Palacio-Like

6. August 2012

Facebook will etwas gegen Fakebook-Adressen tun, also „Freunde“, die es gar nicht gibt. Es soll fast 90 Mio gefakte Adressen geben. Aber auch damit kann man viel Geld machen.  Letzte Woche beispielsweise erhielt ich eine SPAM-Mail, in der mir der Kauf von Facebook-Like-Adressen angeboten wurde. Ich meine, es waren 100, 200 dieser Adressen für immerhin einige Hundert Euro. Die kauft man dann, wenn man so tun will, als ob man Fans (Fußballerdeutsch: Feeeehns) hat, die es aber gar nicht gibt.

Palacio, ein lautes Szenelokal in Lingen, hat zurzeit  4181 Likes, aber pro Woche maximal 152 Besucher. Ich als Lingener Blogger habe auf meiner kleinen Facebook-Seite 112 Fans, nachdem sich Frank aus Gründen abgemeldet hat, die bedauerlich, aber nicht zu ändern sind (mit ihm waren es 113!).  Ich hab ein paar Blog-Besucher mehr pro Woche als das Palacio auf Fb – so um die 5-8000. (Danke dafür!)

Offenbar kaufen tatsächlich Firmen Hunderte von Likes, wohl weil es besser aussieht. Aber bei uns im Emsland, dem nach dem Ausscheiden von Marco die Carli und Carsten Schlangen in London medaillenfreien Landkreis, kommt ein Like-Kauf natürlich niemals vor. Es würde bestimmt auch sofort auffallen, wenn es plötzlich über Nacht eine solche Like-Expansion gäbe. Dann nämlich gäbe es so komische Knicks in der fb-Statistik, die man sieht, wenn man an der richtigen Stelle klickt…