Ortsbürgermeister

17. November 2012

Gerade frage ich mich, was Altenlingens Ortsbürgermeister -mag er auch mein Vetter sein- so jubeln lässt, dass die nächsten 2,5 Hektar Wald in Altenlingen abgeholzt werden? Könnte es das zweifelhafte Gefühl sein, das Abholzen ganz im Geheimen und ohne jede demokratische Diskussion eingefädelt zu haben. Lesen Sie diesen Facebook-Dialog [von Ortsbürgermeister Michael Koop mit SPD-Ortsratsmitglied Carsten Primke]:

Ca 16 Bauplätze in Altenlingen!
Die Vorbereitungen laufen !
In enger Absprache des Landwirtes mit der Naturschutzbehörde hat die Umsetzung des bestehenden B Plans begonnen! Nachdem im Ortsrat.Altenlingen mehrfach sogar noch in der letzten Sitzung , über diesen B Plan gesprochen worden ist und die Stadt den Ankauf abgelehnt hat, übernimmt die Volksbank Lingen nun dankenswerter Weise die Vermarktung.
Das Gedächtnis des einen oder anderen Marc an dieser Stelle wohl ein Paar RISSE oder eine BLOG ade haben !
Oder die Kommunikation der BÜRGER untereinander ist nicht NAH genug.
Verständlich wenn man nicht die Wahrheit sagen mit dem Begriff „unterschiedliche Sichtweisen “ rechtfertigt !

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Vier Jahre nach dem überstürzten, törichten Abholzen entlang der Waldstraße wird man den Eindruck nicht los, dass die Verantwortlichen der Altenlingener CDU weitermachen wie bisher und damit belegen, dass Sie nicht verstanden haben, welche Bedeutung der Altenlingener Forst und der Umgang mit ihm hat.

Die Fraktion der BürgerNahen wird übrigens Akteneinsicht nehmen. Wir wollen wissen, wer wann am Rat vorbei welche Strippen und wessen Vorteil gezogen hat.

15 Antworten to “Ortsbürgermeister”

  1. BN_Riße said

    Herrlich!

    Obwohl ich inhaltlich anderer Meinung bin, finde ich die Wortspielchen nicht schlecht! Ich habe jedenfalls geschmunzelt.

    Wenn ihr beiden schon so „dicke“ seid, frage bitte deinen Cousin (aus lautmalerischen und persönlichen Gründen mag ich den Begriff „Vetter“ nicht so gerne) folgendes:

    1. Ist er sich sicher, dass gemäß seines Mandates die Mehrheit der Altenlingener eine weitere Abholzung des Schutzwaldes in Richtung Raffinerie begüßt?

    2. Warum hat er niemals Alternativen dazu in Erwägung gezogen?

    3. In wie fern war das Verkaufsangebot an die Stadt mit Bedingungen zu anderen Grundstücken – zum Beispiel am Ahornweg – verbunden?

    4. Ist es richtig, dass der Ortsbürgermeister sich selber und seiner Familie in diesem Gebiet gleich mehrere Grundstücke gesichert hat?

    5. Stimmt es, dass der Ortsbürgermeister diese Grundstücke zu einem Vorzugspreis erworben hat?

    6. Wer ist aktuell Eigentümer dieses Geländes und

    7. wer hat die Rodungsarbeiten konkret in Auftrag gegeben?

    8. Die Volksbank bietet diese Grundstücke unserer Erkenntnisse nach aktuell nicht an.(siehe Kommentare). Wer dann?

    9. Könnte rein medizinisch ein Zusammenhang zwischen Gedächtnisschwund und Parteizugehörigkeit bestehen?

    10. Wenn die BürgerNahen recherieren, hat das immer Gründe. Könnte es sein, dass er diese – bei allen mehr oder minder gelungenen Wortspielchen – einfach nur unterschätzt?

  2. Birgit Kemmer said

    Da war schon einmal ein Ratsherr in Altenlingen der nachträglich Protokolle korrigieren wollte, kommt mir bekannt ‚vor

  3. Tiffany said

    Diese Art der Rechtsbrüchigkeit und/oder -beugung erschüttern und machen mich zugleich zornig, wenn ich lese, was sich Ortsrat AL und Verwaltung da wieder einmal erlauben! Wenn es richtig ist, dass der OB Krone aus „NICHT öffentlicher Sitzung der Ortsratsberatung“ spricht, dann muss ich ihm zumindest Unkenntnis in Sachen Hauptsatzung und Geschäftsordnung der Stadt Lingen unterstellen. Die Hauptsatzung – § Ortsräte – legt die Aufgaben der Ortsräte fest, die Geschäftsordnung – §§ 24, 25, 26 – legt die Einberufung, Sitzungen und Verfahrungen bei Empfehlungen der Ortsräte fest. § 25 der Geschäftsordnung der Stadt Lingen sagt unter (1) eindeutig aus: „Die Sitzungen der Ortsräte sind öffentlich.“ Anhand dieser eindeutigen Rechtsgrundlage sind Beratungen und Beschlüsse der Ortsräte in NICHT öffentlichen Sitzungen RECHTSWIDRIG!
    Es ist die Pflicht der Ratsmitglieder, diesem Wildwuchs bzw. Gesetzesausuferungen der Ortsräte endlich Einhalt zu gebieten.

    • reinhard-rauscher said

      Ich stimme Ihnen da voll und ganz zu, habe schon mehrfach versucht, die aus meiner Sicht oft unnötige „Geheimniskrämerei“ einzudämmen. Versucht, aber mehr war nicht.

  4. Carsten Primke said

    Zur Ergänzung: Nach der Sitzung wurde der Investor genannt. Über weitere Vorhaben, also genaue Termine, wurde nichts gesagt.

    • BN Joachim Reul said

      Ich kann nur bestätigen, dass Ortsratskollege Rauscher regelmäßig versucht, die hinter verschlossenen Türen „beratenen“ Themen öffentlich zu führen. Regelmäßig ohne Erfolg.

      Es ist müßig zu versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Denn es fehlen dem gemeinen BN-er und allen anderen Nicht-CDU OR-Mitgliedern regelmäßig die Details, die Hintergründe. Und natürlich auch die Chance, die CDU Mehrheit zu überstimmen. Da herrscht Fraktionszwang. Man darf zwar hier und da mal anderer Meinung sein, aber anders abstimmen?

      Die Details und Hintergründe werden nach dem Vortrag der Verwaltung dann vom Ortsbürgermeister gnädig der staunenden Ratsminderheit vorgetragen. Er und seine CDU Fraktion sind natürlich immer schon vor der Sitzung ganz genau informiert.

      Außer einer regelmäßig sehr kurz gefassten Anmerkung zu geäußerten Bedenken findet sich später im Protokoll der Sitzung regelmäßig nur der mit der CDU-eigenen Stimmenmehrheit gefasste Beschluss. Wenn es um Wald geht, hat die CDU Mehrheit halt immer die Kettensäge auf dem Tisch.

      Doch ich persönlich kann mich über unseren Ortsbürgermeister wirklich nicht beklagen. Immerhin gab er mir zum Thema außerhalb der Sitzung noch eine Erklärung, warum der Eigentümer des Grundstückes versucht, das Grundstück an die Stadt zu verkaufen: Er traue sich einfach nicht, selbst die Bäume abzuholzen. Dafür gebe es in Altenlingen bekanntlich zu viel Gegenwind. Aus dem gleichen Grund wollte die Stadt es wohl auch nicht haben.

      Und einen freundschaftlichen Tipp gab er mir auch noch mit auf den Weg: „Da kannst Du jetzt für kleines Geld Baugelände kaufen. In Altenlingen kann man damit ganz bestimmt keinen Fehler machen!“ Bei dem Preis, den er mit nannte, dürfte er damit nicht verkehrt gelegen haben.

      Irgendwie ganz schön bürger-nah, äääh -nett gegenüber einem BN-er, oder?

      Die Frage Nr. 5 im obigen Beitrag von Marc Risse läßt sich wie fogt beantworten:

      Wenn er tatsächlich gekauft hat (was ich nicht weiß) und das zu dem Preis, den er mir genannt hat, müsste man die Frage von BN_ Risse wohl mit „JA!“ beantworten.

  5. Brigitte Brüggmann said

    Bisher war ich immer der Meinung, das man in einem Protokoll
    den Inhalt einer Sitzung wiedergibt. Das man das nach Gutdünken
    hinterher korrigiert, war mir neu. Früher nannte man so etwas
    „Märchenerzähler“

  6. Tiger, T. said

    OB Krone hat hier komplett versagt!

    Warum legt er diese Grundstücksangelegenheit (Verkaufsangebot an die Stadt) nicht dem zuständigen Ausschuss des Stadtrates vor und sorgt so für Transparenz (Wahlversprechen !).
    Allein die Stichwörter „Altenlingener Forst“ und „Abholzung“ hätten ihm doch signaliseren müssen, wie brisant diese Frage ist und zu welchen Diskussionen sie in der Öffentlichkeit führen wird.

    Stattdessen befasst er den Ortsrat Altenlingen mit der Angelegenheit. Wie es dort zugeht, haben einige Kommentatoren (Herr Rauscher, Herr Reul) hier eindrucksvoll geschildert: Kirchturmspolitik nach den Prinzipien des real existierenden Demoktatismus!

    Was hat unser OB von seiner Naivität? Er wird von der Dorf-CDU vorgeführt und lässt sich sogar vor deren Karren spannen. (siehe Bericht in der LT, einen Tag nach der BN-Veröffentlichung)
    Um davon abzulenken, dass er zumindest für das sehr kurzfristige Bekanntwerden der Abholzaktion verantwortlich ist, verteidigt er jetzt die Abläufe im Altenlingener Ortsrat. Dass er die hier im Blog angedeutete, aber noch nicht belegte, mögliche Verquickung von Amt und Privatinteresse weder geahnt noch durchschaut hat, ist diesem politisch völlig untalentierten OB kaum noch vorzuwerfen.

    • Tiger, T. said

      Eigenkorrektur: „… real existierenden Demotaktismus“

    • kib said

      Herr Tiger: Hat OB Krone tatwahrhaftig auf kompletter Linie versagt? Sind wir hier im Wallhall der politisch Korrekten?
      Das sind wir ganz sicher nicht! Robert Koop spielt uns etwas vor und Vertreter der Union ebenso. Das Interview mit Herrn Krone in der LT hat mir gut gefallen (sogar fast all seine Antworten) aber auch er bedient eine Rolle: Sie & ich ebenso- allemal tagtäglich- einige allerdings sind unerträglich!
      Als eines -von vielen Beispielen- Ihr Zitat über den OB: Allein die Stichwörter “Altenlingener Forst” und “Abholzung” hätten ihm doch signaliseren müssen, wie brisant diese Frage ist und zu welchen Diskussionen sie in der Öffentlichkeit führen wird….

      …ist einfach Kappes de luxe, da hysterische Schlagwörter. Sie sehen das ausschließlich durch die BN/BI-Forst-Brille und übersehen die Tatsache, dass nicht belegbare Behauptungen aufgestellt wurden. Es gibt nicht nur den Ortsteil AL (selbst dort ist die Einstellung zur Abholzung differenzierter als Sie annehmen- also, analog dem „Glockenturm- Zufahrts -Skandälchen“).
      Zurück zu Herrn Krone, der sich in diesem Kontext auch dazu äußerte, was Steuerzahlern zugemutet werden darf oder eben nicht…. chic, wie Sie so nach „gusto“ zitieren.

      • Tiger, T. said

        Ist wirklich „ansträngend“ mit Ihnen:

        Natürlich darf dem Steuerzahler nicht alles zugemutet werden. Und es ist auch gut, dass sich der OB darum sorgt.
        Ich meine nur, er sollte dies bei derartig brisanten Anfragen mit den gewählten Vertretern des Stadtrates tun.

        Hätte er es getan, wäre die Öffentlichkeit zumindest früher über die (wohl baurechtlich nicht angreifbare) Abholzung informiert worden.
        Damit hat sich der OB bewusst oder unbewusst an der Vernebelungsaktion der eigentlichen Drahtzieher beteiligt.

        Ich wede das Gefühl nicht los, dass der OB ihnen irgendwie auf den Leim gegangen ist. Rein theoretisch könnte es doch so gewesen sein, dass das Kaufangebot an die Stadt so angelegt war, dass es nur abgelehnt werden konnte, also wegen Steuergeldern und Sparen (siehe Arena). So holte man sich dann ein Deckmäntelchen ab und verkaufte dann gezwungenermaßen an Privat.

        Aber, was soll’s? Ich muss jetzt los, gleich beginnt meine Baumwache im Altenlingener Forst, da komme ich wieder auf andere Gedanken und vergesse hoffentlich diese haltlosen Verschwörungstheorien.

        • kib said

          Soll auch „ansträngend” bleiben, das ist dem komplexen Thema geschuldet.
          Schade, dass wir nicht Telefonnummern ausgetauscht haben: Ich hätte Ihnen gern einen Tee in den Forst gebracht- is ja lausig kalt.
          Passen Sie mir gut auf die tausendjährigen Kiefern auf! Ich schau morgen mal vorbei und wehe Ihnen ist eine ausgebuxt :)!

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