-10,4%

23. September 2013

Da saß ich gestern Nachmittag im Auto auf dem Weg in die Heimat und jemand twitterte, es könne auch eine absolute Mehrheit für die Union geben. Den hab ich per Retweet für bekloppt erklärt. Später dann hab ich mich entschuldigt. Und auch die Ergebnisse in Lingen sind reichlich ernüchternd. Guckst Du hier die Zweitstimmen:

2005                     2009                    2013

CDU   47,5             45,4                    54,2
SPD   34,3             22,2                    26,4
FDP     8,6             14,6                      4,2
GRÜ    6,2               8,1                      6,2
LINKE 2,7                6,2                      3,3

Gern würde ich ja noch die Ergebnisse aus 2002, 1998 und 1994 daneben stellen. Aber sie sind in den Tiefen des Internet verschwunden. Allemal belegen die Resultate der letzten acht Jahre , wie  die Lingener „Jetzt-wechseln-wir-mal-zur FDP-Wähler“ mit ihren Stimmen umgehen. Jedenfalls ist die CDU in unserem Städtchen erstmals wieder zweitstimmig deutlich über 50%, und damit da, wo sie in diesem Jahrtausend noch nicht war.

Bildschirmfoto 2013-09-22 um 23.26.57

Dann bleibt noch der Hinweis, dass das Emsland ohne Bundestagsabgeordneten ist. Gewählt wurden eine Ostfriesin und ein Grafschafter, ein FDP’ler verlor sein Mandat.

Hier die bundesweite Übersicht auf wahlrecht.de.

12 Antworten zu “-10,4%”

  1. kib said

    Robert: c’est ça !:

    Als Interjektion betrachtend; (ist es übrigens eine , lieber MS?) : Das Wahlergebnis steht und RK ist enttäuscht bzw., sehr verwundert“: Seine Enttäuschung kann ich völlig verstehen (Unvernunft kennt keine Grenzen). Ich sage aber „Freude, lieber Robert“: Der pickelige Koalitionspartner (also das „Brüderle“ ) stört niemanden mehr: Weder eine großen Koalition noch schwarz/grün (letzteres ist politisch-inhaltlich absurd- aber immerhin etwas, was besser erträglicher ist).

  2. Kanzlerin der Herzen ohne Mehrheit

    Frau Merkel hat keine Mehrheit! Wer einen Politikwechsel ausruft sollte ihn dann auch vollziehen. Die Linke ist in einígen Bundesländern erfolgreich gewesen. Die Wiedervereinigung ist seit mehr als zwanzig Jahren abgeschlossen. Hannelore Kraft hat mit Hilfe der Linken nach Neuwahlen eine stabile Rot-Grüne Landesregierung zu stande gebracht. Schäfer-Gümbel wird es in Hessen hoffentlich genauso tun.

    Wenn Politikwechsel, den SPD und Grüne seit mehr als einem Jahr fordern, nur Ministertauschsessel bedeutet, dann darf das niemand mehr ernst nehmen. Die SPD wird aus einer großen Koalition (wenn sie überhaupt eine Legislatur hält) erneut geschwächt heraus kommen. Und den Grünen blüht vielleicht das Schicksal der FDP, die allerdings zu recht nicht mehr diesem Deutschen Bundestag angehört.

    Die Parteiprogramme von SPD, Grünen und Die Linke sind, mit Ausnahme in der Außen -und Sicherheitspolitik nicht soweit auseinander, dass es nicht zu einer Zusammenarbeit kommen könnte.

    Der Hauptprofiteur der Eurozone, nämlich Deutschland mit seinem unsäglichen Niedriglohnsektor, hat eine andere Verantwortung als den Südländern dauernd neue Sparprogramme aufzubürden.

    Aber diese Ausführung würde jetzt zu weit führen.
    Und der Schuldenschnitt für Griechenland kommt sowieso.

    Jetzt ist Politikwechsel möglich. Rot-Rot-Grün hat eine Mehrheit im Deutschen Bundestag von mindestens sieben Mandaten.

    Frau Merkel ist nicht zwangsläufig die neue Bundeskanzlerin. SPD oder Grüne, die der CDU zur Mehrheit verhelfen werden die Krümel eines Kuchens aufklauben, die die CDU als Köder ausgelegt hat. Nach diesen vier Jahren wird es einen Politikwechsel noch weniger geben, als er jetzt möglich wäre.

    Natürlich würde die SPD ein hohes Risiko eingehen. Die Königin der Herzen mit Hilfe der Linken jetzt zu stürzen wäre in der Bundesdeutschen Geschichte eine Tabubruch. Hätte es noch nicht gegeben. Aber ohne mutige Menschen hätte es auch keine Wiedervereinigung gegeben. Fazit? Ein Politikwechsel braucht Mut und Angst zugleich!

    • kib said

      Kanzlerin der Herzen ohne Mehrheit….. naja, dennoch denke ich nach, was Sie schreiben und Sie denken vermutlich/ hoffentlich darüber nach, dass Ihre Gedankens wirr sind!
      Also alles klar- hoffe ich!

  3. Job said

    @Kib
    Nein, dass ist nicht der Fall. Der Kommentar von Herr Küster ist in sich schlüssig. Ihre Einlassungen sind wie immer wirr. KIB, Ihre Animositäten in diesem Blog sind mitterweile unerträglich.
    Zur aktuellen Politik: Rot, Rot Grün ist die einzige Alternative für Deutschland.

    • paul said

      Danke Job! Lese schon lange nichts mehr was mit Kib beginnt. Frag mich nur, was Kib gegen facebook hat. Wäre doch die ideale Plattform. Kib macht das hier ja auch nicht aus versehen. Das hat Methode.

      • kib said

        Beruhigend, dass ich meine Meinung kundtun kann, ohne Job & Paul übermäßig zu strapazieren. An Job persönlich habe ich unlängst eine Mail geschickt „um disharmonische Störrungen“ zu beseitigen- leider ist er hier mit einer „Phantasie-Email-Adresse“ unterwegs. Dass Paul nun auch weiß, dass ich etwas gegen Fatzebuck habe, ist mir neu: Angebot zur Güte: Ich werde einmal meine „Methode“ (der Volksmund nennt es denken) reflektieren. Vielen Dank für Ihre Tipps!

        • kib said

          Ich bin mir meiner Gedanken sicher: Job & Paul empfinde ich als „“strunzend dämlich“- tut mir leid- ist aber so: Ihnen hilft es sicherlich!

  4. Michael Sänger said

    Rein rechnerisch hat Rot-Rot-Grün eine Mehrheit und könnte Steinbrück zum Kanzler wählen. Aber kann sich die SPD das nach den Erklärungen vor der Wahl – auf keinen Fall eine Koalition mit den Linken einzugehen – denn überhaupt leisten. Dann wäre wieder einmal eingetreten, was immer wieder behauptet wird:“ Die Versprechen von Gabriel und Steinbrück vor der Wahl passen mit den Wirklichkeiten nach der Wahl nicht mehr zusammen.“ Wenn sich die SPD zu diesem Schritt entschließen würde, wäre sie moralisch „unten durch“. Daran würde man sich auch nach fünf Wahlperioden noch erinnern, wie weiland an die „Umfallerpartei von Erich Mende und Hans-Dietrich Genscher. Und wie es der FDP dann ergangen ist, durften wir ja in erfreulicher Weise zur Kenntnis nehmen. Es bleibt der SPD nur die Große Koalition, sie entspricht dem Wählerwillen am deutlichsten und wäre auch gut für Deutschland und besonders Europa. Dann müsste aber Herr Seehofer von seinem bayerischen Ross absteigen, Frau Merkel etwas von der Königin zur Großherzogin mutieren und die SPD sich von ihrer „Programmethik“ in Richtung „reale Sozialethik“ bewegen!

  5. Hämisch, diese Werbung. Aber auch Häme muss manchmal ein kleines bisschen sein…

    Sixt-Werbung

    [OK, ich räume ein, dass dies ein unsachlicher Beitrag ist. Man möge ihn mir nachsehen…]

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