humanste Methode

20. Juli 2013

Da lese ich, dass 10.000 Graugänse (lat. Name: Anser anser) in diesem Jahr rund um den Amsterdamer Flughafen Schiphol vergast worden sind. Das ist zwei Mal so viel wie im letzten Jahr; denn das beauftragte  ‚Vergasungsunternehmen‘ jagt die Gänse jetzt in einem wesentlich größeren Bereich.

Die nämlich sind für startende und landende Flugzeuge gefährlich, und deshalb wollen die Verantwortlichen sie loswerden. 2012 gab nur die niederländische Provinz Nord-Holland ihr OK, jetzt sind auch die Provinzen Zuid-Holland und Utrecht mit der Tötung einverstanden. Gefangen werden die Graugänse inzwischen in einem 20 Kilometer-Radius rund um den fünftgrößten europäischen Verkehrsflughafen.

Die Gänse können übrigens nur ein paar Wochen im Jahr auf diese Weise gejagt werden,  nämlich dann, wenn sie in der Mauser nicht fliegen können. Die Vögel treibt mandann in eine Falle getrieben und dort werden sie mit Kohlendioxid getötet. Das sei, so ein Sprecher des beauftragten Unternehmens Duke Faunabeheer (Motto: Vangen, Verjagen, Weren) „die humanste Methode“.

Die getöteten Gänse werden übrigens  fast vollständig verwertet. Sie gehen an Geflügelhändler und Tafeln, aber auch an Zoos als Nahrung für Raubtiere. Auch die Knochen werden verkauft und die Federn landen zB in Kissenfüllungen.

Und jetzt frage ich mich, was ich von all dem halten soll. Was denken Sie?

(Foto: Graugans-Altvogel und Küken; CC Aiwok)