Thea Djordjadze

20. Februar 2013

Thea_Djordjadze

Thea Djordjadze
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Freitag, 22.02.2013 – 28.04.2013
Eröffnung Freitag, 22. Februar 2013 um 18.00 Uhr
Di – Fr 10 bis 17 Uhr
Sa u. So 11 bis 17 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung an Sonntagen um 15.30 Uhr u.
am Do 7.3. und Do 4.4. um 18.30 Uhr

„Der Kunstverein Lingen freut sich sehr, das Ausstellungsprogramm 2013 mit einer Einzelpräsentation der international bekannten Künstlerin Thea Djordjadze [თეა ჯორჯაძე] zu eröffnen, deren Werk spätestens seit ihrer Teilnahme an der letztjährigen dOCUMENTA (13) einem breiten Publikum bekannt ist. Sie wurde 1971 in Tiflis geboren und absolvierte ihr Studium sowohl an der Kunstakademie in Tiflis als auch an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam und an der Kunstakademie in Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Rosemarie Trockel war. Heute lebt Thea Djordjadze in Berlin. Sie präsentierte ihre Arbeit in Einzelausstellungen in den Institutionen The Common Guild, Glasgow (2011), westlondonprojects, London (2009-2010) und Kunstverein Nürnberg (2008) sowie in Gruppenausstellungen im Carré d’Art, Musée d’Art Contemporain, Nîmes (2011), Sculpture Centre, New York (2011), im Centre Georges Pompidou, Paris (2010) und der Biennale von Venedig (2003).

Die Ausstellung in der Kunsthalle Lingen entsteht in Kooperation mit der Kunsthalle Malmö und dem Museum für Moderne Kunst Luxemburg und stellt insofern die zweite Station auf einer längeren Ausstellungstournee mit aktuellen Werken von Thea Djordjadze dar. Die Präsentation wird von einem Katalog begleitet, der gemeinsam von allen beteiligten Institutionen herausgegeben wird.“

Menschenfreund

20. Februar 2013

KHBÜber den Schauspieler Karlheinz Böhm darf man mit Fug und Recht sagen, dass er ein Menschenfreund ist. Jetzt lese ich, dass der Gründer Stiftung „Menschen für Menschen“  „an Alzheimer erkrankt“ ist und es ihm schlecht geht.

Vor 15 Jahren war Böhm Schirmherr des 5. Welt-Kindertheater-Fest in unserer Stadt. Damals erkrankte er kurzfristig und konnte nicht nach Lingen kommen. Die Veranstaltung bei Klaas-Schaper fand trotzdem statt und ist mir noch in Erinnerung, weil Böhms Stellvertreter eine in Teilen seltsame Rede hielt, die man bestenfalls als launig bezeichnen durfte.

Karlheinz Böhm wurde Anfang der 1980er Jahre in die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ eingeladen. Dort wettete er am 16. Mai 1981, nicht einmal jeder dritte Zuschauer würde eine Mark bzw. sieben Schilling oder einen Franken für notleidende Menschen in der Sahelzone spenden. Er versprach, dass er selbst nach Afrika gehen würde, um zu helfen, wenn er die Wette verliere. Das Spendenziel wurde nicht erreicht und Böhm gewann die Wette; immerhin kamen jedoch rund 1,2 Millionen DM zusammen. Nach der Sendung flog er im Oktober 1981 mit dem Geld erstmals nach Äthiopien und gründete dann am 13. November 1981 seine Hilfsorganisation Menschen für Menschen. Sie kann inzwischen eine eindrucksvolle Bilanz ihrer Arbeit vorweisen.

Eine der Ursachen für die Armut in Äthiopien sah Karlheinz Böhm übrigens in der sozialen Benachteiligung der Frauen. Er sagte, dass wir endlich begreifen müssten, dass Frauen dieselben Rechte haben wie Männer. Viele Jahre verbrachte Karlheinz Böhm mehrere Monate im Jahr in Äthiopien und besuchte die einzelnen Projekte (Foto; © Menschen für Menschen).

In den letzten Tagen ist die verdienstvolle Böhmsche Stiftung leider etwas ins Gerede gekommen. Und jetzt die Nachricht von der schweren Erkrankung ihres inzwischen fast 85jährige Gründers, dem alles Gute zu wünschen ist.

(Quelle)