Der

14. September 2012

Sah fast echt aus. Jedenfalls bis zum drittletzten Wort.

sieben

14. September 2012

Gestern hat der Bundesgerichtshof (BGH) den Beschluss AK 27/12 veröffentlicht, der sich mit der Untersuchungshaft (kurz: U-Haft) der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe befasst. Der Grund für die Entscheidung: Frau Zschäpe ist schon seit dem 8. November 2011 in Haft.

Ist U-Haft angeordnet, müssen sich nämlich die Strafverfolger beeilen. Solange kein Urteil ergangen ist, das auf Freiheitsentziehung lautet, soll hierzulande der Vollzug der Untersuchungshaft sechs Monate nicht überschreiten. Ausnahme: Es läuft bereits die Gerichtsverhandlung. Gegen Beate Zschäpe liegt aber bislang nicht einmal eine Anklage vor, weil der Generalbundesanwalt (GBA, Logo re ) seine Ermittlungen noch nicht abgeschlossen hat.

Schon einmal hat deshalb der BGH die U-Haft verlängern müssen; denn  U-Haft dient grundsätzlich nur der Sicherung des Strafverfahrens, sie soll eine mögliche negative Beeinflussung des Verfahrens durch den Beschuldigten verhindern. Deshalb muss zum dringenden Tatverdacht auch ein besonderer „Haftgrund“ hinzukommen. Der Haftgrund liegt hier vor, aber der  BGH verlängert nun schon um zweiten Mal  um weitere drei Monate die U-Haft, weil die Bundesanwaltschaft noch „nicht in den Quark“ gekommen ist, was angesichts 600 Bände  Ermittlungsakten und 780 Beiakten nicht unverständlich. U-Haft darf aber trotzdem nicht beliebig lange dauern, weil das Menschenrecht der Unschuldsvermutung gilt. Also gibt es jetzt „nur“ drei weitere Monate U-Haft.

Interessant ist der U-Haft-Beschluss aus drei Gründen, schreibt Detlef Burhoff (OLG-Richter aD) in seinem Blog:

„1. Der BGH nennt den Klarnamen der Beschuldigten.

2. An der Anklage gegen Beate Zschäpe arbeiten wegen des Beschleunigungsgebotes sieben (!) Staatsanwälte. Dazu:

“Unmittelbar nach der Anordnung der Haftfortdauer über sechs Monate hinaus durch den Beschluss des Senats vom 18. Mai 2012 hat der Generalbundesanwalt mit der Erstellung der Anklageschrift begonnen, zu diesem Zweck sieben Staatsanwälte von der Tätigkeit in anderen Verfahren entbunden und ausgeführt, die Anklage voraussichtlich noch deutlich vor Ablauf weiterer drei Monate zu erheben. Damit wird den im genannten Beschluss dargelegten, bei der Behandlung von Haftsachen zu beachtenden rechtlichen Maßstäben entgegen der Ansicht der Verteidiger in noch ausreichender Weise Rechnung getragen. Insbesondere ist der für die Fertigung der Anklageschrift insgesamt veranschlagte Zeitraum nicht als unangemessen anzusehen. Dass mit Blick vor allem auf den Bestand von mittlerweile 600 Bänden Ermittlungsakten und 780 Beiakten einer früheren Anklageerhebung tatsächliche Hindernisse entgegen-stehen, liegt bei objektiver Betrachtung nahe.”

Man beachte allerdings das “in noch ausreichender Weise Rechnung getragen“. Es wird also Zeit mit der Anklage. “Noch” länger kann der GBA nicht warten, bzw. der BGH möchte die Sache in der Haftprüfung wohl nicht noch einmal sehen.

Burhoff analysiert dann drittens, dass der BGH wohl auch nicht glücklich damit ist, dass der GBA “die Ermittlungen gegen die Beschuldigte wegen des Verdachts der Beteiligung an den mutmaßlich von Mitgliedern des “Nationalsozialistischen Untergrunds” begangenen konkreten Ausführungstaten ebenfalls fortsetzt. Das kann und muss er natürlich, aber … weiter hier.

(Quelle)

Heinrich Jansen Signs

14. September 2012

„Heinrich Jansen (Meppen) fotografiert Musiker. Nicht hauptberuflich, dafür leidenschaftlich und ungewöhnlich professionell. Jedes Mal, wenn Heinrich Jansen ein Konzert besucht, hält er die intensivsten und stimmungsvollsten Momente fest – mit seiner Kamera, in atmosphärischen Fotos. “Signs“ zeigt signierte Konzertfotos von bekannten international auftretenden Musikern sowie von noch unbekannten Nachwuchstalenten. Musiker in gleißendem Scheinwerferlicht oder freigestellt durch die Dunkelheit des Bühnenhintergrundes, Gitarristen in voller Konzentration beim Solo oder Sänger in Zwiesprache mit dem Publikum. Jansens Bilder dokumentieren, wie groß die Bandbreite dieses sehr speziellen Themas in der Fotografie ist.

In zahlreichen Ausstellungen begeisterte Jansen mit seinen Konzertfotos nicht nur Fans der abgelichteten Bands, meistens signiert und mit einer Originalität und Authentizität, die aus der unmittelbaren Nähe des Fotokünstlers zur Blues- und Rockszene selbst resultieren. So begleitete er die legendäre Band „Colosseum“, ausgestattet mit einem eigenen Tourpass während ihrer Tourneen 2007, 2010 und 2011 auf ausgewählten Konzerten. Seine Fotos finden sich auf den CDs bekannter Musiker, etwa der „Hamburg Blues Band“, hier konnte er vier Live-Fotos neben deren Hausfotografen Jim Rakete platzieren. Der Woodstock-Veteran Miller Anderson (Keef Hartley-Band, T.Rex, Spencer Davis Group, Deep Purple) verwendete ein Bild von Jansen auf seiner aktuellen Live-CD. Musikerfachmagazine veröffentlichen regelmäßig Live-Fotos von seinen fotografierten Konzerten. Durch die Signierung erhalten die Bilder noch mehr Prägung, sozusagen ein zusätzliches Zertifikat.

Konzertfotografie zeigt hier, dass man auch Musik in Bildern klingen lassen kann.“

Die Ausstellung zeigt Fotos von so bekannten Musikern wie Colosseum, EL*KE, The Brew, Imperial Crowns und  andere zu sehen sein. Daneben sind gänzlich andere Fotos von Heinrich Jansen zu sehen, darunter Aufnahmen von Industriekultur, Landschaft etc.

Heinrich Jansen
Signs
Kunst- und Seminarhaus „KunstWerk“
Ohner Straße 12 –  Schüttorf
Die Ausstellung ist noch bis zum 14.10.12 jeweils dienstags bis sonntags von 15:00-18:00 Uhr geöffnet. Eintritt frei.
Mehr

(Quelle und Foto (c) Kunstwerk Schüttorf)