Big Air Package

19. März 2013

CHRISTO: BIG AIR PACKAGE
Oberhausen  –  Gasometer
noch bis zum 30.12.2013
Di – So 10-18 Uhr
Eintritt: 11 Euro /Erm. 8 Euro
Führungen

„18 Jahre nach der Verhüllung des Reichstages und 14 Jahre nach der Abschlussinstallation „The Wall“ für die Internationale Bauausstellung Emscher Park kehrt Christo mit einem weiteren außergewöhnlichen Kunstprojekt nach Deutschland zurück. 2013 wird der weltweit angesehene Künstler – erstmals ohne seine Frau Jeanne-Claude – den Gasometer Oberhausen mit seinem Big Air Package füllen.

Die Skulptur im Inneren des riesigen Industriedenkmals ist aus 20.350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe und 4.500 Metern Seil gefertigt. Im aufgeblasenen Zustand erreicht die über fünf Tonnen schwere Hülle eine Höhe von 90 Metern, sie hat einen Durchmesser von 50 Metern und ein Volumen von 177.000 Kubikmetern. Big Air Package wird damit die größte jemals geschaffene aufblasbare Hülle sein, die ohne ein Skelett auskommt.

Big Air Package füllt den Gasometer Oberhausen bis fast an die Ränder aus. Es ist dabei nicht nur von außen, sondern auch von innen zu besichtigen. Luftschleusen erlauben es den Besuchern, das sich selbst tragende Paket zu betreten. Beleuchtet durch die Dachfenster des Gasometers, erzeugt das Kunstwerk in seinem Inneren ein diffuses Licht. Es dämpft alle Geräusche und schafft eine Atmosphäre der Ruhe und kontemplativen Stille. Begleitet wird die Skulptur Big Air Package von einer Ausstellung der bedeutendsten Projekte, die Christo und Jeanne-Claude in den vergangenen fünf Jahrzehnten an unterschiedlichsten Orten der Welt realisiert haben. Großformatige Fotografien, Filme und Entwürfe erinnern an faszinierende, stets aber zeitlich begrenzte Kunstereignisse. Die großformatigen Fotografien von Wolfgang Volz lassen die Projekte in ihrer Schönheit und visionären Kraft aufscheinen und machen sichtbar, was die Werke von Christo und Jeanne-Claude verbindet.

Christo und Jeanne-Claude sorgten bereits 1999 im Gasometer Oberhausen mit ihrer Installation „The Wall“ für Aufsehen: Aus 13.000 Ölfässern errichteten sie eine 26 Meter hohe Mauer, die das Industriedenkmal auf seiner gesamten Breite durchzog. Das Kunstwerk war einer der Höhepunkte der Abschlusspräsentation der Internationalen Bauausstellung Emscher Park: streng und geometrisch wie seine Umgebung, aber auch spielerisch, kreativ und bunt.“

Geschichte der Air Packages
Webseite von Christo und Jeanne-Claude

7 Antworten to “Big Air Package”

  1. B. Schulte said

    Auf die Gefahr hin, als unsensibler Kunstbanause gesehen zu werden: Zumindest mit den „Verhüllungen“ Christos kann ich nicht viel anfangen. Sein Anspruch: „Offenbarung durch Verbergen“ offenbart sich mir nicht. Ich erkenne nur eine ökologisch bedenkliche riesige Kunststoffmenge, die mich auch ästhetisch nicht unbedingt anspricht. Und wenn, im Gegensatz zu meinem Empfinden, Christo seine Verhüllungswerke auch noch als ökologisch wertvoll bezeichnet, weil nach kurzer Zeit außer Gedanken nichts mehr vorhanden sei, dann kräuseln sich meine Fußnägel.

  2. Hans Schmidt said

    Dieser Kommentar ist so ‚was von Fremdschämen! Ein internationales Künstlerpaar von Rang Christo und Jeanne-Claude verhüllt den Reichstag und beschert uns einzigartigen Sehgenuss. Fünf Millionen Menschen haben sich 1995 am verhüllten Reichstag ergötzt. Und dann gibt es Leute, die über die „ökologisch bedenkliche Kunststoffmenge“ schwafeln.
    Meine Güte!

    ps http://de.wikipedia.org/wiki/Verh%C3%BCllter_Reichstag

    • Michael Sänger said

      Nee, mein verehrter Hans Schmidt, ihre Argumentation überzeugt mich nicht! B. Schulte hat sehr subjektiv mitgeteilt, dass er mit Christos Verhüllungen nichts anfangen kann. Er muss auch nichts damit anfangen und es ist sein gutes Recht, das zu sagen, ohne dass ihm jemand gleich ans Bein pisst und von „Fremdschwafeln“ faselt. Die Tatsache, dass fünf Millionen Menschen den verhüllten Reichstags gesehen haben, ist nun wirklich kein Beleg dafür, dass diese Verhüllung etwas mit Kunst zu tun hat. Das war einzig ein riesiger Event, mir hat er auch gefallen, aber das sagt nichts aus über „Kunst oder Nichtkunst“, das ist nämlich heutzutage keine Frage mehr. Die gängige Definition von Kunst ist heute: Wenn einer was macht und erklärt, das sei Kunst, auch wenn wenig handwerkliche Qualität darin zu entdecken ist, dann ist das Kunst. Ich will es mal etwas überspitzt formulieren: Wenn ich in der Kunsthalle in Lingen einen Haufen hinscheiße und darin eine schwarz-weiss-rote Papierfahne stecke und es zum Kunstwerk erkläre, dann finden sich mindestens zwei Experten, die darüber tiefsinnige Interpretationen verfassen. Also, verehrter Herr Schulte, lassen Sie sich ihre Meinung über Christos Verhüllungen nicht von Hans Schmidt „fremdschämen“. Im übrigen sollten wir uns in puncto „neuerer Kunst“ den Humor nicht nehmen lassen.

  3. B. Schulte said

    @ Hans Schmidt: So ist es nun mal –
    „Watt denn eenen sien Uhl is denn Annern sien Nachtigall ! „

    • Job said

      Ich kann mit dem Wort „Fremdschämen“ nun gar nichts anfangen.

      • Henk Muhammad Wilders said

        @ Job:
        Das Fremdschämen ist ein für Sie günstiges Verfahren, nimmt Ihnen doch jemand anders die eigentlich von Ihnen zu leistende Reuehandlung (unentgeltlich) ab. Gleichzeitig profitiert der Fremdschämer seinerseits enorm von der zur Schau gestellten Kompetenz seines eigenen höheren Kunstverstandes. Perfekte win-win-Situation.

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