Schweigekreis

25. April 2013

120px-atomkraft_nein_dankesvgAus Anlass des 27. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl  rufen der Elternverein Restrisiko und der BUND zu einem Schweigekreis vor dem Lingener Rathaus auf. „Vor 27 Jahren beendete die Katastrophe von Tschernobyl ein für allemal das Märchen von der sicheren Atomenergie. Zehntausende Todesopfer und die Verseuchung einer ganzen Region waren der schreckliche Beweis für die hohen Risiken der Atomkraft. Noch heute leiden viele Menschen in Weißrussland, Russland und der Ukraine unter den schlimmen Folgen für Mensch und Umwelt. Der Tschernobyl-Tag ist für uns seitdem ein Tag des Gedenkens und der Mahnung”, so der Vorsitzende des Vereins Restrisiko Gerd Otten.

Otten: “Erst eine weitere große nukleare Katastrophe in Fukushima musste passieren, bevor sich die parlamentarische wie außerparlamentarische Atomlobby in Deutschland von den lautstarken Protesten gegen die Atomkraft zur Umkehr zwingen ließ. Erst da hat auch die schwarz-gelbe Bundesregierung begriffen, auf welchen Irrweg sie sich mit der gefährlich falschen Rücknahme des rot-grünen Atomausstiegs begeben hatte. Doch nach dem Beschluss zum Atomausstieg in Deutschland gefährdet Schwarz-Gelb nun dessen Umsetzung und vermasselt den notwendigen zweiten Schritt, die konsequente Energiewende hin zu den Erneuerbaren. Wir haben das Problem der Endlagerung noch lange nicht gelöst und überlassen es seit Jahrzehnten den nachfolgenden Generationen. Das Risiko besteht weiterhin und belastet uns!”

Der Schweigekreis findet am Freitag,  26. April 2013, um 18.00 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Historischen  Rathaus in Lingen statt. Die Initiatoren  bitten um rege Teilnahme.

Eine Antwort zu “Schweigekreis”

  1. Tiger, T. said

    „Die Initiatoren bitten um rege Teilnahme.“

    So lautet der letzte Satz des Aufrufs zum heutigen Schweigekreis aus Anlass des Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl, der dankenswerterweise in diesem Blog veröffentlicht wurde.
    Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es mit der „regen Teilnahme“ nichts werden wird. Die Zahl der TeilnehmerInnen wird überschaubar sein, wie immer bei den Schweigekreisen seit dem GAU von Fukushima.

    Nach geschätzten 8 bis 10 Veranstaltungen dieser Art kennt man sich: hier ein freundlicher Blick, ein „Hallo“, da ein Händedruck: „Na, wie geht’s?“.

    – Dann schweigen –

    Man singt zum Abschluss das Protestlied der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung „We shall overcome“ und geht danach
    mit einem guten Gefühl nach Hause. Wirklich,ich spreche aus Erfahrung und kann es nur empfehlen!

    Der Haken an der Sache ist nur, dass dies alles mit einer starken und organisatorisch gut aufgestellten Anti-Atom-Bewegung nichts zu tun hat. Klingt hart, ist aber so!

    Und dies in Zeiten, in denen sich die atomare Schlinge um das Emsland noch enger zuzuziehen beginnt:
    – Die Erprobung des Salzstocks in Wahn wird offen diskutiert (siehe Beitrag in diesem Blog)
    – Das AKW Lingen als möglicher Ort für ein Zwischenlager für Castoren mit hochradioaktivem Atommüll steht im Raum

    In einem Artikel auf der Titelseite der LT/NOZ wurden in dieser Woche die Stabdortvorteile für ein atomares Zwischenlager in Lingen aufgelistet. Den größten Standortvorteil hat der Verfasser des Artikels nicht genannt:

    In Lingen gibt es keinen nennenswerten Widerstand gegen bestehende Atomanlagen und gegen die neuesten Gedankenspiele der Atomwirtschaft… Na also, auf geht’s!

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