Notwendig

5. Juni 2013

Niedersachsen hat kein Geld. Der Schuldenberg umfasst mehr als 55 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Der Landesrechnungshof fordert daher in seinem Jahresbericht konsequente Sparmaßnahmen. Unter anderem könnten rund 26 000 Jobs im öffentlichen Dienst wegfallen.

Der Niedersächsische Landesrechnungshof (LRH) hat dazu heute vor dem Hintergrund rückläufiger Einwohnerzahlen einen drastischen Personalabbau verlangt. Derzeit hat das Land 190 000 Beschäftigte, davon 127 000 Beamte. Nach Schätzungen sinkt die Bevölkerungszahl bis 2028 um rund 600 000. „Darauf müsse reagiert werden, um erhebliche Personalüberhänge in der Landesverwaltung zu vermeiden. Damit das aktuelle Verhältnis von Landesbediensteten und Einwohnern unverändert bleibt, müssten, so der LRH, bis zu 26 000 Stellen abgebaut werden.  Bis 2028 sollten in drei Stufen 19.000 Stellen gestrichen werden, darunter allein 7.700 von Lehrern.

Der Rechnungshof regt an, bis 2028 insgesamt 19 000 Vollzeitstellen zu streichen – davon jeweils 6 500 in den Wahlperioden 2013 bis 2018 und 2018 bis 2023 sowie 6 000 in den verbleibenden fünf Jahren…. „[weiter bei der NOZ][mehr beim NDR]

Kurz gesagt:  Ich halte die Vorschläge für sinnvoll und in 15 Jahren auch für machbar. Problemlos.

3 Antworten to “Notwendig”

  1. Michael Sänger said

    Die neue Landesregierung unterscheidet sich von der alten in nichts! Beiden gemeinsam ist, dass auf Strukturprobleme – also Bevölkerungsabnahme – lediglich mit Stellenstreichungen reagiert wird. Auf diese Weise haben wir in fünf Jahren die gleiche Arbeitslosenstruktur wie in südeuropäischen Ländern, mit der Folge von sozialen Unruhen, die dann letztlich die Demokratie bedrohen. Politiker sollten weniger „nachdenken“ als eher „vordenken“, andere soziale Modelle entwickeln und lernen, sich gegen Lobbyismus zu wehren. Deswegen halte ich – im Gegensatz zu RK – die Vorschläge nicht für sinnvoll, sondern eher für fantasielos.

  2. Buggy said

    Es wird immer weniger Leistungsträger geben in Niederdsachsen, aber wohl auch in Deutschland. Die Zahl der Rentenempfänger (darunter viele ehemalige Leistungsträger) wird steigen, die bekannte demografische Entwicklung eben.
    Bei jedem „Problem“ oder „Skandal“ sollen an irgendwelchen Stellen mehr Kontrollen und Vorschriften entstehen. Die Bürokratie wird aufgebläht, so dass Selbstständigen und auch z.B. Ärzten zwischenzeitlich die Freude an ihrer Arbeit genommen wird. Kommen dann noch Steuererhöhungen hinzu, um einen wasserköpfigen Apparat durch zuziehen, dann wird die Motivation weiter sinken, noch selber etwas in die Hand zu nehmen

  3. weißauchwas said

    Das seh‘ ich genauso wie Buggy. Wer es anders sieht, darf nach Griechenland. Die hatten bzw haben den aufgeblähten Apparat längst.

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