multinational

13. März 2013

„Etliche der größten multinationalen Konzerne haben Dependancen in den Niederlanden und können durch diese Konstruktion weltweit Steuerzahlungen in Milliardenhöhe entgehen. Die schätzungsweise 23.000 Briefkastenfirmen in unserem westlichen Nachbarland sorgen beim niederländischen Staat jedoch für zusätzliche Steuereinnahmen von einer bis anderthalb Milliarden Euro pro Jahr. Im Rahmen des G20-Treffens haben Vertreter Deutschlands und anderer großer Staaten nun verabredet, derartigen – zurzeit noch legalen – Steuertricks den Kampf anzusagen.

Die Finanzminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind sich einig: Beim kommenden Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im September in St. Petersburg soll eine breite Einigung erreicht werden, wie man die systematischen Steuertricks großer weltweiter Unternehmen wie Amazon, Facebook, Starbucks, Pfizer oder IKEA (NiederlandeNet berichtete), die mit Steuerfluchtrouten etwa über die Bahamas, Irland und eben auch die Niederlande operieren, eindämmen kann. In den vergangenen Monaten wurde beispielsweise aufgedeckt, dass ein Unternehmen wie Facebook in seinem Stammland USA 2012 trotz riesiger Gewinne keinen Dollar an Körperschaftssteuer bezahlt hat – der Internetkonzern soll im Gegenteil sogar Geld von den Steuerbehörden zurückbekommen haben. Vergleichbar ist die Situation von etwa Google, welche in Großbritannien keine Steuern bezahlen – unter anderem durch die Geldtransfers über Briefkastenfirmen und Niederlassungen in den Niederlanden.

„Wir wollen, dass Unternehmen ihre Steuern bezahlen, aber ein Land alleine kann das nicht erzwingen“, so…““

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