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22. Oktober 2012

Die besten Teilnehmer des Wettbewerbes um den ersten Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeigen, dass eingeschränkte Mittel nachhaltige Entwicklung nicht zwingend verhindern, sondern dass trotz enger Finanzen durchaus erfolgreiche ökologische und soziale Projekte zu realisieren sind. Unter den Besten aus 119 Bewerbungen finden sich Kommunen jeder Größe und sehr unterschiedlicher finanzieller Ausstattung. Die Vorreiter nachhaltiger Entwicklung setzen vor allem auf starke Einbindung der Bürger, weitgehende Vernetzung der Maßnahmen und innovative Konzepte. Die neue Auszeichnung wird am 6. Dezember 2012 in Düsseldorf vergeben.

Das Projekt ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), kommunalen Spitzenverbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde erstmals 2008 und zunächst ausschließlich an Unternehmen verliehen. Neu ist in diesem Jahr die Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung orientieren.

Dabei werden nach Ansicht von Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Juryvorsitzender, Energiewende und Mobilitätsfragen immer wichtiger: „Bei allen föderalen Unterschieden, die nicht wenig zur Kreativität und zum Aufbruch beitragen, macht die Juryentscheidung zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden auch deutlich: Es ist höchste Zeit, dass die Politik dem Engagement der Bürgermeister und der Bürger zur Nachhaltigkeit mehr Aufmerksamkeit schenkt und ihre konkreten Erfahrungen für den Entwurf besserer Politikkonzepte nutzt.“

Die Jury nominierte Kommunen, die in einem dieser drei Themenfelder bundesweit nachhaltige Standards setzen: Governance & Verwaltung, Klima & Ressourcen sowie Lebensqualität & Stadtstruktur. Insgesamt waren 119 Bewerbungen eingegangen.

Als Deutschlands nachhaltigste Großstädte wurden Augsburg, Freiburg im Breisgau und Leipzig nominiert. Ludwigsburg, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Pirmasens und Tübingen überzeugten die Jury unter den Städten mittlerer Größe. Bei den Kleinstädten und Gemeinden setzten sich Alheim, Barnstorf, Pfaffenhofen a. d. Ilm und Wunsiedel mit ihren Nachhaltigkeitsinitiativen durch.

Zweierlei fällt auf. Fast alle ausgezeichneten Kommunen liegen im Süden der Republik. Und unser Lingen (Ems) hat sich gar nicht erst beworben. Womit auch?

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