80

31. August 2013


ps Nicht schlecht, bloß lebensgefährlich. Alt wird er also vermutlich nicht werden, der schnelle Radfahrer.

Stark

30. August 2013

stark

„Stark!“ kommentiert der kritische @Lingen_Fehler Twitterer diese lokale Fundsache. Da hat er wirklich recht.

JazzAmtsgerichtshofJazz & Blues am Stadtgraben
Lingen (Ems)  –  Amtsgerichtshof
Samstag, 31.08.  –  17.30 Uhr

„Soulution“  & special guests
[Christina Menger und Tobias Bako]

Georgie´s Groove Orchestra

Eintritt frei

ps Es wird ein feiner und hoffentlich äußerlich trockener Abend werden, so hoffe ich. Aber, liebe Schönschreiber  der Stadt Lingen (Ems), wenn ihr noch einmal das Konzert dreist beschreibt als „eingerahmt von Lingens schöner Promenade „dem Stadtgraben“„, werde ich  in diesem kleinen Blog eine Bilderserie von all dem grandiosen Siff und Dreckveröffentlichen, den man an dieser Promenade seit Jahren findet. Es werden mindestens 250 Aufnahmen…

Roger Hodgson

29. August 2013

Roger Hodgson

Sögel  –  Ludmillenhof (Freiluftkonzert)
Freitag, 30.08.,  –  20 Uhr
Restkarten (46,25 Euro) sind noch verfügbar .
Sögel Wetter

Sklaven

29. August 2013

„Lohnsklaven in Deutschland – Miese Jobs für billiges Fleisch“

Die ARD hat den Dokumentarfilm bereits am 24.6. ausgestrahlt. Ich habe ihn erst gestern Abend gesehen, als  er auf Phoenix TV wiederholt wurde. Sie sollten ihn ansehen.

„Der Drang osteuropäischer Arbeiter nach Deutschland ist ungebrochen. Auf den ersten drei Plätzen der Zuzüge in 2012 stehen Polen, Rumänen und Bulgaren; oftmals verzweifelte Menschen, die zu harter Arbeit bereit sind.Dies nutzen deutsche Fleischbetriebe und dubiose Vermittlungsfirmen gnadenlos aus, wie die beiden NDR-Autoren Marius Meyer und Michael Nieberg in ihrer 45-minütigen Reportage belegen.

Stundenlöhne von fünf Euro brutto, ungeregelte Einsatzzeiten und Arbeit ohne Krankenversicherung sind keine Seltenheit im hart umkämpften Fleischmarkt.
Das NDR-Team hat sich vor allem im Landkreis Vechta bei Bremen umgesehen und stieß auf dramatische Schicksale. Menschen, die mit den immer gleichen Versprechungen nach Deutschland gelockt wurden: hoher Lohn, Sozialversicherung, eine gute Unterkunft. Die Realität sieht aber oft anders aus.“ (Quelle)

Wie heißt es in dem Film außerdem? „Jedes Loch scheint in dieser Region vermietbar.“ Die Region ist das Oldenburger Münsterland. Schlachthöfe gibt es auch nebenan bei uns – im Emsland in Sögel und Lingen. Daran musste ich bei einer bestimmten Passage (20:20 min) denken, weil mir dies einfiel.

ps Ach, was ich noch vergaß: Wiesenhof ist aktueller Trikotsponsor des Bundesligisten Werder Bremen. Dafür ist Geld da.

Friedensfestival

28. August 2013

friedensfestival13Zum fünften Mal findet dieses Jahr im kleinen beschaulichen Dorf Neuschoo das Friedensfestival Ostfriesland statt. Unter dem Motto „Watt für Jeden!“ organisieren Jugendliche und junge Erwachsene ein buntes musikalisches, soziokulturelles und informatives Wochenende.

Drei Bühnen, über 30 Bands und DJanes, ein abwechslungsreiches Programm zeichnen, neben Campen im Grünen und gesundem Essen, das Festival in diesem Jahr aus. Quer durch verschiedenste Musikgenres von Hip Hop, Reggae, Ska, Indie, Rock, Punk, Chanson über Elektro, bis hin zu Liedermachern wird das Friedensfestival in diesem Jahr musikalisch wieder einiges anbieten können. Das Rahmenprogramm bilden Theater, Poetryslam, Kino, Kinderprogramm, Workshops und Seminare.

Termin: 30. August bis 1. September, Neuschoo (Landkreis Wittmund)

Nähere Infos zum Festival gibt es HIER.

Freiheit statt Angst

28. August 2013

Plakat-fsa-2013

Wie kommt man hin aus Niedersachsens Westen?
Bisher gibt es noch keine Sonderbusreise aus unserer Region [mehr…]
Der Zug ab Lingen 7.04 Uhr mit Rückfahrt ab Berlin Hbf 17.48 Uhr ist bequem, aber leider teuer (= ca 120 Euro pP)
Der Fernbus ab Osnabrück um 7.50 Uhr kommt allerdings erst um 13.50 in Berlin/ZOB an; Kosten 22 Euro; Rückfahrt bis Lingen am selben Tag geht nur per Bahn -ab Berlin 17.48 Uhr- 49,- Euro)
Der Fernbus ab Oldenburg ab 7.30 bis Berlin/ZOB (an 12.40 Uhr) und retur 18.15 ab Berlin/ZOB; S-Bahn von Messe-Nord (direkt am ZOB) zum Alexanderplatz in ca 30 Minuten für 2,60 Euro/Strecke.

Also Fahrgemeinschaften bilden… oder? Die 1000 km ab Lingen (Ems) kosten ca 150 Euro (lt. google.maps) – bei 2 mal 5 Stunden Fahrt (puh!)

Disco Ensemble

28. August 2013

Disco Ensemble
Warriors Tour 2013

Lingen (Ems)  –  Alter Schlachthof
Donnerstag, 12.09.2013  –  20 Uhr

Eintritt: 15  € zzgl. VVK

Schon im April 2011 gastierten die Finnen vielumjubelt im Alter Schlachthof. Jetzt präsentierem sie im Rahmen ihrer Deutschlandtour Warriors u.a. ihr neues, gleichnamiges Album.

Moorsoldaten

27. August 2013

Das Moorsoldatenlied wurde 1933 von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor nahe Papenburg im Emsland geschaffen. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des Nazi-Regimes gefangen gehalten. Mit einfachen Werkzeugen wie dem Spaten mussten diese dort das Moor kultivieren. Das Lied wurde am Sonntag, 27. August 1933, also heute vor 80 Jahren,  bei einer Veranstaltung namens Zirkus Konzentrazani von 16 Häftlingen, aufgeführt. Geschrieben hatten das Lied der Bergmann Johann Esser und der Regisseur Wolfgang Langhoff. Komponist war Rudi GoguelEr erinnerte sich später:

„Die sechzehn Sänger, vorwiegend Mitglieder des Solinger Arbeitergesangsverein, marschierten in ihren grünen Polizeiuniformen (unsere damalige Häftlingskleidung) mit geschulterten Spaten in die Arena, ich selbst an der Spitze in blauem Trainingsanzug mit einem abgebrochenen Spatenstiel als Taktstock. Wir sangen, und bereits bei der zweiten Strophe begannen die fast 1000 Gefangenen den Refrain mitzusummen. […] Von Strophe zu Strophe steigerte sich der Refrain, und bei der letzten Strophe sangen auch die SS-Leute, die mit ihren Kommandanten erschienen waren, einträchtig mit uns mit, offenbar, weil sie sich selbst als ‚Moorsoldaten‘ angesprochen fühlten. […] Bei den Worten ‚… Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit den Spaten ins Moor‘ stießen die sechzehn Sänger die Spaten in den Sand und marschierten aus der Arena, die Spaten zurücklassend, die nun, in der Moorerde steckend, als Grabkreuze wirkten.“

Der Text:

Wohin auch das Auge blickt
Moor und Heide ringsherum
Vogelsang uns nicht erquickt
Eichen stehen kahl und krumm

Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor

Hier in dieser öden Heide
Ist das Lager aufgebaut
Wo wir fern von jeder Freude
Hinter Stacheldraht verhaut

Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor

Morgens ziehen die Kolonnen
In das Moor zur Arbeit hin
Graben bei dem Brand der Sonne
Doch zur Heimat steht ihr Sinn

Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor
Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor

Auf und nieder geh’n die Posten
Keiner, keiner kann hindurch!
Flucht wird nur das Leben kosten
Vierfach ist umzäunt die Burg

Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor
Wir sind die Moorsoldaten
Und ziehen mit dem Spaten ins Moor

Doch für uns gibt es kein Klagen
Ewig kann’s nicht Winter sein!
Einmal werden froh wir sagen:
Heimat du bist wieder mein!

Dann zieh’n die Moorsoldaten
Nicht mehr mit dem Spaten ins Moor
Dann zieh’n die Moorsoldaten
Nie mehr mit dem Spaten ins Moor

[mehr…]

Nachlass

27. August 2013

Bildschirmfoto 2013-08-27 um 05.24.43Ein, so finde ich, bemerkenswertes Projekt, über das ich in der taz lese. Weil den Museen das Geld fehlt, kümmert sich -bereits seit 10 Jahren- das „Forum für Nachlässe“ um die Werke verstorbener Künstler aus Hamburg und Umgebung. Ich frage mich, ob es in unserem, eher weniger kulturnahen Landstrich nicht auch derlei bräuchte:

„Zum Glück war der Vermieter nicht gleichgültig. Zum Glück rief er das „Forum für Nachlässe“ an. Gora Jain und ihr Team kamen, räumten die Wohnung der verstorbenen Margrit Kahl auf und nahmen mit, was sie an Bildern, Zeichnungen, Skizzen und Notizen vorfanden: Ein künstlerischer Nachlass wurde so im vergangenen Jahr in ziemlich letzter Minute gerettet. Er wäre sonst unweigerlich auf dem Sperrmüll gelandet.
Die Hamburger verdanken Margrit Kahl die Gestaltung des Bornplatzes im Grindelviertel, wo sie im November 1988 den Grundriss der einstigen Synagoge dort in Form eines Mosaiks auf dem Boden nachlegte, 50 Jahre nachdem die Hamburger das Gotteshaus in Schutt und Asche gelegt hatten.
Nun liegt Kahls Nachlass in den Räumen des Forums für Nachlässe, das ab dem 1. September mit einer Ausstellung und einem Symposium sein zehnjähriges Bestehen feiert. Der Verein erhält und pflegt Werke von KünstlerInnen aus Hamburg und Umgebung.
Kahls Nachlass wurde aufgearbeitet…“
weiter bei der taz

Link zum „Forum für Nachlässe“