Beteiligung

31. Mai 2013

Es ist mal wieder Zeit für ein Preisausschreiben der besonderen Art. Suche und finde den Fehler in dieser Zusammenstellung aus dem sog. „Beteiligungsbericht“ der Stadt Lingen (Ems). Seite 29 der öffentlichen Vorlage 189/2013 befasst sich mit der städtischen Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft und offenbart dabei Wundersames. Sie ist unten abgebildet.

Wer den Fehler findet und mitteilt, erhält vom Blogbetreiber eine zeitgemäß-analoge Rechenmaschine. Wer sich nicht per Kommentar als Leser dieses kleinen Blogs „outen“ will, darf gern eine PM schreiben. Einsendeschluss ist der 2. Juni 2013, 12.00 Uhr. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Ach ja, Mitglieder der Stadtratsfraktion der BürgerNahen samt Fraktionsassistent Reinhard Markus sind ausgeschlossen. Die haben nämlich den Fehler gefunden.

Also, guckst und suchst Du per Klick hier oder als Mitmensch mit besseren Augen gern auch hier:

Bildschirmfoto 2013-05-28 um 22.48.28[vergrößern]

Nachtrag: And the winner is Buggy Barkmann, der -neben den anderen Fehlern den dicksten Bock erkannt hat: Aktiva und Passiva „in den frühen Jahren“ sind unterschiedlich. Aber die Bilanzsumme muss natürlich auf der Aktiv- und der Passivseite gleich sein. Gewinner Buggy muss noch ein paar Tage auf seine Rechenmaschine warten. Aber sie kommt. Frei Haus.

Rösler

30. Mai 2013

blogcampactDer campact-Blog schreibt:

„Jetzt ist die offizielle Absage bei uns eingetroffen: Philipp Rösler mag sich noch nicht einmal ein paar Minuten Zeit für die Entgegennahme von 242.000 Unterschriften gegen die drohende Wasserprivatisierung als Folge der aktuellen EU-Politik nehmen! Für den Vorsitzenden einer laut aktuellen Umfragen immer noch vier-Prozent-Partei gebärdet sich der Bundeswirtschaftsminister erstaunlich überheblich. Den Bürgerinnen und Bürgern in einem Wahljahr so deutlich sein geballtes Desinteresse zu vermitteln, das ist schon dreist.

Man fragt sich, welche dringenden Geschäfte den Minister davon abhalten? Aus Kalifornien, wo er sich mit Bild-Chef Kai Dieckmann in einer innigen Umarmung ablichten ließ, ist er ja wohl zurück. Von irgendwelchen politischen Initiativen des Ministers ist bereits seit längerem nichts zu bemerken. Mit der politischen Tatenlosigkeit viel zu sehr beschäftigt sind ebenfalls alle seine sechs (!) Staatssekretäre, die ihn hätten vertreten können. Nein, weder Minister noch Staatssekretäre nehmen unsere Unterschriften entgegen, ein kleiner Beamter der Fachebene, wie Lästermäuler sagen zuständig für „knicken, lochen, heften“, hat diese Aufgabe bekommen.

Natürlich ist keineswegs Zeitmangel der Grund für dieses Abschieben der Unterschriftenübergabe an die unterste Hierarchieebene. Es steht eine politische Entscheidung dahinter, die Entscheidung nämlich, sich einer politischen Stellungnahme zu dem Problem zu verweigern! Mit dieser Verweigerungshaltung hofft Rösler wohl, seine geheime Privatisierungsagenda, über die derzeit laufenden Verhandlungen mit der EU zu bringen. Derweil wirft er Nebelkerzen: Ein Zwang zur Privatisierung sei nicht beabsichtigt, lässt er den Anrufern unserer Telefonaktion mitteilen.

In denselben Stellungnahmen lobt er dann aber das europaweite Ausschreibungsverfahren von Wasserdienstleistungen als „transparent“, obwohl die Bürgerinnen und Bürger dabei weder die unterschiedlichen Gebote noch die Vertragsentwürfe zu Gesicht bekommen. Diese wie auch das konkrete Geschäftsgebaren der erfolgreichen Bieter: Alles Geschäftsgeheimnis! Transparent ist die Ausschreibung nur für die großen Konzerne, die sich mit Absprachen den „Markt“ aufteilen und den Kommunen die Bedingungen für die Abzocke der Bürgerinnen und Bürger diktieren können.

So leicht lassen wir uns nicht abschütteln, Herr Minister! Unsere Aktionen gehen weiter.“

(Crosspost von blog.campact)

NAchfrage: Hat der Rösler wirklich sechs Staatssekretäre  und wozu braucht er die?

Onlinepetition

30. Mai 2013

Rotgrün hat  vor einigen Tagen im Niedersächsischen Landtag einen Entschließungsantrag vorgelegt, der – analog zum Bundestag oder auch der Bremischen Bürgerschaft – das Mittel der öffentlichen Petition vorsieht. [Text hier]

Der Antrag formuliert einleitend Wesentliches:

Seit 1949 gewährt das Grundgesetz in Artikel 17 jedem das Recht, Bitten und Beschwerden einzureichen. Alle Menschen können sich in eigener Sache oder im allgemeinen Interesse an den Petitionsausschuss wenden. Das Petitionsrecht ist mehr als ein Bürgerrecht. Es ist ein Menschenrecht.

Eingaben aus der Bevölkerung schaffen eine lebendige und direkte Verbindung zwischen Volk und Parlament. Da auch Gesetze Mängel aufweisen können oder einen bestimmten Sonderfall nicht berücksichtigen, ist das Petitionsrecht ein äußerst wichtiges Kontrollinstrument.

Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird das geltende Niedersächsische Petitionsrecht reformiert.

Der Antrag sieht vor, dass es, anders als bisher, auch öffentliche Petitionen geben kann. Diese Petitionen können online eingereicht, diskutiert und mitgezeichnet werden. Erreicht eine Petition 5.000 Unterstützer, ist eine öffentliche Anhörung im Landtag vorgesehen. Ein ähnliches Verfahren gibt es seit Jahren im Deutschen Bundestag, seit 2009 auch in der Bremischen Bürgerschaft. Anders als bisher wird zukünftig der Petitionsausschuss für alle Petitionen zuständig sein. Weitere Reformen sind vorgesehen, so z.B. die Einführung eines Kinderpetitionsrechtes und die Zulassung von Ortsterminen mit den Petenten.

Kurzes  Fazit: Ich freu‘ mich über die überfällige Demokratisierung Niedersachsens. Rotgrün liefert.

Knotenpunkt

29. Mai 2013

Spiegel online (SPON) schreibt: „Der Brand auf einem Frachter mit radioaktiver Ladung im Hamburger Hafen hat klargemacht: Atomtransporte sind in Deutschland alltäglich, abgewickelt werden sie zumeist unbemerkt von der Öffentlichkeit. Seit 1990 wurden mehr als 16.000 solcher Transporte genehmigt. Unsere interaktive Karte zeigt sie fast alle – und erklärt die Knotenpunkte des nuklearen Reisebetriebs.“

Fazit: Lingen ist in dieser überholten Technologie des 20. Jahrhunderts Spitze. Oder um noch einmal SPON zu zitieren: „Auf einer Karte visualisiert, ergeben die Routen ein Netzwerk mit deutlichen Knotenpunkten. Allen voran die Stadt Lingen im Emsland, wo Brennelemente für Atomkraftwerke hergestellt werden.“

Bei uns hat die zurzeit kurzarbeitende Advanced Nuclear Fuels (ANF) ihren Sitz, “ Tochterfirma des französischen Areva-Konzerns, des größten Nuklearunternehmens der Welt. Areva versorgt Atomkraftwerke in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern mit Brennelementen.

Angeliefert wird in Lingen sowohl Uranhexafluorid als auch Urandioxid. Das Material stammt häufig aus Brennstofffabriken in Großbritannien, aber auch in Deutschland, den USA und anderen Ländern. Bei ANF in Lingen wird das Uran in Form von Brennstofftabletten, sogenannten Pellets, in dünne Metallrohre gefüllt. Diese Brennstäbe werden zu Brennelementen zusammengebaut. Die Fabrik in Lingen gibt es bereits seit 1979. Vom Atomausstieg ist sie nicht betroffen – sie soll weiter Futter für die strahlenden Kraftwerke liefern.“ (SPON)

Für mehr klickt auf die Karte:

Bildschirmfoto 2013-05-29 um 23.17.12

Grundlage der interaktiven Karte ist die Auswertung der Kleinen Anfrage 17/11926 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Buienradar

29. Mai 2013

Bildschirmfoto 2013-05-28 um 14.29.47Jedenfalls bei der üblichen Wetterlage mit Wind aus Westen, schwöre ich beim Online-Wetter auf het.weer.nl. Die deutschen Konkurrenzprodukte von Donnerwetter.de oder wetter.de oder wetter.com können dieser „Das Wetter“-Seite aus dem Nachbarland nicht das Wasser reichen. Mechthild hingegen bevorzugt für Lingen agrarwetter.de von proplanta und schaffte es mit dessen Hilfe, am Pfingstmontagabend den dienstäglichen Regenschauer auf zwei Minuten genau vorherzusagen („17.15 Uhr“). Es regnete schon um 17.13 Uhr und beendete den traditionellen Außen-Frühschoppen auf der Wilhelmshöhe, eigentlich schon deshalb das gesellschaftliche Topereignis in Lingen-Mitte, weil dort die gesellschaftliche Regionalliga entschlossen feiert, einschließlich des Blogbetreibers. Mechthild jedenfalls hat mich mit ihrer Vorhersage sehr beeindruckt.

Zurück zu meinem Internetwetter-Favoriten het.weer.nl.. Da irritieren mich auf der „Unterseite“ buienradar/nederland dann doch die beiden großen, in die Radarkarte eingezeichneten Wasserflächen südlich der B 402 und östlich der B 70 (s. Kartenausschnitt). Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

 

Entwicklung

28. Mai 2013

Ein aktueller Dialog auf twitter:

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Rock am Dom

28. Mai 2013

RockamDom2013

Ostdeutschkochen

28. Mai 2013

90 „DDR“-Rezepte finden sich auf diesem YouTube Ostdeutschkochen-Channel, der zur Webseite Erichs Erbe gehört, ein Projekt des Medienmenschen Toni Schwabe aus Neubrandenburg: Schwabe sammelt auf seiner Seite Rezepte aus der DDR, deren Zubereitung er dann verfilmt.

Erichs Erbe präsentiert Deftiges, Herzhaftes, Süßes und sogar Getränke. Viele der Rezepte werden von Lesern eingereicht und  Köchin Doris Schwabe bereitet sie dann originalgetreu zu. Serviert wird stilecht auf Mitropa-Geschirr.

Bei all dem wird Toni Schwabe fachlich offenbar bestens unterstützt durch die langjährige „DDR-Köchin“ Doris Schwabe (Mama? Schwester? Tante?). Ich lese:

Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass nicht alle hier vorgestellten Rezepte zwangsläufig einen ostdeutschen Ursprung haben müssen. Viel mehr möchten wir zeigen, wie diese in der DDR zubereitet wurden. Wir wollen ein Stück Esskultur der Deutschen Demokratischen Republik am Leben erhalten. 

Inzwischen gibt es längst schon eine Erichs-Erbe-Facebookseite und jetzt ist auch ein Buch in Vorbereitung.

Die Harzer Käsesuppe ist mein Favotir. Ich kann sie nur empfehlen. Es gibt sie immer bei Schwägerin Doris, die in Laxten aufgewachsen ist, also -von mir aus betrachtet- auch im Osten.


Moinsen Mafia & JP & DJ SinZone
Da sag ich zu diesem neuen Video mit „Hip Hop und Rap aus Lingen-ZWO EMS“: „Ein guter Wochenanfang und Chapeau, Jungs!“

Fußball

26. Mai 2013

Wer nach dem gestrigen, spannenden Abend noch mehr technisch hochwertigen Fußball sehen will, braucht nicht auf Aufzeichnungsgeräte und das Vor- und Zurückspielen des Tores eines nordniederländischen Fußballspielers zurückzugreifen. Denn es geht LIVE und man muss dazu bloß an den Alfsee bei Rieste fahren, wo in den nächsten Stunden die Finalspiele der Deutschen Meisterschaft im Moorfußball stattfinden.
2. offene Deutsche Meisterschaft im Moorfußball. Mehr hier.

ps. Es soll auch das Frauenteam von Päng’s Lingen am Start sein.

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