JVA Münster

15. September 2013

JVAMümnster2 Der „Tag des Offenen Denkmals“ ist zwar vorbei, doch heute ist der „Tag des Offenen Gefängnisses“ – und zwar in Münster, wo das älteste, noch in Funktion stehendes preußische Gefängnis steht. Der nach Plänen der preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel und Carl-Friedrich Busse im Stil der englischen Neugotik errichtete sternförmige Ziegelbau wurde 1853 in Betrieb genommen; übrigens steht er  genauso unter Denkmalschutz wie die hannöversch-britische Kaserne, die 1835 in Lingen gebaut wurde,  zunächst für ein schottisches Regiment als Quartier diente bis sie dann zu einem Gefängnis wurde.

In Münster ist -ganz im Gegensatz zu Lingen- die Aufgabe des historischen Gebäudes beschlossen. Am Stadtrand soll ein neues Gefängnis entstehen. Für das alte muss also ein gutes, neues Nutzungskonzept gefunden werden.

Aus Anlass ihres 160. Geburtstages bietet die JVA Münster an diesem Sonntag erstmals die Möglichkeit einer Besichtigung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen ist das Mitbringen von Hunden, Kinderwagen, Fotokameras und Handys nicht zulässig.

Termin: Sonntag, 15. September 2013, 10-17 Uhr
Ort: Justizvollzugsanstalt Münster, Gartenstraße 26, 48147 Münster

(Foto. JVA an der Gartenstraße in Münster CC STBR)

Autokorrektur

15. September 2013

Der demografische Wandel macht auch vor heiligen Klostermauern nicht halt, lese ich auf der Seite des NDR und: „Nach 90 Jahren Seelsorge verlässt der Maristenorden in Ahmsen (Landkreis Emsland) sein Kloster. Zwei Maristenpatres sind schon älter als 80, der dritte 73. Nachwuchs ist nicht in Sicht. Das Leben auf dem Land falle den Ordensbrüdern zunehmend schwerer, sagte der Hausobere Rudolf Bleischwitz. „Wir haben hier eine gute Gemeinschaft wir drei, wir fühlen uns wohl. Und wir fühlen uns auch angenommen in den Gemeinden.“ Auf der anderen Seite müsse man in Ahmsen mobil sein und Auto fahren können – sonst sei man einsam und verlassen. Weil die Patres im hohen Alter auf Hilfe angewiesen sind, fühlen sie Lothar Wierth, SMsich nicht mehr als die tragende Gemeinschaft, die sie sein wollen. Im März ziehen sie aus Ahmsen weg – und damit geht dort eine Ära zu Ende….“

weiter auf der Seite des NDR

Es ist eine bemerkenswerte Etappe, die in Ahmsen jetzt zu Ende geht, finde ich. Ich erinnere mich sehr gern an meine Begegnungen mit Maristenpater Lothar Wierth (Foto lks), der „Herz-Jesu-Marxist“, wie nicht nur die Konservativen im Lande den Maristenpater mit seiner ausgeprägten Neigung zur sozialen Gerechtigkeit bespöttelten. Ende der 1980er Jahre ging er nach Köln, ich glaube in die Herz-Jesu-Kirche am Neumarkt, von dort später nach Overath. Wie geht es ihm und wo ist er -wie es im Emsland heißt- „eigentlich abgeblieben“? Gern möchte ich ihn noch einmal treffen und ihm erzählen, dass mein iPad immer dann, wenn ich Maristen eingebe, daraus Marxisten machen will. Autokorrektur. Vielleicht kann er mir sagen, wer dafür verantwortlich ist.

(Foto Lothar Wierth, SM)