Wintershall (Schönes Lünne 13)

15. Februar 2013

Logo_Gegen_Gasbohren_kleinPresseerklärung der Bürgerinitiativen Gegen Gasbohren:

Auch Wintershall war auf der Berlinale. Ist gut geschmiert schon halb gebohrt…?

Wie wir heute erfahren haben, waren nicht nur Anti Fracking Aktivisten auf der Berlinale anwesend, um über den Film Promised Land auf  Umweltverschmutzungen durch Fracking aufmerksam zu machen. Auch der Energieriese Wintershall hatte eingeladen. Natürlich nicht uns, aber manch ein Wirtschaftsjournalist soll eine Einladung bekommen haben. Während unsere Mitglieder sich bei starkem Schneetreiben vor der Berlinale draußen aufhalten mussten und  den Spielfilm erst im Juni in den deutschen Kinos schauen können, hatten es die eingeladenen Journalisten wohl besser. Sie durften nicht nur der Berlinale beiwohnen. Ein Hotelzimmer war sogar inclusive.

Auffällig, dass kurz nach der Berlinale  in der Zeit-Online, im Spiegel und vielen  anderen Printmedien viele  positive Nachrichten zum Thema Fracking aufgetaucht sind.  Ein Journalist behauptete sogar durch Fracking die Finanzkrise in Europa beenden zu können.

Ein Zusammenhang zwischen BERLINALE-EINLADUNG und POSITIVEN ARTIKELN ÜBER FRACKING  ist so naheliegend, wie der Zusammenhang zwischen dem Geburtenrückgang zwischen Menschen und Störchen, würde jetzt ein Geologe der RWE behaupten. Wir denken da anders, und das k***t uns an!

Was denkt Ihr?“

—————

Hier eine Mustereinladung:

Liebe_______________

Öl und Gas sind nicht nur Treibstoff für die Weltwirtschaft, sondern auch beliebter Filmstoff in Hollywood. Ob Abenteuerlust und Nostalgie à la Bonanza, Drama, Gier und Leidenschaft wie bei Dallas oder als Plot für die großen gesellschaftlichen Konfliktlinien, die Suche nach Öl und Gas fasziniert Hollywood und uns Zuschauer. Jüngstes Beispiel ist der neue Film von Matt Damon: „Promised Land“ spielt in einem kleinen Ort in Pennsylvania, in dem ein Energieunternehmen mit zweifelhaften Methoden Bohrrechte für Schiefergas aufkaufen will. Dabei stößt es auf den Widerstand der Bevölkerung. Der Film wird im Sommer 2013 in die deutschen Kinos kommen.

Wir möchten Sie herzlich einladen, Promised Land gemeinsam mit uns bereits jetzt anzusehen.  Auf der Internationalen Filmpremiere im Rahmen der 63. Berlinale am 

  • Freitag, 15.02., um 22.45 Uhr, oder
  • Sonntag, 17.02. um 15.45 Uhr.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Interesse haben und freuen uns auf Ihre Zusage bis zum 13. Februar, bitte per eMail an ___________________
Sollten Sie ein Hotelzimmer benötigen, geben Sie uns gerne ein Zeichen. Wir haben ein Zimmerkontingent reserviert.

Frau ______ steht Ihnen gern für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit kollegialen Gruß

Michael Sasse
Leiter Unternehmenskommunikation

and Youtube

——————
Ich veröffentliche diese Pressemitteilung der BI Gegen Gasbohren gern – einen Monat nach der Landtagswahl in Niedersachsen. Da hätte ich aber noch die Frage, weshalb das schöne Dorf Lünne im Emsland gegen Fracking auf die Straße geht, dann aber zu 70% die schwarz-gelbe Koalition wählt, die der Dorfgemeinschaft das Projekt aufs Auge drücken will. Über diese Widersprüchlichkeit zerbreche ich mir seit dem 16. Januar den Kopf. Was denkt Ihr?

3 Antworten zu “Wintershall (Schönes Lünne 13)”

  1. kib said

    Ich denke, Du solltest Dir nicht den Kopf zerbrechen (Dein Schädel, Beton? hält eh div. Fallhöhen aus )!
    Es spricht „aus Sicht“ der 70% der Lünner-Wähler vermutlich mehr dafür, als dagegen ebenso zu wählen. Andersherum hast Du auch eine Vielzahl (vermutlich sogar viel mehr!) von Gründen eben so nicht zu wählen…. Das hat jetzt etwas von der „Sendung mit der Maus“ (die sehe ich halt gern). Diesen Beitrag kann ich Dir leider nicht in siebzehn Sprachen übersetzen- noch viel weniger kann ich Dir das Verhalten von Wählern erklären- weil dies schlichtweg unmöglich ist (nicht nur ein Grund)- damit schließt sich der Kreis.
    @ aktuell zu Deinem „Trörröö“ mussten Deine Kinder Benjamin Blümchen hören oder gab es wenigstens das Original aus der Maus? Findest Du Lünne wirklich schön- au weih!

    • B. Schulte said

      Von wegen Kopfzerbrechen über das Wahlergebnis:
      Ich habe bereits mehrmals so oder ähnlich gehört:
      „Vertell mie nix van Politik! Dor will ick nix van hören. Wat ick wählen mott, dat weet ick sowieso!“
      Daran liegt das.

      • kib said

        Matt Damon geht es übrigens in seinem Film gar nicht zwingend ums „Fracking“. Ich weiß auch gerade nicht, ob die BI gut beraten ist, seriösen Journalisten zu unterstellen, sie seien für ein „Butterbrot“ (->Kinokarte & Hotel) von der WIAG zu kaufen…. da stellt sich vielmehr – mal wieder- die Frage nach einem seriösem Umgang mit diesem (und anderen Themen)
        Freundliches Trööröö!

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