Leihwohnungen

2. Juli 2013

„Im Landkreis Cloppenburg wurde am Montag eine neues Kapitel zum Thema „Ausbeutung von Leiharbeitern“ geschrieben. Nicht nur, dass viele osteuropäische Leiharbeiter zu Hungerlöhnen arbeiten und Wucher-Mieten zahlen sollen – wenn sie nicht mehr gebraucht werden, werden sie regelrecht vom Hof gejagt. Mehreren Ungarn in Cappeln ist das jetzt passiert. Nachdem ihre Leiharbeitsfirma SR Service in die Insolvenz ging, wurden die Arbeiter vom Vermieter kurzerhand aus ihren Wohnungen geworfen – angeblich sei keine Miete bezahlt worden.

Ein Teil der ungarischen Leiharbeiter arbeitet noch weiter für die Firma SR Service, als Zerleger im Großschlachthof von Danish Crown. Ein Insolvenzverwalter aus Oldenburg kümmert sich jetzt um die Finanzen und die Gläubiger. Einer der Gläubiger ist der Vermieter von drei Gebäuden, in denen die Ungarn untergebracht waren. Der spricht von 40.000 Euro Mietschulden. Dabei hat die Leiharbeitsfirma den Ungarn noch bis Mai regelmäßig 130 Euro Miete vom Lohn abgezogen….“

[mehr und weiter auf der NDR-Seite]

7 Antworten to “Leihwohnungen”

  1. Michael Sänger said

    Das ist alles sehr, sehr traurig, dass sich sowas in Deutschland, und dann noch in Cloppenburg, abspielen muss. Aber wir brauchen hier auf diesem Blog auch mal wieder News aus Lingen, damit hier ordentlich diskutiert wird. Die letzten überregionalen Beiträge bewirken kaum noch Kommentare. Das liegt daran, dass hier Themen verhandelt werden, die ich morgens schon in der Zeitung lesen kann. Roberts Blog hat als Thema (oben kann man´s lesen): „Anmerkungen zu und in Lingen (Ems)“. Wenn es also zu und in Lingen derzeit nichts Berichtenswertes oder Aufregendes gibt, dann sollte der Blog in der Sommerlochphase mal Pause machen und sich nicht mit Themen beschäftigen, die „woanders und nicht in Lingen“ stattfinden. Also: Mut zur Pause!

    • Henk Muhammad Wilders said

      Wie wär´s denn mit der Reihe Das große Sommerinterview mit Lingener Politikern?
      Beginnend mit dem charismatischen Heinz Rolfes und dann in lockerer Folge die anderen Politgrößen. Zum Abschluss und Höhepunkt ein Interview des Blogbetreibers mit sich selbst.

    • kib said

      Lieber Herr Sänger,
      Ihr Zitat: Aber wir brauchen hier auf diesem Blog auch mal wieder „News aus Lingen“, damit hier „ordentlich“ diskutiert wird.
      … meiner Erfahrung nach wurden auf diesem Blog „News aus Lingen (Interna /Rats-/Verwaltungsinterner) nicht „diskutiert“, sondern ordentlich beratscht….

      Trotzdem hat Herr Koop recht, denn die Stadttore von Lingen sind gerade unbewacht und auch Sie (Genosse Sänger :)) kaufen Ihre Lebensmittel nicht ausschließlich in/aus Lingen.
      Also, Mut zur Pause: Was essen wir? Was tolerieren wir? Wann sagen wir was?
      http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/15372262_lohnsklaven-in-deutschland-miese-jobs-fuer

  2. Tiger, T. said

    @ M. Sänger:
    Ich biete die Kiste „Maisel’s“ nicht länger wie Sauerbier an! Seit gestern trink‘ ich ’s selbst.
    „Schneise 3“ wäre ein schönes Lingener Thema gewesen, auch im Hinblick auf die Neubesetzung im Stadtplanungsamt.
    Da hätte man noch ‚mal nachhaken können: Ich denke nämlich/ erwarte nämlich, dass die Fraktionen, insbesondere die BN mit dem heimlichen Stadtbaurat an der Spitze, den Kandidaten vor ihrer einmütigen Zustimmung in getrennten Sitzungen auf Herz und Nieren geprüft haben:

    „Wie sehen Ihre Vorstellungen am Professorenplatz aus?“ Wie halten Sie’s mit dem Spitzbunker?“ Welche planerischen Ideen haben Sie für den Marktplatz? „Was wird aus dem Areal des FH-Gebäudes Am Wall nach dem Abriss?“ usw.
    Solche Fragen sind eigentlich normal bei Einstellungen dieser Tragweite.
    War bestimmt auch so (hoffe ich).
    Die Antworten müssen jedenfalls so überzeugend gewesen sein, dass ihn alle (!) gewählt haben.
    Das hätte man doch mal bei einer städteplanerischen tour d’horizon mit fränkischem Bier vertiefen und hinterfragen können. Schade, schade!

    Im übrigen vermute ich, dass sich der Blogbetreiber gegenwärtig gar nicht in Lingen aufhält, sondern in einem Transitbereich eines internationalen Flughafens. Er ist da einer größeren Sache auf der Spur … Was sollen da Lingener Themen?

    • kib said

      Sollte er (RK) sich im Transitbereich des „neuen“ Berliners Flughafen befinden, kann ich ihn die ersten Monate versorgen- vermutlich benötige ich aber (jahrelang) Unterstützung! Hört sich zunächst lästig an- das Versteck ist aber super 🙂

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