Kim Nekarda

11. September 2012

Kim Nekarda
von einem Rätsel zum andern

Lingener Kunstpreis 2012
15. September bis 4. November 2012
Kunst-/Halle IV  –  Kaiserstraße 10 b  –  49809 Lingen (Ems)

Di bis Fr 10 bis 17 Uhr
Do 4. Oktober und 1. November 10 bis 20 Uhr, kostenlose Führung um 18.30 Uhr
Sa, So 11 bis 17 Uhr, sonntags jeweils kostenlose Führung um 15.30 Uhr

Kim Nekarda ist der Preisträger des Limngener Kunstpreis 2012.  Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Arbeitskreises Ausstellungen Sigrid Hohoff, Petra Kunzelmann und Richard Lange sowie Rita Kersting (Freie Kuratorin, Nijmegen), Dr. Markus Heinzelmann (Direktor Museum Morsbroich, Leverkusen) und Meike Behm hat den längst renommierten Preis an den 1973 in Gießen geborenen Künstler verliehen, der heute in Berlin lebt. Die Begründung:

„Kim Nekarda öffnet in seinen neuen, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changierenden Bildern eines berühmten Fossils, einer Qualle oder anderer Unterwasserwesen sozusagen Fenster in eine „andere“ Welt. Hiermit verweist er auf  größere Zusammenhänge, die jedoch genauso realer und diesseitiger Teil unseres Planeten sind, auch wenn wir sie oft nicht direkt sehen und nicht unmittelbar begreifen können. Er konfrontiert uns gewissermaßen mit unserer eigenen Blindheit derartigen Phänomenen gegenüber. Sie entführen nicht in eine übernatürliche, surreale Sphäre, sondern auf die wundersamen Eindrücke, die unsere Welt selbst zu bieten hat, die jedoch oft nur Fachleuten wie Paläontologen oder Meeresbiologen bekannt und zugänglich sind. Die Motive der Bilder werden inspiriert von Literatur von Herman Melville, Victor Segalen, W.G. Sebald oder aktueller Forschungsliteratur, historischen Expeditionsberichten und –Tagebüchern. Dabei geht es nicht vordergründig um optisch ansprechende oder besonders „exotische“ Motive, vielmehr interessieren den Künstler die besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten der von ihm dargestellten Lebewesen und ihre mythologischen Konnotationen.“

Zur Eröffnung am Freitagabend (bereits um 18 Uhr) sprechen Peter Leuschner (Vorsitzender Kunstverein Lingen), Dieter Krone (Oberbürgermeister Stadt Lingen (Ems), Grußwort), Hermann Bröring (Schirmherr Freundeskreis des Lingener Kunstpreises, Grußwort) und Bernhard Merswolke (MV Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Preisverleihung).  Meike Behm (Direktorin der Kunsthalle) führt in die Ausstellung ein.

Gestiftet wird der Lingener Kunstpreis 2012  von Bernhard Merswolke (MV Unternehmensgruppe ). Die Ausstellung von Kim Nekarda und der sie begleitende Katalog werden durch den Freundeskreis des Lingener Kunstpreises ermöglicht. Es sponsern außerdem die Stadt Lingen (Ems), den Landkreis Emsland, das Land Niedersachsen, die Kulturstiftung Heinrich Kampmann und die Erdöl-Raffinerie Emsland.

8 Antworten to “Kim Nekarda”

  1. ulrike said

    Tut mir leid ,
    für mich ist der 11. September für immer ein Tag , an dem Themen wie Wohnungsbau oder drittklassige Künstlerausstellungen zutieftst irrelevant wirken .

    • max koop said

      Drittklassige Künstlerausstellungen, also?
      Am Sonntag ist um 15:00 Uhr ein Künstlergespräch in der Kunsthalle.
      Kim Nekarda hört sich deine fundierte Kritik sicher gerne an, Ulrike.

      • ulrike said

        Dieser Tag mit seinem speziellen Datum wird zusätzlich geadelt
        mit dem vorgezogenen Erscheinen der Trivialbroschüre einer Frau Wulff.

  2. Horst said

    Genau!

    …wie auch der 1. September (Überfall auf Polen), der 5. September (München 1972), der 4., 8., 13. und 16. September (Sprengstoffanschläge in Moskau 1999), der 9. September (Anschlag in Jakarta 2004), der 15. September (Massaker von Przemysl), nochmal der 16. September (Bombenanschlag in New York 1920), der 19. September (Anschlag auf ein Flugzeug über Niger 1989), der 22. September (Massaker von Bentalha 1997), der 26. September (Anschlag auf dem Oktoberfest 1980), der 27. September (Massaker von Sochumi 1993)und der 29. September (Massaker von Babi Jar 1941).

    Jeder Tag des Jahres ist der Jahrestag von einem schlimmen Ereignis, kein Grund nicht über „Wohnungsbau und drittklassige Künstlerausstellungen“ zu berichten…

    • ulrike said

      Danke für Ihr fleißiges Daten-googeln für September.
      Es macht nachdenklich und betroffen.

      Abgesehen von der konkreten Erinnerung (wohl jeder von uns kann vermutlich sagen , wo er war , als ihn die Nachricht der Anschläge erreichte ) hat dieses Datum durch die nachfolgenden Kriege bis heute Folgen für weite Teile der Welt.

      Aus diesem Grund hätte ich mir gewünscht, daß der 11. September nicht in diesem BLOG total übergangen wird.

      Die Beiträge über sozialen Wohnungsbau und erstklassige Kunstausstellung sind auch total wichtig , nur nicht so unbedingt heute.

  3. Buggy said

    mein IQ liegt deutlich unter 200. Darum verstehe ich wohl auch die Kausalkette nicht. „Juden“ als Ursprung allen Übels? Ich fass es nicht- omg…

  4. ulrike said

    Dieses Getöse gehört doch zum Thema „Glühbirne“ :

  5. Bei „Glühbirne“hab ichs ja schon gelöscht. Bitte keine antijüdischen Pamphlete. Das ertrag ich nicht. Und deshalb lösch ich diesen Ausbruch jetzt hier auch. Wers nachlesen will, soll mir bitte eine pM schicken, er bekommt dann den schwülstigen Text.

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