TuS – Lingenfoto6

24. Januar 2013

In Zeiten, in denen mit erhobenem Zeigefinger selbstgerechte und sich selbst für rechtschaffend haltende  Kleinbürger über örtliche Sportvereine moralisieren, welche Ärger mit dem Staatsapparat haben, darf man sich an kleinen Fotoaufnahmen erfreuen. Wie an diesem (vom großartigen © milanpaul) in der alten, weiterhin verrottenden Tankstelle an der Bernd-Rosemeyer-Straße in Lingen. Eine schöne Aufnahme.

Wann übrigens kommt der FC Lingen? Aber das nur als ps.

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Foto: Alte Tankstelle in Lingen(Ems), © milanpaul via flickr

9 Antworten zu “TuS – Lingenfoto6”

  1. Dedling said

    Eifert der Blogbetreiber Peter Handke mit seinem Werk „Publikumsbeschimpfung“ nach, oder hält der Blogbetreiber seine Leser wirklich für „sich selbst für rechtschaffend haltende Kleinbürger“?
    Im Ton total vergriffen, Herr Koop, …. auch wenn das Foto klasse ist….

  2. Hansderkanns said

    Wie würden Sie denn die kommentierenden Leser bezeichnen, die einen Verein in die Insolvenz gehen lassen, weil es eine Steuerforderung gibt? Ist es in unserer zivilisierten und aufgeklärten Gesellschaft nicht so, dass von einer Straftat immer erst gesprochen werden darf, wenn jemand rechtskräftig schuldig gesprochen ist?

    Ich meine deshalb, selbstgerecht und Kleinbürger, die sich selbst für rechtschaffend halten, ist zwar eine knallharte aber zutreffende Analyse.

  3. Dedling said

    Kleinbürger hießen ursprünglich jene Angehörigen des Bürgertums, die dessen unterster Schicht angehörten, wie Handwerker, kleine Kaufleute, Volksschullehrer u.ä.
    und
    In der marxistisch-leninistischen Terminologie wurden „Kleinbürger“ Nicht-Proletarier genannt, die sich ohne festen Klassenstandpunkt der gerade herrschenden Klasse anpassten. Adjektivisch wurde ideologisches Abweichen (auch von Proletariern) als kleinbürgerlich bezeichnet.

    Hansderkanns – finden Sie das eine zutreffende Analyse für die Blogger? Und … wo redet denn Einer von einer Straftat?

    • Job said

      Die Zunft der Rechtsanwälte gehört aber nicht dazu. Das sind die sogenannten Großbürger.

    • Tiger, T. said

      Dass man so etwas noch einmal erleben darf, Herr Dedling!

      In knappen Worten gelingt es Ihnen, den Begriff „Kleinbürger“ sowohl aus der (selbstverständlich) ideologiefreien westlich-liberalen als auch aus der marxistisch-leninistischen Persektive knapp, aber treffend zu beleuchten und historisch-soziologisch angemessen einzuordnen.

      Der Betreiben dieses Blogs verwendet den Begriff „Kleinbürger“ im Zusammenhang mit den Turbulenzen beim SV H.B. (!!!) dagegen eher emotional im Sinne von Kleingeister, Bedenkenträger oder Philister.
      Für einen (ehemaligen) Sozialdemokraten ist diese Wortwahl zwar bedauerlich, aber nicht ungewöhnlich oder untypisch, sie bestätigt eher den Vorwurf von marxistischer Seite, dass die SPD, spätestens seit ihrem Burgfrieden mit Wilhelm II. und ihrer Zustimmung zu den Kriegskrediten im Reichstag, kompromisslerich, konterrevolutionär und eben kleinbügerlich gewesen sei.

      Ich möchte jetzt nicht so weit gehen und unterstellen, dass sich der von der Sozialdemokratie losgesagte Blogbetreiber mit seiner Bezeichnung „Kleinbürger“ in das Lager des Großbürgertums begeben hat. Wenn ja, müsste er ja konsquenterweise versuchen, seine politische Gruppierung in „GBN“ umzubenennen.

  4. Josef Mudde van Duren said

    Was sich meinen Vorschreibern mit diesem Bild alles erschließen soll/kann, verstehe ich gar nicht. Darf ich dennoch etwas dazu sagen? Danke!
    Als visueller Typ meine ich einfältig: Das Foto gefällt mir, und die weitgehend verrottende Tankstelle an der Bernd-Rosemeyer-Straße mag ich auch. Sie erinnert mich an die Zeit, als wir mit der Schaffung der Wirtschaftswunder beschäftigt waren. Jetzt steht sie da im letzten Akt. Das Foto tut so gut in der heutigen Bildersintflut.
    Josef Mudde van Duren

    • kib said

      Herr van Duren, zur Zeiten des Wirtschaftswunders war ich noch ein „Sternchen“. Die „Gasolina“ gehört für mich unbedingt zum Stadtbild- ich kenne sie nur in diesem Zustand und empfinde sie -trotzdem- nicht als „schäbbigen Flecken der Stadt- ganz im Gegenteil!“.
      Ich hoffe übrigens sehr, dass ein PS von RK nicht überlesen wird! Ein sehr vernünftiger Gedanke, allemal da sportlich und wirtschaftlich voraus schauend & clever. Ich würde mir wünschen, dass „Orts- und Stadtteilschranken“* überwunden werden (* auch wenn ich den feinen Unterschied nicht kenne bzw. keine Lust habe mir zu merken, was was ist). Vermutlich bleibt der FC – Lingen/Emsland ein frommer Wunsch, weil „nirgend wer irgendwo“ erkennen will/kann, dass die fetten Jahre vorbei sind. Schade.

  5. Tiger,T said

    Seit Tagen pfiffen es die Spatzen von den Dächern der Vereinsheime und schmucken Tribünen im Lingener Stadtgebiet:

    Der TuS Lingen stehe vor den endgültigen Aus.

    Heute verdichten sich die Gerüchte: siehe „kei-fussball.de“

    Zwei Punkte fallen bei der Lektüre auf:

    – Am möglicherweise kurz bevorstehenden ExiTuS sind andere Schuld: Statt Selbstkritik wird eine Verschwörungstheorie (haben gerade Konjunktur) entwickelt! Das kommt gut an in Fußball-Lingen!

    – Der FC Lingen steht vor der Tür: Was für eine geniale Idee! Weil der TuS am Ende ist, soll jetzt der FC Lingen kommen, d. h. die gesunden Vereine sollen sich auch auflösen für …? Diese Logik muss man erst verstehen! Aber: Der fußballverrückte OB wird’s am „Runden Tisch“ erklären können und dann richten. Was er in die Hand nimmt, gelingt ihm einfach! Der SV Meppen muss sich warm anziehen!

  6. bernhardbarkmann said

    Ich habe meinen Sohn vor kurzem zu einem Auswärtsspiel beim TuS begleitet. Es wäre wirklich sehr schade, wenn an dieser toll gelegenen und schmucken Sportanlage kein breit aufgestellter Verein mehr wirken könnte.
    Hier muss wieder etwas neues wachsen. Das wurde ich den Nachfolgern wirklich wünschen, dass man hier Geduld hat und von unten wieder etwas neues aufbauen kann/darf.
    Ich kenne nicht das Konzept des neuen FC Lingen. Hoffe aber, dass da nicht wieder mit externen Geldern etwas Großes aus der Taufe gehoben werden soll.

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