Sinn und Wahn

13. Oktober 2012

Wenn die Lingener Stadtverwaltung die lokale Realität verdrängt, kommen bisweilen besondere Ergebnisse heraus. Morgen, Sonntag, ist Tag der offenen Tür auf dem neuen Campus Lingen. An der nach Wilhelm Eins benannten Kaiserstraße, und damit da, wo früher Hunderte Eisenbahner Lokomotiven schweißten, wird künftig gelehrt, studiert, geforscht. Die alten Lokhallen I/II sind umgebaut und sie lohnen –auch ohne WLAN– den Besuch. Es wird also viel Betrieb sein, haben sich unsere Autofahrer im Rathaus gedacht und informieren auf ihrer Internetseite:

Los geht es um 10 Uhr mit einer Feier der Religionen. Im Anschluss, 11 Uhr, wird der Leiter des Standortes, Prof. Dr. Frank Blümel, die Gäste herzlich auf dem neuen Campus-Gelände willkommen heißen. Es folgt der Frühschoppen mit Promizapfen und der BigBand des Institutes für Musik der Hochschule Osnabrück. Der Erlös kommt einem guten Zweck zu Gute. Jeweils um 12.45 und 13.45 Uhr beziehungsweise 10 und 16 Uhr sind dann entweder „Zelluloid Theater“ oder „Sinn und Wahn“ im Wechsel auf der Bühne zu sehen. …
Und der Clou:
Aufgrund des Tages der offenen Tür  ist rund um die Hallen I und II an der Kaiserstraße in Lingen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Besucher sollten möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel und auf die Parkplätze im weiteren Umfeld ausweichen. Die öffentlichen Parkhäuser sind an diesem Tag von 9.00 Uhr – 20.00 Uhr geöffnet.
Sonntag in Lingen und der Ratschlag: Weichen Sie bitte möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel aus! Nun, erst mal ist es schon reichlich Siegmund Freud, auf öffentliche Verkehrsmittel „auszuweichen“ (Emsland!) und sie nicht etwa schlicht zu nutzen. Doch dann stellt sich vor allem die Frage, welche öffentlichen Verkehrsmittel sich sonntags bei uns bewegen. Da fährt doch in unserem Städtchen nüscht!
Also, Ihr Lingener Promizapfen, Freunde der Hochschule und ihres Campus‘: Eigentlich ist der notwendige Tipp ganz simpel: Kommt, liebe Lingener, aber nutzt das Rad.
ps Dass mir jetzt wegen öPNV niemand  die Ausrede Deutsche Bahn nennt. Das gilded nicht (Emsland II !) für Lingener, die die Stadtverwaltung informiert, auch wenn einige Emsbürener in Leschede ihren gerade nach Bahn-Schema F umgebauten, zweitgeteilten Bahnhof erwandern könnten: Östliche Seite Abfahrt, zu Fuß 400m entfernt an der westlichen Seite dann die Rückkehr…
Gespannt bin ich, ob die Theatertruppe „Sinn und Wahn“ in ihren morgigen Auftritt eine szenische Lesung der städtischen Presseerklärung einbindet. Passen würde es.

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