Natürlich (Drüber 2)

24. Oktober 2012

Heute erfahren wir also, dass „die Spielgeräte“ auf den Spielplätzen in Schepsdorf gereinigt sind. Es kann also wieder gespielt werden, wenn sich der Nachwuchs nicht zu sehr um den Boden ringsum kümmert. Aber ohnehin vermeldet die Tagespost die Entwarnungsmeldung des Ersten Stadtrats. Und zwar so:

„Erste Analysen der Rußpartikel hätten ergeben, dass der Ruß auch sogenannte PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) enthalte. „PAK sind natürlicher Bestandteil von Kohle und Erdöl. Durch die unvollständige Verbrennung des Öls in der Brenneranlage sind in den Rußpartikeln deshalb auch PAK gefunden worden“, erklärt Büring.“

Ach so. Natürlich. Wie Krebs. Gehört ja irgendwie zum natürlichen Leben dazu. Ja, dann…

8 Antworten to “Natürlich (Drüber 2)”

  1. Tiger, T. said

    Wenn das stimmt, was bei Wikipedia unter dem Schlagwort „PAK“ zu lesen ist, dann ist die hier zitierte Erklärung der Stadt Lingen alles andere als eine seriöse Information der Bürgerinnen und Bürger:
    Dort heißt es u. a.:
    „Zahlreiche PAK sind nachweislich karzinogen (krebserregend), …“

    PAK seien zwar natürliche Bestandteile fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, usw.), aber erst durch die Verbrennung dieser Stoffe (insbesondere durch unvollständige Verbrennung) gelangten sie in die Umwelt.
    Die Toxizität der PAK sei lange bekannt, so Wikipedia.
    So sei bereits seit 1970 (!?) die Verwendung von Teer mit hohen PAK-Anteilen im Straßenbau bzw.die Verlegung entsprechender Dachpappe verboten, usw. usw.

    Aber es gibt natürlich auch noch ganz andere Fragen:

    Warum findet heute oder spätestens morgen Abend keine öffentliche Bürgerversammlung in Schepsdorf statt, in der informiert wird und in der die Menschen dieser Stadt Fragen stellen können?

    z. B.:
    Warum gibt es wieder vermehrt Störfälle bei Hagedorn, seit die sich die Firma im Insovenzverfahren befindet?

    oder:

    Wo ist eigentlich OB Krone ?

    Er wird vermutlich im Urlaub sein, schließlich sind Herbstferien, und vielleicht ist es gut, wenn er im alten Rhythmus bleibt.

    Wenn er allerdings z. Z. im Dienst ist, dann müsste er doch dieses Thema besetzen. Schließlich ist er einst als Kandidat der SPD und der Grünen zur Wahl angetreten. Als Geograph müssten ihm doch ökologische und städtebauliche ( hier:Wohngebiet:Industriegebiet) Problemstellungen liegen.

    Als jemand, der ihn u. a. auch deshalb gewählt hat, fragt man sich, warum er sich sehr häufig durch den Ersten Stadtrat vertreten lässt. Selbst im Interview in der LT zu den Schließungsplänen bzgl. der „Gebrüder-Grimm-Schule“ trat er im Duett mit Herrn Dr. Büring auf, und das als z. Z. beurlaubter Lehrer. Dieses Thema muss er doch beackern und vertreten!!!

    Oder ist er durch die ihm direkt unterstellten Geschäftsbereiche „Rechnungsprüfungsamt“, „Eigenes Büro“, „Gleichstellungsbeauftragte“ und „Fleischzentrum Emsland“ völlig ausgelastet?

    Dafür habe ich ihn nicht gewählt!

    • ulrike said

      Ich möchte auf die Seite des Umweltbundesamtes verweisen. Da findet Ihr die Rubrik : die häufigsten Fragen zu P A K .

      Ganz informativ und verständlich.

      Also , wer raucht und grillt und Diesel fährt , muß sich nicht über die Spielplätze aufregen.Der schadet sich und
      den Kindern auch ohne dieselben.

      • Tiger, T. said

        Danke für den Tipp, Umweltbundesamt ist natürlich seriöser als Wikipedia!

        Aber noch ’ne Nachfrage:

        Was haben Rauchen, Grillen, Diesel-Fahren mit dem Störfall bei Hagedorn und der Informationspolitik unserer gewählten Vertreter und der öffentlichen Bediensteten zu tun?

        • Tobias said

          PAK sind beispielsweise in Tabakrauch enthalten, so dass aktive und passive Raucher hohen Konzentrationen krebserregender PAK ausgesetzt sind. Ein weiteres Risiko ist der Verzehr von geräucherten bzw. verrußten Nahrungsmitteln, etwa gegrilltem Fleisch oder Fisch. Darüber hinaus sind viele Kunststoffprodukte mit PAK belastet. Dies rührt daher, dass PAK vor allem in speziellen Weichmacherölen, auch Teeröle genannt, vorkommen. Diese Weichmacheröle sind Beiprodukte der Kohle- oder Erdöldestillation. Sie werden verwendet, da sie Kunststoffe weich und biegsam machen. Sie finden sich deshalb oft in Kunststoffen aus Gummi oder Weich-PVC. Auch schwarze Kunststoffe können PAK enthalten, da diese oft mit unbehandeltem Ruß versetzt worden sind. Typische Anwendungsgebiete solcher Kunststoffe sind beispielsweise Handgriffe, Ummantelungen oder Kabel. Aber auch Spielzeuge oder Schuhe sind oft belastet. Bis Anfang 2010 wurden PAK-haltige Weichmacheröle auch in Autoreifen eingesetzt. Dementsprechend können ältere Reifen oder Produkte, die aus Reifen recycelt worden sind, also beispielsweise Sportböden von Bolzplätzen etc., auch PAK enthalten.

          • ulrike said

            Leute , genau auf das alles wollte ich hinweisen.

            Bitte keine künstliche Empörung , sondern mal an das eigene “ zivilisierte “ Verhalten und seine Folgen denken. P K A ist in unserem modernen Lebensstil kaum zu entkommen.

            Zur Informationspolitik habe ich mich nicht geäußert .

  2. S-Man said

    Schande…

  3. Tiger, T. said

    @ Ulrike, @ Tobias:

    Ich habe Ihre Beiträge gelesen. Danke!
    Meine „künstliche Empörung“ ist schon fast verflogen. PAK ist sowieso überall,
    und bei Hagedorn gab es gar keinen Störfall, sondern einen spontanen Ausbruch unseres „modernen Lebensstils“. Und meine Autoreifen, Schuhe und Kabel habe ich eigentlich noch nie angeknabbert.

    Jetzt bin ich wieder beruhigt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.