?

Das Handy von Angela Merkel wurde bereits seit 2002 abgehört. Da war sie nicht einmal Kanzlerkandidatin. Und jetzt die Preisfrage an alle Politiker: Wessen Smartphones werden dann wohl noch abgehört?

Entweder ist unsere Bundesregierung so naiv und lässt sich von der US-Regierung belügen und glaubt das. Oder wir werden belogen.“