ernste Störung

20. Mai 2013

Ein Dorf feiert sich und seine Traditionen. Mit diesem Motto begeht der Stadtteil Schepsdorf 2013 sein Jubiläum. 850 Jahre. Die Grundmauern der St Alexander-Kirche an der Nordhorner Straße sind wohl noch einmal rund 100 Jahre älter. Doch nun hat es zwar nicht dem unergründlichen Entschluss des allmächtigen Herrn, indes der Entscheidung der vorübergehend Mächtigen vor Ort gefallen, das nahezu 1000-jährige Denkmal baulich zu ergänzen: Mit einem architektonisch simplen Back-Drive-Block [sprich: Backdreiff] samt aufgespannter Fahnen und dauerleuchtendem Transparent. Ich nehme an, diese beeindruckende Gestaltungsverirrung ist ein weiteres, peinliches Dauergeschenk an unser Städtchen von unserem scheidenden, desinteressierten Stadtbaurat [persönlicher Spruch –leicht verfremdet-: „So wirbt man heute!“]. Wir erkennen erneut:

Kulturlosigkeit verursacht eine ernste Störung des Zusammenlebens. Denk mal!

Bildschirmfoto 2013-05-19 um 15.21.52

(Foto CC robertsblog)

5 Antworten zu “ernste Störung”

  1. ulrike said

    Seit Monaten ärgere ich von der Stadt kommend über die Baufluchtlinie des Krämerschen Mehrzweckgebäudes (zur Erinnerung ein Beitrag hier von Herrn Koop , „teilweise seniorengerecht„).

    Auch nach Entfernung der Gerüste wurde der Anblick nicht besser. Die Sichtachse auf die alte Kirche ist unterbrochen und verhunzt.
    Und als Sahnehäubchen nun noch die branchenübliche Verschandelung. Sind im Stadtrat alle blind oder schlicht kulturfremd, wie Herr
    Koop vermutet?

  2. kib said

    Ich freu mich immer über Deine spitze Feder und Deinen Humor! Robert, das kannst Du vortrefflich! In der Sache hast Du Recht. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum in der Innenstadt die von Dir definierten „Schneisen“ (ich nenn`s zunächst „unbebaute“ Flächen) so „holter-die- polter“ bebaut werden müssen bzw. ein Abriss von gammeligen Gebäuden in der Innenstadt so gar nicht geht.
    Mir ist eine vernünftige Neubebauung (vor Allem vis a vis des Alten Krankenhauses!!!) nicht unwichtig.
    Es war absolut nicht unklug das alte FH Gebäude Am Wall abzureißen. Sei ehrlich, das Gelände wäre ruckzuck verkommen (eingeworfene Fenster, Fandalismus, Saufetreff…) und ein denkbar übles Entre für die Innenstadt!
    Danke übrigens @ Ulrike für die Verlinkung. Ich möchte kein Negativ – Ranking starten, aber der (wievielte?) „Ich bin zu blöd/faul zum Frühstückmachen-Shop“ ist immerhin (!) hübscher als das Medicis-Wesken: Gestehe: unnötig von mir, den Charme zweier umgefallenen Mülltonnen zu vergleichen….

  3. kib said

    Raider heißt jetzt Twix und Vandalismus wird zum Fandalismus 😉

    • Bernd Schulte said

      Kann es sein, dass dieser Klotz vor der Kirche nicht in erster Linie auf den (Noch) – Stadtbaurat zurückzuführen ist sondern auf den früheren OB Pott? Schließlich wird die Familie Pott, die an dieser Stelle einen Bauernhof betrieb, ein erhebliches Interesse an einer günstigen Vermarktung des Geländes gehabt haben.

  4. kib said

    Da fehlten – mal wieder (!) – zwei Knüppel „zum Hölzchen,, ..

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