Ratskeller

17. Juli 2013

ratskellerNoch ein Sommer-Special und gleich ein ganz Besonderes: Heute wird im Ratskeller Lingen ein Essen mit sechs Gängen serviert, das Fans von waslosinlingen.de und andere bewerten können.
Die drei Besten schaffen es in die neue Karte.

Der Preis beträgt pro Person 59€. Für ein exklusives Sechs-Gang-Menu in diesem Restaurant einzigartig. Erforderlich ist allerdings  eine Reservierung über Telefon Lingen 144 000 80.

42 Antworten to “Ratskeller”

  1. Sabine K. said

    Achtung jetzt kommts:
    120 DM für ein Essen??
    Habt ihr eigentlich einen Dachschaden?

    Ein Hartzler bekommt 128,40€ im Monat für Lebensmittel und ihr verfresst einen halben Monat mal eben in 2 Stunden.

    Schämt euch für diese Völlerei!!
    Achja, neulich ( Zusammenhang Alte Posthalterei) war Lingen noch zu teuer und nun werben wir mal eben für en Mahl von 59 € p.P.

    *kopfschüttel*

  2. Das ist doch ausgemachter Quatsch, was Sie da schreiben. Sie wollen uns tatsächlich in unserer Lebensgestaltung auf die Existenzsicherung reduzieren, die die Aufgabe von SGB II ist? Oder wir sollen ein schlechtes Gewissen haben, weil wir in ein Konzert von Bruce Springsteen gehen oder in ein Top-Restaurant oder jenseits von C&A ein Hemd kaufen?
    Ich will das nicht.
    *kopfkopfschüttel*

    • Michael Sänger said

      Nein, RK sollen kein schlechtes Gewissen haben, wenn er ein Konzert von Bruce Springsteen (wer ist das eigentlich?)besucht oder in ein Top-Restaurant geht. Nein, das bestimmt nicht. Aber was Sabine K. schreibt, ist „kein ausgemachter Quatsch“, sondern eine Meinung, die sie haben darf!

      • Michael Sänger said

        Sorry, es muss heißen „soll“.

        • Peter Lütje said

          Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll: Zum Bruce-Springsteen-Konzert zu gehen, oder so zu tun, als wüsste man nicht wer das ist :). Aber ernsthaft frage ich mich, was diese Dialektikfeindlichen Anmerkungen in einem Diskussionsforum zu suchen haben.

          • Peter Lütje said

            *dialektikfeindlichen natürlich, neque semper tendit arcum apollo.

          • Henk Muhammad Wilders said

            Am schlimmsten ist es zuerst ein Bruce-Springsteen-Konzert zu besuchen und dann anschließend noch in ein teures Nobelrestaurant zu gehen! Das ist Frevel und eine veritable Versündigung an den unteren Lohngruppen der Restbevölkerung.

          • Peter Lütje said

            Herr Wilders, aber WARUM? Erleuchten Sie mich! Ich verstehe Ihren Standpunkt nicht.

          • Michael Sänger said

            Lieber Herr Lütje, ich weiß wirklich nicht, wer Bruce-Springsteen ist. Rockmusik oder was auch immer das sein mag, ist absolut nicht mein Metier. Als die Beatles kamen, war ich gerade 18 und habe die nicht mehr prägend mitbekommen. Frage: Wissen Sie aus dem Stand, wer Hans Knappertsbusch ist? Aber googeln Sie jetzt nicht. Bemerkenswert wohin die Ankündigung eines Menues im Ratskeller argumentativ hinführt.

    • küster said

      Wer an einem gedeckten Tisch sitzt, ist gegen soziale Gerechtigkeit. Ich denke, diese Verhältnismäßigkeit wollte Sabine K. zum Ausdruck bringen. Und die Doppelzüngigkeit der vergangenen Kommentare, diesen Eindruck wird man nicht mehr los.

    • RobertKoop said

      wikipedia sagt: „Wucher bezeichnet das Angebot einer Leistung zu einer deutlich überhöhten Gegenleistung unter Ausnutzung einer Schwächesituation eines Vertragspartners.“

      Warum ist es Wucher, wenn dem Kunden exzellente Küche geboten wird und das zu einem freiwillig gezahlten, als angemessen empfundenen Preis?

      Das übrigens ist der Unterschied zu anderen lokalen Küchen, bei denen -wie ich es kritisiert habe- oft viel zu teuer serviert wird aber qualitativ manches auf der Strecke bleibt. Aber der Unterschied ist offenbar schwer zu verstehen.

  3. Henk Muhammad Wilders said

    Ein Hartzler bekommt 128,40€ im Monat für Lebensmittel und ihr verfresst einen halben Monat mal eben in 2 Stunden.

    Eine exquisite Flasche Rotwein dazu geordert, dann sollte es rechnerisch möglich sein, den kompletten H4-Index-Gegenwert für den vollen Monat in 2 Stunden zu verfressen. VIVE LA DIFFERENCE!

  4. Karl Koennte said

    Wenn ich berücksichtige, dass 30% der Emsländer im Niedriglohnsektor arbeiten habe ich persönlich kein gutes Gewissen mal eben 59 Euro plus eine Flasche Wein für ein Essen auszugeben.

    Leider ist es in der heutigen Gesellschaft so, dass vielen Personen dieser Blick verloren gegangen ist…

    Wir werden sehen, wie lange sich der Ratskeller noch hält!

  5. Peter Lütje said

    Ich muss akzeptieren, dass viele Menschen, die es sich leisten könnten, 60 € von einem hervorragend und aus besten Zutaten gekochten Vier-Gänge-Menü „nicht abessen“. Es geht mir mit vielen anderen Dingen (riesenhafte Fernseher, gewaltige Autos usw.) nicht anders. Was das aber mit Solidarität und gutem Gewissen zu tun hat, kann ich nicht erkennen. Was hat ein Arbeitsloser davon, wenn ich nicht im Ratskeller essen gehe? Was hat er davon, wenn der Ratskeller schließen muss, außer den Steuern und Sozialabgaben, die dadurch wegfallen würden? Wer sich mit der Restaurantlandschaft in diesem Land beschäftigt, der wird herausfinden, dass die hier monierten Beträge eigentlich noch viel zu niedrig sind, dass, wenn man – verhüt’s Gott – gar einen oder mehrere Michelinsterne hat, sich so ein Laden nur halten lässt, wenn man aus einem Hotelbetrieb (oder einer Fernsehshow) zubuttern kann. Der hohe Preis der Qualität leitet sich aus einem hohen Gut ab, nämlich anständig bezahlter Arbeit, die nötig ist um die Hochwertigkeit sowohl der Produkte als auch deren Verarbeitung zu gewährleisten. Wenn Sie dabei dennoch ein schlechtes Gewissen plagt, laden Sie doch einfach mal einen bedürftigen Menschen an Ihren gedeckten Tisch, wo immer der auch steht!

    • ulrike said

      Danke.
      Sie ersparen mir , einen längeren Text zu schreiben , der aber nicht so höflich ausgefallen wäre.

    • küster said

      Mir ging es vorzugsweise um die Kommentare von RK in den vergangenen Wochen zum Thema Innenstadt, Gastronomie, Posthalterei ect.. Diese Widersprüchlichkeit war gemeint. Alles andere weiß ich wie Sie zu schätzen und kaufmännisch einzuordnen. Aber auch die anderen kritischen Kommentar sind in der Betrachtung wichtig und wichtig. Denn es ist ja auch immer mit der Frage der Empfehlung verbunden.

      • Sabine K. said

        Herr Küster Sie haben es richtig erkannt!!
        Die Wiedersprüchlichkeit war gemeint aber was interessiert den Leuten und Betreibern dieses Blogs das Geschwätz von gestern?!

        Die Werbung für dieses opulente Mahl ist hier nur möglich weil dieser Blog von einen Rechtsanwalt betrieben wird.
        Ein Leiharbeiter hätte Rabatt Coupons von MC Donalds gepostet.

        Reichtum ist sicherlich keine Schande, damit zu prahlen aber schon und ein Essen für 59€ p.P. (was macht denn eine Familie mit 3 Kindern?) sowieso.

        Als nächstes finden wir hier sicherlich Fotos und Werbung vom Koop´schen Mercedes Händler.

        Ich freu mich schon drauf.

        • Hans Schmidt said

          Peter Lütje hat alles gesagt, was zu Ihren Neid-Beiträgen gesagt werden muss. Da Sie nicht ganz jung sind (Ihr erstes Posting enthielt noch einen DM-Bezug) würde es interessieren, ob Sie jemals in Urlaub gefahren sind, ob Sie ein Auto fahren, jemals ein festliches Geburtstags-, Weihnachts- oder Jubiläumsessen genossen haben? Könnte sie eine ehrliche Antwort nicht als das entlarven, was sie meines Erachtens sind: Eine Heuchlerin.

        • Freunde, don’t feed the troll.
          Der Blogbetreiber (VW-Fahrer)

          • ulrike said

            Phaeton ?

            Wir sind hier doch wohl nicht so weit, daß man sich für sein Auto rechtfertigen muß.
            D e n Schuh sollten Sie sich nicht anziehen .

  6. Buggy said

    Diese Diskussion entwickelt sich zu einer Neid-Debatte. An die Kritiker: Freut Euch doch, dass diejenigen, die über ausreichende Mittel verfügen, das Geld wieder unter das Volk bringen und es nicht horten.
    Es wird immer Unterschiede bei der Vermögensverteilung geben. Menschen mit weniger Geld sind normalerweise bestrebt, dass sie mehr Geld zur Verfügung haben und die bereits zu den etwas Reicheren gehören wollen ihren Status halten oder noch mehr. Völlig normal und davon lebt die Wirtschaft.

    • Henk Muhammad Wilders said

      Amen.

    • küster said

      Ein paar wenige leben davon! Soviel Realismus sollte möglich sein in dieser „Neiddebatte“ Nicht ganz wenige verbrennen!

      • Buggy said

        Wenn für gutes Essen sehr gut gezahlt wird, kommt es nicht nur wenigen zu Gute! Der Betreiber, die Angestellten, Lieferanten und Lieferanten der Lieferanten werden einen Teil des Kuchens abbekommen und sicherlich wird auch der ein oder andere Landwirt in der Produktionskette eine Rolle gespielt haben…

        Zu den „Verbrannten“: Für diejenigen, die aus welchem Grund auch immer nicht Schritt halten können, für die gibt es ja noch das soziale Netz.
        Ich möchte jetzt nicht über die Höhe der Grundsicherung diskutieren und noch weniger per Selbstversuch ausprobieren, wie weit ich mit dem Salär auskomme, aber was wäre die Alternative?
        Bedingungsloses Grundeinkommen? Gleiches Einkommen für alle?
        Ich möchte noch kurz klar stellen: Arbeit muss sich lohnen, wobei der Lohn möglichst nicht von der Politik vorgegeben werden sollte!

  7. BN_Riße said

    Starke Diskussion!

    Sabine, Robert Koops Familie hat sogar fünf Kinder, die zugegebener Weise alle recht unterernährt aussehen (sie kommen wohl eher auf seine Frau), aber das mit der Mercedes-Werbung traut er sich nie. Weil er dann Ärger von seinem Vize bekommt.

    Dass er eine ziemlich fette Karre fährt, stimmt allerdings – was die Höhe angeht. In der Branche nennt man sowas ein „Hüftschadenauto“. Und die Lackierung nennt man „Fehlfarbe“. Allein für ihren Aufpreis könnte er all seine Jungs jeweils zweimal in den Ratskeller zum Essen schicken.

    Und, Herr Sänger, dass Sie Bruce Springsteen nicht kennen, glaube ich Ihnen nicht. Das weiß nun wirklich jeder: Das ist doch der aus „Stirb mlangsam“ mit der ständig ausgerenkten Schulter!

    Fährt wahrscheinlich auch ein falsches Auto…

    • Gebrauchtwagen, mein lieber Vize. Und die Farbe nimmt man dann gern in Kauf, es sei denn, man ist vorschnell weiß-blau oder blau-weiß fixiert.
      ps Noch heiß in Frankreich? Hier auch!

    • altodis said

      Zitat: Starke Diskussion!
      Aha? Super Analyse.. und der Sache „dienlich“, da – wie gewöhnt- seriös. .

  8. Michael Sänger said

    Das ist nun nach Peter Lütje schon der zweite auf diesem Blog, der mir nicht glaubt, dass ich Bruce Springsteen nicht kenne. Ist aber so! Ich kenne auch nicht „Stirb langsam“ mit der ausgerenkten Schulter. Das mag daran liegen, dass ich z. Bsp. keine Privatfernsehen besitze, sondern nur 9 öffentlich-rechtliche Sender. Außerdem gehe ich im Jahr höchstens zweimal ins Kino und dann sicher nicht in „Stirb langsam“. Was Peter Lütje und Marc Riße nicht verstehen können, dass es für mich andere kulturelle Interessen gibt als eben „Stirb langsam“ mit der ständig ausgerenkten Schulter. Und wenn dieser Hinweis die beiden Herren nun immer noch nicht überzeugen sollte, könnte ich vielleicht bei Notar Robert Koop eine eidesstattliche Versicherung abgeben, aber die ist seit Uwe Barschel (den werden die beiden Herren wahrscheinlich nicht kennen so wie ich Bruce Springsteen nicht kenne) sowieso nichts mehr wert!

    • Bernd Koop said

      Augen auf im Straßenverkehr! Man muss etwas nicht gleich mögen, um es zu kennen. Und Bruce Willis alias John McClane kämpfte auch schon im ZDF, denn die Öffis dürfen zurecht auch mehr als Nachrichten und Mitklatschen im Musikgarten.

      Ich besitze im Übrigen auch keinerlei Privatsender, gucke die aber dennoch gerne hin und wieder! 😀

    • ulrike said

      Brauchen Sie nicht abzugeben.
      Ich glaube Ihnen .
      Denn, -ich muß mich outen – ich kenne auch den Künstler nur den Namen nach , sonst nix.
      Das muß an meinem hohen Alter und an meinem exquisiten Geschmack liegen.

  9. Emsland said

    Hat das Essen denn geschmeckt?

    • Bernd Koop said

      Müsste man mal über die Seite von »Was los in Lingen?« erfragen, Meldung kam von dort und wurde mehr oder weniger nur reblogt. Aber ob das unter der ganzen Empörung überhaupt bemerkt wurde? o_O

    • Endlich mal ’ne sinnhafte und zielführende Frage. Ich kann sie aber nicht beantworten, weil ich -schweren Herzens- eine Bratwurst in Baccum vorgezogen habe. Und zwar wegen des Rahmenprogramms, das Jan Kieseling nicht toppen konnte.

      • Michael Sänger said

        Eine „sinnhafte“ und „zielführende“ Frage. Donnerwetter! Diesen Sprachstil beherrschen Angela Merkel, Peer Steinbrück, Jürgen Trittin und nun auch Robert Koop aus dem Emsland (also typisch emsländisch und nicht etwa unterfränkisch) vorzüglich. Das klingt so schön, aber es besagt nichts. Dagegen ist die „Bratwurst aus Baccum“ (typisch deutscher Stabreim) etwas sehr Konkretes, um die RK glatt beneidet werden kann. Noch konkreter wäre es gewesen, hätte hier gestanden, wo es denn die Baccumer Bratwurst gibt! Aber – wie immer – wenn Bundes- oder Lokalpolitiker konkret werden sollen, flüchten sie in sinnhafte und zielführende Reden und verlieren das Bratwurstziel aus den Augen! Da bleibt mir nichts mehr anderes übrig, als zum letzten Joghurt im Kühlschrank zu greifen.

  10. Henk Muhammad Wilders said

    Peter Lütje sagte
    17. Juli 2013 um 15:51
    Herr Wilders, aber WARUM? Erleuchten Sie mich! Ich verstehe Ihren Standpunkt nicht.

    Ich glaube Ihnen kein Wort.

    • Klaus said

      Genau, Hier ist noch jemand den einigen nicht kennen, er gibt einen besseren Kommentar ab als einige in diesem Beitrag.
      Euch allen ein leckeres Wochenende.

  11. küster said

    Geil für jemanden mit Musikverstand. Das eine NSA war nicht ganz an der richtigen Stelle

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