Satt!

12. Januar 2013

Auch wenn das Emsland  keine Aktivitäten zeigt (guckst Du hier): 2013 „ist ein entscheidendes Jahr: bei der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik und der Bundestagswahl werden die Weichen für die Zukunft unserer Landwirtschaft und unseres Essens gestellt. 2013 bietet daher die einmalige Chance, eine Agrarwende einzuläuten! Deshalb gehen wir erneut während des Internationalen Agrarministergipfels auf die Straße!

Das „Wir haben es satt!“-Bündnis ist stark gewachsen. Damit auch der Demonstrationszug noch größer und noch bunter wird, brauchen wir Sie!

Seien Sie dabei, wenn es am Sa, 19. Januar 2013 heißt:

„Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen.

Gute Landwirtschaft. Jetzt!“

11 Uhr: Auftakt Berlin Hbf/Washingtonplatz

12 Uhr: Demonstration zum Kanzleramt

Wer Mitfahrgelegenheiten mit Bus und Bahn sucht: hier geht’s zur Mitfahrbörse.

Am Samstag morgen gibt es ein leckeres faires und regionales Frühstück in der Markthalle IX mit Musik. Hier geht’s zum Frühstück..“

Übrigens: Die Deutsche Bahn bietet wieder ein Grüne-Woche-Ticket an für 99 Euro (2. Klasse) für Hin- und Rückfahrt von jedem Bahnhof in Deutschland nach Berlin und zurück; frühester Hinreisetag: 16.1.13, spätester Rückreisetag: 29.1.13. Vorverkaufsfrist: spätestens 3 Tage vor Abreise.  Buchbar ab sofort telefonisch bei der Deutschen Bahn unter +49 (0)1805 – 31 11 53 mit dem Stichwort: Grüne Woche oder online. Hier geht’s zum Ticket!

Ab Lingen bis Berlin kann es mit einer Bahncard (25/50) und DB-Sparangebot allerdings preiswerter sein (zum Beispiel Lingen ab 7.04, Berlin Hbf an 11.19 Uhr, Berlin Hbf ab 16.49 Uhr Lingen an 20.55 Uhr).

13 Antworten zu “Satt!”

  1. kib said

    Behalt mal die Nerven- spinn nicht rum!

    • kib said

      Einen „Marschall- Plan“ für das EL/ Ndr- hast Du offensichtlich nicht. Schön zu lesen ,was für Niedersachsen nicht geht (war ja nie Deine Baustelle). Also was geht in Niedersachsen?!

      • Na, wissen wir doch: Bislang Abschiebungen von Müttern mit Kindern, Massentierhaltung, Vermaisung, Schulsterben, Studiengebühren…

        • Inspire said

          Dennoch stellen Sie nicht eine hilfreiche Lösung für diese Probleme zur Verfügung. Es reicht nicht, einfach nur zu sagen, dass etwas schlecht läuft – Im Gegenteil! Jeder sollte auch mal Überlegungen anstellen, wie diese Probleme zu beseitigen sind.
          Mich wundert allerdings, dass Sie das Schulsterben in diese Liste aufnehmen. Ich finde durchaus, dass die Landesregierung im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr viel dafür tut, um die Schulen im ländlichen Raum zu erhalten. Es werden hier meistens ideologische Debatten geführt, welche Schulform denn die beste sei.
          Und was die „Massentierhaltung“ angeht, ist da auch definitiv das Problem gegeben, dass sich für eine Änderung der Situation in erster Linie das Konsumverhalten geändert werden muss, aber fast genauso wichtig wäre eine Verringerung des Preisdruckes auf die Landwirte, der wird nämlich immer größer.

          • Zum Schulsterben zwei aktuelle Dinge:

            a) Einmal haben die Grünen in der letzten Woche dies geschrieben:
            Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat Kultusminister Althusmann vorgeworfen, durch jahrelange Untätigkeit das Sterben kleiner Schulen in Kauf zu nehmen.
            „Herr Althusmann hat die Schulleitungen kleiner Schulen sträflich vernachlässigt“, sagte die Schulexpertin der Grünen. Es dauere oft viel zu lange, bis freie Stellen ausgeschrieben würden. So sorge man durch die Hintertür dafür, dass die Kommunen meinten, Schulen nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Auch in der nach jahrelanger Verzögerung endlich vorgelegten Arbeitszeitverordnung für Schulleitungen sei die Arbeitsbelastung der Schulleitungen kleiner Schulen kein bisschen verringert worden.

            „Wer den Wert der Arbeit kleiner Schulen schätzt, muss mehr tun; Schulleitungen gut qualifizieren und pädagogische Konzepte des altersgemischten Lernens fördern, die Leitungen angemessen entlasten und die Arbeit von Schulverbünden stärker unterstützen“, so Korter.

            Anfragen mit Antwort von Ina Korter zum Thema:
            Jede 10. Schulleitungsstelle vakant – Was tut die Landesregierung, um die Besetzung von Schulleitungsstellen in der Fläche sicherzustellen?
            Vakante Schulleitungsstellen – wie sichert die Schulleitung die reibungslose Arbeit und die Qualitätsentwicklung der Schulen?

            b) Und der SPIEGEL gibt heute der schwarz-gelben Landesregierung und ihrem Ministerpräsidenten die Note 5 im Faktencheck Bildungspolitik
            Bemerkenswert ist übrigens, dass der ebenso gründliche wie kritische Beitrag schon nach wenigen Stunden in den Tiefen der SPON-Internetseite verschwunden ist. Ein Narr, wer Böses dabei denkt.

            Zur Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik ist längst alles auf dem Tisch, was getan werden kann, um den Trend zur Intensivierung zu stoppen. Bloß: Es muss getan werden und schwarz-gelb tut nichts, um die eigene, kapitalkräftige Klientel nicht zu gefährden. Die bäuerliche Landwirtschaft, die den Ernährungsfabrikanten wenig entgegenzusetzen hat, ist schwarz-gelb dabei gleichgültig.

          • kib said

            Ätt inspire : Nicht, dass ich ernsthaft mit Lösungsansätzen von RK gerechnet hätte (bzw. diese fairerweise nicht erwarte- Stichwort Baustelle Niedersachsen, halt nichts seine- nie gewesen).
            @ Robert: Beim Problem der Produktion unserer Ernährung bin ich nah bei Dir. Ich war das auch beim „Entsorgungs –Problemchen atomarer Abfälle“ bzw. bin der Überzeugung, dass Fracing nur unter scharfen behördlichen Auflagen erfolgen soll.
            An Dir schlecht zu ertragen ist m.E. die Klaviatur Deiner politischen Willkür: Wenigstens hier bist Du Dir sehr treu, denn dies geschieht angefangen von (D) einer lokalpolitischen Ebenen bis hin in den Bundestag! Dabei hast Du nicht einmal Skrupel eine Grünen-Politikerin wie B. Kemmer, eine Kollegin im Stadtrat (!) zu beleidigen – Reminder: da war was mit einem Gaul hier im Blog.
            Andererseits kommt es Dir flockig über die Tastatur, die Landesgrünen zu zitieren, wenn es Dir gerade gefällig ist…
            Ich finde Dich als lokalpolitischen Ideen-Geber / Berater wunderbar: Du bist erfahren und intelligent.
            Alles andere schenkt Dir, da bist Du „verbrannt“. Nicht mal ich als „Blogblödel“ lass mich von Dir politisch beraten / „braten“!
            Alles Tutti im Hause Koop?
            Besten Gruß
            Kib

  2. Buggy said

    Moin Robert,

    an dieser Stelle möchte ich gerne mal fragen, wer Kleinbauer, bäuerlicher Familienbetrieb oder industrieller „Massentierhalter“ ist?
    MMn handelt es sich um die überwältigende Mehrheit der emsländischen Betriebe um bäuerliche Familienbetriebe. Ein ähnlich große Mehrheit sieht die Pläne der Grünen, aber auch der SPD mit Furcht und Schrecken.

    Geh´ mal in die Berufsschulen und frage dort die jungen bäuerlichen Nachwuchskräfte, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen? Dort ist der Ökowahn und die „Qualität statt Quantität“-Floskel höchst unpopulär!

    Frage mal beim Bundesamt für Risikobewertung nach! Die werden Dir bestätigen können, dass (deutsche) Lebensmittel besser sind denn je!

    Wenn wir wollen, dass Deutschland weiter einen starken Ernährungssektor haben soll, dann sollte man keine Agrarpolitik gegen die Bauern machen. Ansonsten wandert die Produktion ins Ausland ab und wir in Deutschland haben kaum einen Einfluss darauf, was bei uns auf den Tellern landet- außer man ändert auf breiter Front das Kaufverhalten. Aber das Kaufverhalten ist und wird auch vorerst weiter durch die geringe Bereitschaft geprägt sein, mehr für Lebensmittel auszugeben.

    Zur Zeit ist es so, dass die jüngsten Kosten, die wir Landwirte durch höhere Auflagen, mehr Tierschutz, mehr Bürokratie (Güllekataster, Antibiotikadatenbank …) haben, nicht durch höhere Lebensmittelpreise wieder rein kommen. Hier greift die Kostendegression knallhart durch, wodurch gerade die kleineren Betriebe in die Enge getrieben werden und ausscheiden. Bei den Sauenhaltern war dieses in 2012 wirklich dramatisch!

    • ulrike said

      Leute , ich muß mich jetzt mal und an dieser Stelle bei Buggy bedanken, der es uns ermöglicht, über den rot-grünen Tellerrand zu schauen und der auf die Probleme “ vor Ort “ hinweist.
      Noch dazu wo heute Landwirtschaft eine “ one – man – show “ ist .
      Leider wird sich durch keinen Regierungswechsel die Einstellung der Bevölkerung zu Lebensmitteln ändern.
      Durch Gesetze nicht zu erzwingen.
      Ebenfalls wird eine neue Regierung nicht die Macht der Discounter mit ihrem Preisdiktat brechen können.
      Und wer wollte sich mit Erhöhung der Lebensmittelpreise bei der Bevölkerung unbeliebt machen?
      Also bleiben nur Subventionen für die Landwirtschaft , um die tatsächlichen Kosten zu verschleiern.
      Ein Umdenken und eine Änderung der Einstellung zu Lebensmitteln wird Jahrzehnte dauern .
      So wie z.B: beim Rauchen.

      • Klaus said

        Beim Rauchen haben Verbote und die Verteuerung ordentlich geholfen.
        Bei uns gab es früher auch nur den Sonntagsbraten.
        Also Konsumänderung ist stark gefordert.
        Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied verweist auf Preissteigerung bei Fleischprodukten aus artgerechter Tierhaltung.
        Es schadet niemandem nur einmal die Woche (oder auch nie) Fleisch zu essen.

  3. inspire said

    Ich muss leider wohl so antworten, da das ansonsten wohl sehr unleserlich werde.

    Zunächst einmal: Sie beginnen mit der puren Unterstellung durch die Schulexpertin der Oppositionspartei; ein Versuch der Provokation nehme ich an. Das haben Sie mit einigen Anfragen unterlegt.
    Ich habe erst vor kurzem mein Abitur gemacht und ganz subjektiv keinen Lehrermangel ausmachen können, aber außerdem ist es ja nicht so, dass die Landesregierung dieses Jahr nicht schon 1000 neue Stellen ausgeschrieben hat. Der Lehrermangel wird sich weiterhin durch die G8-Reform entschärfen.

    Was die Handlungen der Landesregierungen gegen die Ausbreitung der intensiven Tierhaltung angeht, so denke ich, dass das von den einzelnen Landkreisen wesentlich effizienter geregelt werden..

  4. Zu @inspire
    a) Mir scheint es viel zu kurz gegriffen, wenn man Grundsätzliches in der Schulpolitik mit eigenen Erfahrungen an einer einzigen Schule widerlegen will. Insbesondere der lange SPON-Artikel geht weit darüber hinaus und belegt, wie berechtigt die Kritik an der schwarzgelben Landespolitik ist. Auch der Beitrag der schulpolitischen Sprecherin der Grünen enthält doch eindeutige Fakten und Zahlen, die man nicht dadurch beiseite schafft, dass man sie als pure Unterstellung bezeichnet.

    b) Was die Handlungseffizienz „einzelner Landkreise“ betrifft, überzeugen Sie mich überhaupt nicht. Der ungeregelte Rahmen in Bund und Land stimmt nicht. Das ist das Problem.

    Zu @Buggy
    Industrieller „Massentierhalter“ ist jedenfalls der, der Anlagen will/betreibt, für die er eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz braucht. Aber auch „bäuerliche Familienbetriebe“ müssen sich dem anpassen, was an Ressourcen noch vorhanden ist. Das kann doch niemand in Frage stellen. Für das Emsland und die Region um Lingen heißt das: Das Boot ist (längst) voll! Hier geht nichts mehr.

    Lieber Buggy,
    Ihre Beiträge in diesem Blog lese ich stets sehr aufmerksam und sie haben mich schon häufiger eine andere Sichtweise gelehrt.

    Aber das rücksichtslose Immer-mehr-und-größer führt in die Irre. Auch und gerade ein Landwirt kann erkennen, wie Boden, Wasser, Luft unter der Intensivmast leiden. Die Tiere leiden auch und allemal die Menschen:

    Es ist doch schrecklich, dass inzwischen jeder Bauer und jedes Mitglied seiner Familie als Gesundheitsrisiko für andere betrachtet wird, wenn er/es (mit oder ohne Keim) ins Krankenhaus muss. Die Entwicklung, die dazu geführt hat, muss gestoppt werden. Wer hier die Umkehr durchsetzt, macht Politik für die Bauern und nicht gegen sie.

    • Buggy said

      Dann wäre ich ja auch ein industrieller Tierhalter. Ich fühle mich aber nicht so.

      In unserer Region haben wir bereits eine hohe Dichte an Tierhaltung. Diese Feststellung ist richtig. Aber wir dürfen nicht den jungen HofnachfolgerINNEN ihre Zukunftschancen verbauen, indem ihnen von vorherein die Vergrößerung ihres Betriebes verwehrt wird. Dann dürften sie eigentlich oftmals nicht den Hof weiterführen, weil es wirtschaftlich nicht machbar ist, mit diesen landwirtschaftlichen Betrieben mehrere Familien zu ernähren.

      Der Strukturwandel ist so schon groß genug, da auf vielen Höfen kein Hofnachfolger oder -nachfolgerin vorhanden ist.

      Einzelbetriebliches Wachstum muss weiter möglich sein, Und das ist aktuell im Landkreis bereits sehr schwierig, da durch die extrem hohen Auflagen wie beim Brandschutz und Immisionsschutz die Festkosten für Antrag, Gutachten und bauliche Einrichtungen so groß sind, dass sich beispielsweise der Bau eines kleinen 1000er Schweinemaststalls kaum mehr lohnt. Eigentlich ist die doppelte Größe noch zu klein, um die Kosten in einem überschaubaren Zeitraum wieder zu erwirtschaften.

      Die Folge: Noch größere Anlagen, die die Bevölkerung dann auch zu Recht kritisch sieht. Externe Geldgeber und Investoren müssen helfen, so ein Projekt zu finanzieren. Irgendwie das gegenteil von dem, was man eigentlich wollte….

      Zum Gesundheitsrisiko: es gibt Methicillin-Resistente-Staphlococcen-Keime aus der Landwirtschaft und auch MRSA-Keime aus dem Krankenhaus. Diese sind unterschiedlich. Es ist nicht so, dass die MRSA-Keime vom Stall in die Krankenhäuser gewandert sind. Wenn ein Landwirt dann im Krankenhaus auf MRSA getestet wird und gegebenenfalls in eine Quarantäne gesteckt wird, so ist eine (von vielen) sinnvolle Maßnahme, die Krankenhauskeime in die Schranken zu weisen.

  5. Robert Koop said

    @inspire
    Noch dies als kleiner Nachtrag: Auf der lesenswerten Internetseite von Norbert Knape (Kandidat von Bündnis’90/Die Grünen im Nachbarwahlkreis 81 -Meppen) finde ich zum Thema Bildungspolitik dieses Statement:

    „10 Jahre Verspätung hat McAllister, wenn er jetzt vorschlägt, man könne sich ja mal zusammen an einen Tisch setzen, um über das Turbo-Abi zu reden.
    Hier gibt’s die grüne Stellungnahme.

    Wie in anderen Bereichen hat die CDU auch in der Schulpolitik letztlich keine Ziele. Angst, dass all ihre Vorstellungen wegbrechen könnten, ist ihr Ratgeber. Ein Drittel der gerade jetzt erst eingeführten Oberschulen könnte schon bald gezwungen werden, wieder zum Status als Haupt- und Realschule zurückzukehren. Die CDU nennt das Zukunftsorientierung. Auch die Aschendorfer Oberschule steht vor diesem Problem. Dabei will sie schon seit Jahren Integrierte Gesamtschule werden, wird aber vom Landkreis blockiert. Wenn man schon selbst kein Konzept hat, will man wenigstens das der anderen verhindern.“

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