interne Zwecke

6. Juli 2013

PostlogoAuch die Deutsche Post fotografiert jede Briefadresse ab, meldet die Springerpresse. Dies diene aber nur internen Zwecken wie dem korrekten Briefversand, erklärte der Konzern der „Welt am Sonntag”. Sortiert würden jeden Tag mehr als 60 Millionen Briefe.

Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die Sicherheitsbehörden in den USA nicht nur Internet und Telefon weltweit im großen Stil überwachen, sondern laut US-Medienberichten auch die Adressdaten von Sendern und Empfängern von Postsendungen fotografiert, gespeichert und den Sicherheitsbehörden zugänglich gemacht werden. Ziel sei dabei, so hieß es,  vor allem die Terrorismusbekämpfung.

(Quelle: BILD)

Expertengruppe

6. Juli 2013

Bildschirmfoto 2013-07-06 um 10.42.38Die Sonne scheint, ich muss in den Knast* und zögere noch ein bisschen herum. In der Presse habe ich eben gelesen, dass künftig auch Akkus an Fahrrädern für die Beleuchtung sorgen können sollen. Mir fiel ein, was Jörg Kachelmann dazu vor Wochenfrist getwittert hat. Nämlich dies:

Damit Sie wissen, warum Sie in Ihrem Land sinnloserweise so viele Steuern zahlen: So ist das Beleuchtungswesen von Fahrraedern in Deutschland aktuell geregelt (Wiki):

Der Mann mit dem Titel Wettermoderator verlinkte zu diesem Text. Der lässt mich trotz des herrlichen Sommerwetters dann doch etwas frösteln.

In Deutschland ist für den Betrieb eines Fahrrads im öffentlichen Straßenverkehr der Aufbau der Fahrradbeleuchtung gesetzlich in § 67 StVZO (Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern) sowie in den TA 4 (Bautechnische Anforderungen), 6 (Lampen), 14b (Schlußleuchten für Fahrräder und ihre Anhänger), 14c (Begrenzungsleuchten), 18 (Rückstrahler), 18a (retroreflektierende Streifen an Reifen von Fahrrädern), 23 (Scheinwerfer für Fahrräder) und 24 (Fahrradlichtmaschinen) geregelt. Kinderfahrräder sind von den Vorschriften zur Beleuchtung nicht betroffen, da es sich dabei gemäß § 16 Abs. 2 StVZO nicht um Fahrzeuge im Sinne der Vorschrift handelt.

Eine seit 1998 diskutierte Fahrradausrüstverordnung (FAusrüstV) mit Änderungen einiger dieser Vorschriften wurde 2006 vom Bundesrat abgelehnt.

Vorgeschrieben sind:

  • eine Lichtmaschine mit einer Nennleistung von mindestens 3 W, deren Nennspannung 6 V beträgt (eine Batterie darf zusätzlich verwendet werden)
  • ein nach vorn wirkender Scheinwerfer für weißes Licht
  • mindestens ein nach vorn wirkender weißer Rückstrahler, dieser darf im vorderen Scheinwerfer integriert sein
  • eine Schlussleuchte für rotes Licht, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet
  • mindestens ein roter Rückstrahler, dessen höchster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet
  • ein mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneter roter Großflächen-Rückstrahler (die Schlussleuchte sowie einer der Rückstrahler dürfen in einem Gerät vereinigt sein)
  • nach vorn und nach hinten wirkende gelbe Rückstrahler an den Fahrradpedalen
  • mindestens zwei um 180° versetzt angebrachte, nach der Seite wirkende gelbe Speichenrückstrahler an den Speichen beider Räder oder ringförmig zusammenhängende retroreflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen beider Räder.

Zusätzlich sind zulässig:

  • eine zusätzliche, auch im Stand wirkende Schlussleuchte für rotes Licht
  • zusätzliche nach der Seite wirkende gelbe rückstrahlende Mittel.

In einigen Punkten sind die Bestimmungen der StVZO bereits überholt. Inzwischen gibt es nach StVZO zugelassene Rücklichter, die Rücklicht und Standlicht in einer einzigen Leuchte vereinigen und Fahrradscheinwerfer, die nach vorn eine Standlichtfunktion besitzen. Auch wäre durch LED-Technologie für eine mit Glühlampen erreichbare Helligkeit eine wesentlich geringere elektrischen Leistung ausreichend. Aufgrund der nach wie vor vorgeschriebenen 3 W Leistung sind LED-Lampen wesentlich heller.

Folgende Ausnahmen gelten für Rennräder mit maximal 11 kg Gewicht:

  • Anstelle der Lichtmaschine dürfen Batterien für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte genutzt werden.
  • Scheinwerfer und Schlussleuchte müssen nicht fest am Fahrrad angebracht sein; sie sind jedoch mitzuführen und wenn erforderlich zu benutzen.
  • Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar zu sein.
  • Die Nennspannung des Scheinwerfers darf auch niedriger als 6 V sein.
  • Für die Dauer der Teilnahme an Rennen sind Rennräder von den Vorschriften zur Beleuchtung befreit.

Seit 2006 muss die Beleuchtungsstärke des Frontscheinwerfers im Kernausleuchtungsbereich in 10 Metern Entfernung mindestens 10 Lux betragen (siehe 10-Lux-Regelung).

Alle benutzten Komponenten müssen das deutsche Prüfzeichen tragen. Diese Zulassung wird vom Kraftfahrt-Bundesamt vergeben und ist erkennbar an einer Zulassungsnummer mit einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer Nummer. Bei Fahrrädern ohne Befestigungselemente am Rahmen ist eine Verwendung von abnehmbar aufgeklemmten Leuchten zulässig. Diese müssen jedoch auch das Prüfzeichen tragen. Ob auch andere Leuchten ohne das Zulassungskennzeichen toleriert werden, hängt vom Ermessen des kontrollierenden Polizeibeamten ab.

Die Dynamopflicht wird von der Gewerkschaft der Polizei als technisch überholt eingeschätzt.Anfang Januar 2013 gab das Bundesverkehrsministerium bekannt, dass eine Expertengruppe [!!] die „lichttechnischen Vorschriften“ der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung prüfe. Die Prüfung solle klären, ob die bisherige Regelung, die einen fest montierten Dynamo vorschreibt, inzwischen technisch überholt sei und die Dynamopflicht zugunsten von batteriebetriebenen Lichtern aufzuheben sei.

Gestern nun hat der Bundesrat die Dynamopflicht offenbar gestrichen. Die Funktionäre stöhnten Dynamosofort:

„Die Dynamopflicht ist ja gerade 75 Jahre alt geworden“, sagte Rechtsreferent Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club ADFC. Sie sei aus Sicht seines Verbandes keineswegs überflüssig. „Wir könnten uns aber im Prinzip auch mit einer Wahlfreiheit anfreunden.“ Eine Dynamopflicht gebe es nirgendwo sonst in Europa.

Übrigens: „Fahrräder und Schlitten müssen mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein; ausgenommen sind Handschlitten“ (§ 67 StVZO). Ich finde, eine Expertengruppe unserer Verwaltung sollte auch noch mal über Handschlitten reden. Dringend.

*ps Ich geh jetzt los. In den Knast (wen es interessiert: Beruflich ).

Weintrinker

6. Juli 2013

Hab gerade gelächelt bei diesem Werbespot. Weintrinker hätten nimmernie ein solches Erlebnis*.

* Aber ganz andere…