Schmidt in Münster

25. September 2012

Mit einem Aufruf zu mehr deutschem Engagement für Europa hat Helmut Schmidt am Wochenende in Münster den Preis des Westfälischen Friedens in Empfang genommen. ‚Wir müssen nicht nur Fürsprecher der Europäischen Union sein. Sondern wir müssen proaktiv handeln‘, forderte Schmidt am vergangenen Samstag bei der Preisverleihung im Rathaus am Prinzipalmarkt der Stadt. Dort und in Osnabrück beendete 1648, also  vor 364 Jahren  die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens den 30-jährigen Krieg.

Die Deutschen warnte der 93-jährige Sozialdemokrat davor, die EU scheitern zu lassen. Deutschland demonstriere den anderen Staaten, dass es die stärkste Wirtschaftsmacht Europas sei. ‚Und leider Gottes ist ein Teil der öffentlichen Meinung in Deutschland heute von national-egoistischer Sichtweise geprägt‘, sagte der Altkanzler. Eine einzelne Regierung könne in dieser Welt aber nichts mehr bewirken.

Anschließend feierten Tausende Münsteraner Helmut Schmidt.