Schützenhaus

17. Dezember 2012

Bildschirmfoto 2012-12-17 um 15.05.44Am Samstagabend hat die regionale Neonaziszene in einem städtischen Gebäude an der Schwedenschanze gefeiert. 50 Mann hoch. Dieses Gebäude hat die Stadt dem Schützenverein Schwedenschanze und Umgebung eV überlassen. Der hat es untervermietet und nimmt heute Mittag so Stellung:

Aus gegebenem Anlass möchte ich (Benjamin Lutter, 1. Schriftführer des Schützenvereins Schwedenschanze und Umgebung e.V.), stellvertretend für den Vereinsvorstand, folgende Erklärung abgeben. 

Wir, der Vorstand des Schützenvereins Schwedenschanze undUmgebung e.V. sind über die Entwicklungen der Veranstaltung in unserem Schützenhaus an der Schwedenschanze von letztem Samstag (15.12.2012) zu tiefst erschüttert. Selbstverständlich verfolgt der Verein keine politischen Ziele und vertritt als solcher auch keine politische Meinung.

Wir tolerieren und unterstützen selbstverständlich keinerlei rechtsradikale Aktivitäten in unserem Verein. Der Vereinsvorstand war nicht über den Inhalt dieser Veranstaltung informiert, da die Nutzungsvereinbarung über das Schützenhaus mit einer privaten Person abgeschlossen wurde und nicht etwa mit einem anderen Verein oder einer Gruppierung. Da wir nicht damit gerechnet haben, dass unser Schützenhaus, von privaten Personen, für derartige Treffen bzw. Veranstaltungen missbraucht wird, gab es bislang auch keinen Grund die jeweiligen Nutzer des Schützenhauses danach zu fragen welcher Art die „Feierlichkeiten“ sind.

Der Schützenverein Schwedenschanze und Umgebung e.V. beteiligt sich selbstverständlich an der Aufklärung der Angelegenheit und steht den Behörden für alle Fragen aktiv und ohne Vorbehalt bis zur vollständigen Klärung zur Verfügung. Desweiteren prüft der Verein, in wie weit gegen den Veranstalter der Veranstaltung von unserer Seite aus, rechtlich vorgegangen werden kann.

Um es abschließend ganz klar und unmissverständlich zu sagen: Wir, der Schützenverein Schwedenschanze und Umgebung e.V., tolerieren und akzeptieren keinerlei rechtsradikale Aktivitäten. Wir werden in Zukunft genauestens prüfen welchen Zweck die Veranstaltungen haben, die in unserem Vereinshaus stattfinden und versichern, dass wir in Zukunft alles unternehmen werden um solche Vorkommnisse zu unterbinden.

Bis die Angelegenheit vollständig aufgeklärt ist, wird unser Schützenhaus selbstverständlich nicht mehr vermietet. 

Der gesamte Vorstand entschuldigt sich in aller Form bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Lingen und Umgebung.

Für weitere Fragen stehen wir selbstverständlich jederzeit jedem zur Verfügung und beteiligen uns selbstverständlich aktiv an jedem Dialog.
Mit freundlichen Grüßen.
Der Vereinsvorstand

i.A. Benjamin Lutter
1. Schriftführer

Klare Worte. Gut so und Danke dafür. Dann bleibt als nächstes aufzuklären, ob 50 Rechtsextreme lautlos hinter verschlossenen Türen gefeiert haben, wie Polizei erklärt, oder ob faschistische Gesänge und Rufe deutlich draußen zu hören waren, wie kritische Linke behaupten. Da bin ich am Ball.

Eimermenschen

17. Dezember 2012

Bildschirmfoto 2012-12-16 um 23.46.52Tönnies Fleischwerk ist die Kurzbezeichnung für die Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG (vormals: B. & C. Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG) im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück.  Das Unternehmen gehört zu den größten Schlachtbetrieben Deutschlands und ist auch in der Fleischverarbeitung tätig. Chef ist  Clemens Tönnies, der an diesem Wochenende als Aufsichtsratsvorsitzender eines prominenten Fußballclubs in Gelsenkirchen durch den Hinauswurf eines Trainers von sich reden machte. Auch das Tönnies-Unternehmen steht seit längerem in der Kritik. Beteiligt sind die Tönnies Fleischwerk auch an der Weidemark Fleischwaren GmbH & Co KG, die in Sögel einen florierenden Schlachthof betreibt. Und auch dort gibt es jetzt Nachfragen und Unruhe. Denn osteuropäische Arbeiter arbeiten zu Niedriglöhnen im Weidemark-Schlachthof Sögel und sollen auch sonst diskriminiert werden. Der NDR macht uns -wir schreiben das Jahr 2012- mit „Eimermenschen“ bekannt und weiß:

„Im emsländischen Sögel und Umgebung kennt sie jeder: die „Eimermenschen“. Wenn ihre Schicht im Schlachthof Weidemark beginnt, sind sie tagein, tagaus mit weißen Plastikeimern unterwegs Richtung Werkstor. 950 ausländische Mitarbeiter, meist aus Osteuropa, die über Subunternehmen angestellt und vor Ort unter fragwürdigen Bedingungen untergebracht sind. In den blitzblanken, von Weitem erkennbaren Eimern: die Verpflegung für den Arbeitstag, Getränkeflaschen, belegte Brote. Rucksäcke oder Umhängetaschen sind verboten – es müssen Eimer sein, das sehen die Hygiene- und Kontrollvorschriften des Arbeitgebers vor. Die Eimer ließen sich leicht reinigen, zudem vereinfachten sie die Kontrollen beim Verlassen des Betriebes, argumentiert Weidemark. Schließlich habe es bereits Fleisch-Diebstähle gegeben.

Doch die Tage der weißen Eimer sind gezählt: Nachdem Weidemark vorgeworfen worden war, seine ausländischen Arbeiter…“

Weiter auf der Seite des NDR

und der NOZ Bericht von Dirk Fisser

Frage

17. Dezember 2012

Bildschirmfoto 2012-12-16 um 23.29.01

„So machen wir das.“  Im Wahlkreis 80 offenbar nicht. Denn sie ist tatsächlich noch nicht fertig, die Webseite des Wahlkreisinhabers und Wahlkreisfavoriten zur Landtagswahl am 20. Januar. Darf man die Frage stellen, ob es im Jahr 2012 in Niedersachsen noch andere Landtagsabgeordnete ohne Homepage gibt? 😉