Was nun?

23. Januar 2013

SV_Holthausen-BieneNur, dass Sie auf dem Laufenden sind: Es braut sich etwas im Norden der Stadt zusammen. Die Fußballszene ist in Aufruhr. Nach einem ersten Bericht im EL-Kurier und prangerte der regionale Infodienst Kreisfußball Emsland Infoportal („KEI“) zunächst „die Gerüchteküche“ an. Am Montag dann dieser KEI-Beitrag:

„Mit großer Verwunderung nimmt die lokale Fußballszene die aktuellen Ereignisse am Biener Busch zur Kenntnis. Der SV Holthausen Biene, Oberligist und damit in der fünfhöchsten deutschen Liga aktiv, bezieht keinerlei offizielle Stellung zu den Gerüchten, Vorwürfen und Geschehnissen rund um die „Steueraffäre“ des Clubs.

Fakt ist: Der SV Holthausen Biene hat eine ernsthafte Steuernachzahlung zu erwarten, über deren Höhe sich der Verein ausschweigt. Der offizielle Steuerbescheid -alle Verantwortlichen geben sich große Mühe dies zu betonen- sei zwar noch nicht eingegangen. Dennoch dürfte die Größenordnung intern bekannt sein.

Die hektische Vorgehensweise hinter den Kulissen und ein Umbau der Mannschaft ist nun seit einigen Tagen zu verfolgen. [weiter…]“

Tatsächlich haben wir vorgestern in der Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft Die BürgerNahen auch schon zum zweiten Mal die Situation beraten und danach folgenden Antrag gestellt:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten, in der bevorstehenden Sitzung des Verwaltungsausschusses folgenden Antrag zu beraten:

Situation beim Sportverein SV Holthausen-Biene

Der für die Stadt und vor allem natürlich den Ortsteil Holthausen-Biene äußerst wichtige Sportverein soll aufgrund einer Steuernachforderung in ernsthaften Schwierigkeiten sein. 
Wir erwarten zur aktuellen Situation eine umfassende Information der Verwaltung und Vorschläge über denkbare Hilfestellungen der Stadt.
Mit freundlichen Grüßen
Die BürgerNahen  –  BN-Fraktion im Rat der Stadt Lingen (Ems)
Robert Koop, Vors.

Gestern Nachmittag nannte die Ems-Vechte-Welle dann erstmals Zahlen:

„Auf den SV Holthausen-Biene kommen offenbar Steuernachzahlungen in Höhe von 200 Tausend bis 220 Tausend Euro zu. Das hat die ems-vechte-welle aus Kreisen des Lingener Stadtrates erfahren. Auf der nächsten Verwaltungsausschusssitzung soll über die Situation beim Fußball-Oberligisten gesprochen werden. Dem Verein liegt der Bescheid angeblich schon seit Ende 2012 vor. Die Clubführung bestreitet dies. Seit Wochen kursieren über den Fünftligisten Gerüchte. Klar ist, dass Biene nachzahlen muss. Zur Höhe und zur Zukunft des SV Holthausen-Biene gibt es seitens des Vereins kein Statement.“

Etwas später schrieb dann die LT/MT/EZ, dass das Spitzenteam des Vereins zurzeit nur 12 Spielerzusagen für die zweite Saisonhälfte hat. Mit 12 oder 14 Spielern kann man sicherlich keine Oberliga spielen:

„Auch wenn die (Steuer-)Sünden der Vergangenheit den SV Holthausen/Biene eingeholt haben, beim Fußball-Oberligisten plant man hinter den Kulissen die Zukunft. „Wir wollen gerne auch in den nächsten Jahren hochklassigen Fußball spielen“, betont Bienes Fußball-Obmann Ansgar Krull.

Ein erster wichtiger Schritt in eine positive Zukunft sind die Zusagen von zwölf Oberliga-Spielern, die bis zum Saisonende am Biener Busch bleiben wollen. „Ich habe bis jetzt zwölf Zusagen“, berichtet Krull, „bei zwei Spielern ist es noch in der Schwebe.“ [mehr…]“

Freunde, das klingt alles nicht gut für den Verein, auch wenn „Bienchen“ in einem Forum meint: „Wir leben noch und haben, trotz aller Gerüchte, auch vor dieses weiter zu tun!!“  Bei der SV H-B-Krise geht es auch keineswegs nur um die erste Seniorenmannschaft sondern um einen traditionsreichen Breitensportverein, der da gerade schlingert und auf den unsere Stadt nicht verzichten kann.

Was nun? Stay tuned!

 

ps Nachtrag heute in der Online-Ausgabe der LT

45 Antworten to “Was nun?”

  1. Pogge04 said

    Großen Schweigen, Hinhalteparolen. Ich finde es ganz schlimm für die Mitglieder und Fans des Vereins, das nicht die Karten auf den Tisch gelegt werden. Sorry, was sagt der ehemalige Vorsitzende Uwe Dietrich in der EVW: Der Sportverein hat noch keinen Bescheid bekommen und die Summe ist reine Spekulation

    • Da mein Spitzname auch „Pogge“ ist, möchte ich mich aufgrund der Verwechselungsgefahr distanzieren. Falls sich hier jemand ein Scherz erlaubt, finde ich es als Biener Junge und Vereinsmitglied nicht lustig. Auch die Kommentare von „Peter“ und „Manu“ könnten ein schlechter Scherz sein, da dies weitere Namen von Biener Mannschaftskollegen sind. Gerade „Manu“ mit „Brötchenpreise“ in Verbindung zu bringen, kann kaum ein Zufall sein, sondern auch Zeichen von schlechten Humor.

  2. Peter said

    Wo leben wir überhaupt? Steuerhinterziehern wir noch geholfen? Es gibt genügend Lingener Bürger die auch finanzielle Probleme haben (ohne eine Straftat zu begehen)….wird denen geholfen?

  3. Manuelaschl said

    ohoh…ich befürchte das brötchen demnächst wieder teurer werden! aber das liegt ganz bestimmt nur an den steigenden energiekosten 😉

    • B. Schulte said

      Eigentlich doch ganz einfach. Steuern resultieren aus Gewinnen. Und wer viele Steuern nachzuzahlen hat, ist nicht zu bedauern sondern zu beglückwünschen. Er muss dann ja wohl auch viel Gewinn erzielt haben. Wo ist dieser Gewinn geblieben und warum soll aus dem Stadtsäckel da ausgeholfen werden?

      • Hendrik said

        Hier geht es meinem Empfinden nach nicht um Preisgelder, Einnahmen oder Körperschaftssteuer: Die LT spricht von einem Anfangsverdacht des Vorenthaltens von Sozialabgaben. Für mich zurückzuführen auf das Zahlen von Spielergehältern. Bisher anscheinend „schwarz“. Wie es wohl jeder Hobbyklub macht, aber natürlich niemand zugibt.

        So wird es nicht weitergehen können. Nun leider mag auch niemand der „Legionäre“ einen Großteil seiner Freizeit unbezahlt auf dem Fußballplatz stehen. Aber zumindest einige wollen „wenigstens diese Saison vernünftig zu Ende spielen“. Immerhin.

        • Wieso zerbrechen sich hier eigentlich so viele stellvertretend den Kopf über das Problem eines Fußballvereins? Und das noch bevor der Verein selber etwas zu den Gerüchten sagt.
          Bei einer unverschuldeten Schieflage würde der Verein sicherlich auf überbrückende Hilfen rechnen.
          Wenn die Andeutung von Hendrik stimmt, ist klar, dass es das nicht geben wird. Ich kann mir jedenfalls nicht ausmalen, unter welchen Verrenkungen die Stadt oder welche öffentliche Vereinigung auch immer für die Strafen bei Betrug an der Solidargemeinschaft aufkommen soll… too big to fail?

          • Markus said

            Die Steuernachzahlung wird natürlich mit den Kosten des Spielbetriebs der 1. Mannschaft in Verbindung zu bringen sein. Es geht schließlich um das Vorenthalten von Arbeitsentgelten! Ich glaube kaum, dass im Biener Breitensport (z. B. Tischtennis) derartige Gehälter gezahlt werden.

            Die Bürgernahmen denken also sofort an Hilfen der Stadt. Der Steuerzahler darf also für die Fehler des Mäzen Herrn W. aufkommen. Ist das ernst gemeint?

      • @B.Schulte
        Steuern resultieren nicht aus Gewinnen. Schon mal von Lohnsteuern gehört und der Frage, ob Amateurfußballspieler überhaupt Arbeitnehmer sind? Und von Sozialabgaben? Und davon, ob ein Trainer eigentlich (sozialversicherungspflichtiger) Angestellter ist, für den Sozialversicherungsabgaben zu zahlen sind, oder vielleicht ein freier Mitarbeiter, der seine Einkünfte selbst versteuern muss und für den keine Sozialversicherungsabgaben anfallen ? Und woran man das festmacht?

        Ach, wenn doch alles so einfach wäre, wie Sie meinen!

        • B. Schulte said

          Juristen finden doch immer gleich das „Haar in der Suppe“. Aber Sie haben Recht: Viele Steuern resultieren nicht aus Gewinnen. Ich hatte Ihren Blog – Artikel im Sinne der Gewinn- und Verlustrechnung eines Wirtschaftsunternehmens verstanden, zumal von ausstehenden Lohnsteuerzahlungen nicht die Rede war und Sozialabgaben keine Steuern sind.
          Wenn aber dort die Probleme liegen, kann man dem Verein doch nur raten, sich ganz schnell einen fähigen und „kreativen“ Buchhalter zuzulegen.
          Im Übrigen: So lange keine konkreten und gesicherten Zahlen auf dem Tisch liegen, dreht sich die ganze Diskussion doch um „einen Haufen ungelegter Eier.“

  4. Job said

    @bn_stueting
    Die Bürgernahen denken also sofort an Hilfen der Stadt. Der Steuerzahler darf also für die Fehler des Mäzen Herrn W. aufkommen. Ist das ernst gemeint?

    Darum geht es, Frau Stüting.
    Die BN ist voreilig. Sie zerbrechen sich voreilig den Kopf obwohl sich der SV-Biene noch gar nicht zum Thema Steuerschulden geäußert hat. Die BN thematisiert ohne Not im Verwaltungsausschuss ein wahrscheinliches Problems eines Fußballvereins.

    • ulrike said

      Leute, da kann ich job und bn. stueting nur zustimmen.
      Es kann nicht ernst gemeint sein, daß die Stadt die Steuerlöcher eines Fußballvereins stopft.
      Das ist schlicht hirnrissig.

      Und da bleibt noch das andere Problem der illegalen Fußballfelder inklusive illegaler Bauten.
      Im Außenbereich am Naturschutzgebiet !

      Einfach Klasse.

      • Job said

        Die Bürgernahen denken also sofort an Hilfen der Stadt. Der Steuerzahler darf also für die Fehler des Mäzen Herrn W. aufkommen. Ist das ernst gemeint?
        Frau Stüting hat dieses nicht geschrieben. Ihre Vereinigung steht für eine Bürgerbeteiligung um SV-Biene zu retten.

        @ulrike, damit ist Markus gemeint. Siehe oben

      • Dass die Fußballfelder illegal seien, sagtest Du schön öfter hier. Ich habe nachgefragt und eine andere Antwort erhalten. Dann sollte man den SV Holthausen-Biene nicht auf einen Fußballverein reduzieren. Es gibt neben Fußball auch Tennis, Judo, Gesundheitssport und Tischtennis. Der Verein hat in allen Sparten viele Jugendmannschaften und ist mit rund 1200 Mitglieder einer der großen Lingener Sportvereine.

        Das Problem ist, dass die Zahlen auf den Tisch kommen, wie 1. Stadtrat Büring heute gesagt hat. Hier ist der Verein dringend gefordert. Dabei ist auch klar, dass angesichts der Komplexität des Steuer- und Sozialabgabenrechts im Amateursport nicht jede Nachforderung der Finanz- oder Steuerverwaltung berechtigt ist.

        Allerdings ist unser Abgabensystem so gestrickt, dass erst einmal bezahlt werden muss. Die Abgabenbescheide sind sofort vollziehbar. Wenn der Verein zweifelhafte Bescheide nicht zahlt bzw. zahlen kann, ist die Insolvenz unabweisbar.

    • Markus said

      Bei der großzügigen Spende der Stadt Lingen an den TUS von 80.000 Euro (rein wirtschaftliche Gründe) waren die Bürgernahen (zumindest auf der eigenen Web-Präsenz) dagegen:

      http://bnlingen.wordpress.com/category/sportforderung/

      Nun wird sich schon weit im Vorfeld Gedanken gemacht, wie man diesen Fussballverein denn nun retten kann, obwohl dieser noch nicht einmal Stellung bezogen hat…

      Ich kann diess Vorgehen der BN absolut nicht verstehen.

      • Tiger, T. said

        @Markus:
        Erstmal die parteipolitische Brille absetzen, sie verengt den Blickwinkel:
        Die BN haben 2009 nicht A gesagt (1 Sitz im Stadtrat), und wenn sie jetzt im Stadtrat (4 Sitze) B sagen sollten, ist das ziemlich egal!
        Entschieden wurde und wird in einer anderen Fraktion! Und die steckt bald in einem möglichen Dilemma!

  5. Durchblick said

    Der eine oder andere der BN fühlt sich dem SV Holthausen-Biene nunmal sehr „verbunden“.
    Bürgernähe präsentiert man aber nicht indem man Steuergelder an Steuersünder verballert.
    Warten wir doch erstmal auf eine Stellungnahme des SV und wenn es dann brennt, dürfen die BN´ler gerne ein Spendenkonto eröffnen. Dann kann der Bürger selbst entscheiden wie wichtig ihm der SV Holthausen-Biene ist und die BN darf mit gutem Beispiel vorangehen.
    In einer etwas grösseren Nachbarstadt von Lingen nennt man sowas dann „Fan-Offensive“.

    • Man sollte den SV Holthausen-Biene nicht auf einen Fußballverein reduzieren. Es gibt neben Fußball auch Tennis, Judo, Gesundheitssport und Tischtennis. Der Verein hat in allen Sparten viele Jugendmannschaften und ist mit rund 1200 Mitglieder einer der großen Lingener Sportvereine.

      Das Problem ist, dass die Zahlen auf den Tisch kommen, wie 1. Stadtrat Büring heute gesagt hat. Hier ist der Verein dringend gefordert. Dabei ist auch klar, dass angesichts der Komplexität des Steuer- und Sozialabgabenrechts im Amateursport nicht jede Nachforderung der Finanz- oder Steuerverwaltung berechtigt ist.

      Allerdings ist unser Abgabensystem so gestrickt, dass erst einmal bezahlt werden muss. Die Abgabenbescheide sind sofort vollziehbar. Wenn der Verein zweifelhafte Bescheide nicht zahlt bzw. zahlen kann, ist die Insolvenz unabweisbar.

      Nicht so schön, dass Sie diese Insolvenz offenbar wollen.

      ps Meines Wissens ist kein Bürgernaher dem Verein „verbunden“ – weder als Mitglied noch sonst wie. Allerdings liegt uns der Verein am Herzen, weil er für den Stadtteil (und damit für die Stadt) wichtig ist.

  6. BN_Riße said

    „Ball flach halten,“ möchte ich zu dieser Diskussion sagen. Eine Handlungsempfehlung, ein besonderer Antrag oder irgendwelche Forderungen wurden seitens der BürgerNahen zu diesem Thema noch gar nicht ausgesprochen.

    Bislang haben die BürgerNahen in der letzten Fraktionssitzung lediglich beschlossen, die Verwaltung um Informationen zu bitten – und Vorschläge für eine möglicherweise nötige Hilfestellung zu machen.

    Das hat unser Fraktionsvorsitzende getan, hier veröffentlicht und kommentiert. Wenn ein erfolgreicher Lingener Sportverein mit starker Jugendarbeit – aus welchen Gründen auch immer – finanziell ins Straucheln gerät, ist dieses Engagement aus meiner Sicht auf jeden Fall richtig! Ganz besonders dann, wenn den Spielern, den ehrenamtlich Tätigen und der Nachwuchsarbeit erheblicher Schaden droht.

    Hier geht es um einen Sportverein, nicht um einen Steuersparverein! Wenn die im Hintergrund agierenden Aktiven mit ihrem gesamten Privatvermögen (!) haften, müssen Fragen dieser Art erlaubt sein.

    Von finanziellen Hilfen, von der Übernahme etwaiger Zahlungen, von Hinterziehungen, einer Belastung der Allgemeinheit, von Fehlern, Vorwürfen, Mäzenen, Sponsoren, Löcherstopfen, war seitens der BN keine Rede. Seitens der Finanzverwaltung bisher übrigens auch nicht. Um so unverständlicher finde ich, dass hier direkt kriminalisiert wird – von Leuten mit thematischer Ahnungslosigkeit.

    Nicht der Blogbetreiber oder die BN agieren hier vorschnell. Einige Kommentatoren aber wohl.

    • von Leuten mit thematischer Ahnungslosigkeit.

      Endlich haste mal wieder recht, Marc! 😉

      • ulrike said

        Aber ich bitte Sie.

        Wenn bei drohender horrender Summe an Nachzahlungen usw. von der Seite der BN die Stadt um Hilfestellung für die Fußballsparte des Vereins gebeten wird , muß doch ein unbedarfter Leser mit thematischer Ahnungslosigkeit irgendwie eine Reduzierung der ZAHLUNG ; wenn nicht sogar Begleichung derselben vor seinem inneren Auge haben.

      • Durchblick said

        Da der SV noch keine Zahlen genannt hat und wohl auch noch nicht geklärt ist wie es zu diesen „Steuerschulden“ kommen konnte/kann, gehe ich davon aus das Sie ALLE Kommentatoren hier meinen.

        Herr Büring hat es doch auf den Punkt gebracht:

        Die Stadt Lingen schließt eine Unterstützung für die Fußballer des SV Holthausen-Biene nicht aus, sieht aber von sich aus keine Veranlassung, auf den wegen möglicher Steuernachzahlungen in die Diskussion geratenen Verein zuzugehen. „Wenn der Verein Hilfe braucht, muss er sich an die Stadt wenden“, sagte Erster Stadtrat Ralf Büring…..
        ( Quelle: http://www.noz.de )
        …für die Fußballer…!!!

        Hern Risse möchte ich aber gerne noch fragen wie das Verhindern , der von Herrn Koop angesprochenen möglichen Insovenz, aussehen soll wenn von Seiten der BN von finanziellen Hilfen nicht die Rede ist?

        Ernüchternd finde ich auch, dass der SV zwar sowohl auf seiner Hompage als auch auf der eigenen Facebook-Seite auf die Aussage von Herrn Büring hinweist aber selber keinerlei Stellung nimmt.

        • gänzlich unbeteildigt said

          Einfach mal abwarten, was der Verein zu dieser Angelegenheit öffentlich (!) äußert, oder? Zum jetzigen Zeitpunkt gilt es daher die Äußerung von H. Büring doppelt zu unterstreichen: Der Verein muss auf die Stadt zugehen…
          Nach meinem Verständnis bitte baldmöglichst (besser gestern), alles andere ist schädigend für den Verein bzw. geht zu Lasten der 1.200 Mitglieder der Ortsteile* Holthausen und Biene. Es ist daher verständlich, dass Stadtrats-Mitglieder (egal welcher Fraktion- Bürgernahe aber allemal) sich frühzeitig über die Zukunft des Vereins Gedanken machen (vielleicht befürchten sie schlichtweg, das in dem Führungsgremium etwas übersehen werden könnte- aufgrund von Schockstarre?).
          Ob der Fußballplatz nun legal / illegal errichtet wurde ist mir in dieser Angelegenheit echt wurscht: Ich war früher dort oft zu Gast und habe dort als „Städt`ger“ (den Begriff kenne ich übrigens aus Biene!) gelernt, wie harmonisch dort dörfliches Miteinander von Jung & Alt gelebt wurde. Die Nähe zum Biener Busch fand ich in diesem Zusammenhang äußerst angenehm: Da hat frau/man sich während/vor/nach den Spielen gern den Nachwuchs geschnappt und ist durch den Wald spaziert. @ Ulrike: Wir haben dort keinen Mac-Doof Müll hinterlassen- allerdings Steinchen über die Ems gefletscht. Alles in allem eine schöne Zeit, und ich fände es nicht (nur) aus nostalgischen Gründen äußerst schade, wenn diese zu Ende ging.
          Richtig Spaß habe ich mit den angeblich übermäßigen Präferenzen, die Robert Koop zu Fußballvereinen hegt; in diesem Zusammenhang ist ihm hier u.a. eine auffällige Nähe zum TUS Lingen unterstellt worden, gegen Laxten hat er auch nichts, Schepsdorf wurde hier auch schon positiv erwähnt und den ASV unterschlag ich hier einfach mal - gäbe ein neues Thema. Koop ist dann doch schlichter als man denkt: Er mag einfach Sport (insbesondere Fußball)- und das ist jetzt echt nichts, was man ihm ankreiden kann…

          *Kann mir bitte mal jemand den Unterschied zwischen Stadt- und Ortsteilen erklären

      • Job said

        @BN_Riße
        Ein großes Lob vom großen Zampano der BN.
        Das hat auch was.

  7. lingentheo said

    „Sehr hohe Forderungen stehen im Raum“, erklärte der stellvertrende Kapitän Dennis Brode auf EL-Anfrage zu dem seit 2011 laufenden Ermittlungsverfahren u. a. wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelten zur Sozialversicherung…..

    sprach´s und zog von dannen. Seltsam, dass sich ein (Ex)Spieler zu den offensichtlichen „Versäumnissen“ seines (Ex)Vereins so äußern kann/darf. Watt weiß der wohl noch allet?
    Hatta etwa der sportliche Leiter kein mumm inne Knochen? Knete und Stuten hatter doch genug, wo is dat problem?

  8. gänzlich unbeteildigt said

    @Lingentheo: Exakt dieses „Wurst-Theken- Geplaudere“ meine ich und das ärgert mich zu diesem Zeitpunkt. Nehmen Sie es mir nicht übel, was D. Brode sagt ist nicht offizielle (!) Meinung des Vereins. ABER: Das betrifft einen unseren nördlichsten Verein der Stadt- immerhin 1.200 Mitglieder stark!
    Vermutlich ist dies kein Thema für einen politisch motivierten Blog und nach derzeitiger Sachlage- schon gar nicht. Alle Fraktionen, die sich mit diesem Thema zusammensetzen, werden sich sicherlich vor der nächsten Sitzung bestmöglich mit Informationen versorgen und dann kann hier / im Rat oder anderweitig die „Frage des Geschmacks“ besprochen werden.
    Vielleicht (für einige hier ja nahezu Tatsache-schlimm genug!) sind im geschäftsführenden Vorstand des Vereins Fehler begangen worden- ist Vorsatz/ kriminelle Energie erkennbar? Ich bitte zunächst um Vorsicht, denn das zerschießt die Kultur des Ehrenamtes und davon ist unsere Gesellschaft abhängiger denn je!
    Ich bin jetzt mal weg (so lang war mein Mittagsschläfchen nun auch nicht)

    • lingentheo said

      nur noch Drückeberger

      @gänzlich unbeteiligt,
      beim SV Holthausen-Biene gibt´s weder Offizielle noch Verantwortliche, schau mal:

      http://www.sv-holthausen-biene.com/index.php/verein/vorstand

      nicht verwunderlich, dass zuerst die ligatauglichen Fussballer den Verein reihenweise verlassen. Da wirds auch mit Landesliga nix mehr!

      • gänzlich unbeteildigt said

        VIELLEICHT…….SIND im geschäftsführenden Vorstand des Vereins Fehler begangen WORDEN-

        • Hendrik said

          Wenn dem denn so wäre, sind dennoch Vorstand und Agierende jährlich durch Kassenprüfer und Entlastungen auf einer Mitgliederversammlung entlastet worden.
          Die Verantwortlichkeiten für das System nur den Vorständen zu zu schieben, geht mir nicht weit genug. Versäumnisse gab‘ und gibt es sicher auch außerhalb des Vereins SV Holthausen-Biene!

  9. Daniel said

    Wer jahrelang solche Gehälter für Spieler der 1. Fußballmannschaft ausgeben kann, der kann auch nun die Schulden begleichen die er selbst angerichtet hat! Dafür ist nun wahrlich nicht die Stadt Lingen zuständig! Und an dem nötigen Kleingeld wird es beim Hauptgeldgeber des SV wohl nicht scheitern oder?

  10. […] in denen mit erhobenem Zeigefinger selbstgerechte und sich selbst für rechtschaffend haltende  Kleinbürger über örtliche Sportvereine moralisieren, welche Ärger mit dem Staatsapparat haben, darf man sich an kleinen Fotoaufnahmen erfreuen. Wie an […]

  11. Daddeldu said

    @Robert: Da wird schon in der Antwort an B.Schulte die rechtlich möglichen Beurteilungen genannt.
    Falls ich heute den Artikel der LT richtig gelesen habe, steht der Verein seit Juni 2012 ohne geschäftsführenden Vorstand da! Mit wem soll denn die Stadt pp. sprechen? Dieser Vorstand müsste für den Verein handeln, und eigentlich kann das nur dieser mit Wirkung für die Öffentlichkeit!

    Und ….Zitat:
    Wenn sich kein Vorstand findet, ist der Verein handlungsunfähig, was dem Registergericht anzuzeigen ist, damit ein Notvorstand bestellt werden kann. Findet auch dieser keinen Vorstand aus den Reihen der Vereinsmitglieder, ist der Verein aufzulösen.
    Zitat Ende.

    Auf der Homepage des Vereins sind alle Hinweise auf den geschäftsführenden Vorstand getilgt; m.W. sogar das Impressum bereinigt (by the way…darf man das eigentlich, ein Impressum ohne Ansprechpartner).

    Zur Klarstellung: Ich wünsche dem Verein natürlich alles Gute, denn es ist ein Mehrspartenverein, der möglicherweise in seiner Gesamtheit unter den Handlungen der Fussballabteilung leiden muss. Aber, sollte an den Vorwürfen zu Fehlhandlungen etwas wahres dran sein, dann müssen die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden und stehen. Kein Abwälzen auf die Allgemeinheit! (und … das will auch die BN sicher nicht)

  12. Christoph said

    Hauptsache man lügt dem Lingener Bürger mal wieder die Taschen voll. Am Ende werden wir es doch bezahlen. Egal ob die Gebbäcke eines Herr W. teurer werden oder nicht die Qualität Brötchen in der Biener Filliale war schon immer scheiße der. Warum können einige Leute nicht auf dem Teppich bleiben und einfach erlich sein. Gut das ich aus diesem Kaff bald weg bin….

    • Robert Koop said

      Dass diejenigen lügen, denen der Sportverein SV Holthausen-Biene nicht gleichgültig ist, ist jedenfalls eine inakzeptable Aussage. Ich wünsche mir auch von Ihnen etwas mehr Ernsthaftigkeit. Ehrlich.

  13. Daniel said

    Herr Koop, sie wollen doch nicht allen ernstes sagen, dass man den SV Holthausen Biene finanziell unter die Arme greifen sollte? Wie kommen denn die Schulden des Vereins zustande?….grenzt das vielleicht an einer Straftat was am Biener Busch passiert ist?

    • Einmal mehr und zum dritten und vierten Mal in diesem Thread: Erst müssen „die Zahlen auf den Tisch“ (Büring). Dann wird zu entscheiden sein, was man weshalb tun kann oder will oder muss.

      Mir jedenfalls ist das Schicksal eines so großen Sportvereins in unserer Stadt nicht egal. Ich halte es für falsch, wenn er insolvent würde und ich breche auch nicht den Stab über den Verein und die Verantwortlichen, wie so manche vorschnell und ohne Kenntnisse, aber voller Vorurteile in ihren anonymen Beiträgen.

    • Ralf said

      ….aber dem TuS darf geholfen werden mit 80000€? Wenn die Stadt Lingen einem Verein hilft, dann hat sie die Verpflichtung auch dem Bienern zu helfen. Wenn ich lese, das der Tus sich schon wieder diverse Spieler unter den Nagel reißt, werde ich wütend. Denn Verein gibt es doch nur noch weil sie öffentliche Gelder bekommen haben.

  14. Werber said

    Ich frage mich schon die ganze Zeit, woher der Stadtrat die Informationen der Steuernachzahlung von bis zu 200T Euro hat, wenn selbst der Sportverein noch keinen Bescheid bekommen hat. Wer kann mich aufklären?

  15. […] 220.000 EUR Steuerschuld hatten die EmsVechteWelle, KEI Fussball und Lingener Stadtratsmitglieder [guckst Du hier] schon im Frühjahr diskutiert; die Biener selbst hatten sie stets abgestritten. Einzig […]

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