Sommerferien

22. Juli 2012

Wie erhöhe ich die Attraktivität des Hochschulstandorts Lingen? Ganz klar: Die Ferien müssen verlängert werden. Zum Beispiel so:

„Liebe Studierende,

am 06.08. wird der die Abteilung Hochschulbereich (Haus II) der SHB Lingen endgültig geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt ist zunächst bis zum 3. September 2012 keine Ausleihe mehr möglich. Für Not- und Eilfälle ist die Standortleiterin Irene Kellner-Theising auf einer gesonderten Telefonnummer unter 0173/9619353 erreichbar. Alle ab dem 9. Juli 2012 ausgeliehenen Medien werden automatisch bis zum 15. Oktober 2012 verlängert. Bitte denken Sie daran, dass Sie die Medien nach dem 15.10. dort zurück geben, wo sie ausgeliehen wurden – in der Stadtbibliothek.

Ab dem 3. September 2012 wird im Bibliotheksneubau in der Halle I / II an der Kaiserstraße 10c werktags in der Zeit von 11 bis 14 Uhr eine Medienausleihe ermöglicht, sofern die technischen Voraussetzungen dies erlauben. Am 17. September ist es dann soweit: Die Teilbibliothek Lingen des Bibliothekssystems der Hochschule Osnabrück eröffnet offiziell ihre Pforten und dies mit deutlich verlängerten Öffnungszeiten und vielen Serviceangeboten. Das Bibliotheksteam der Teilbibliothek Lingen freut sich auf Sie.

Beachten Sie bitte auch die Aushänge vor Ort; diese sind auch abrufbar unter http://www.bib.hs-osnabrueck.de/fileadmin/groups/19/PDF/12070499__Stadt_und_Hochschulbibliothek_Plakat_V2.pdf. Informationen zu den Serviceangeboten der Hochschulbibliothek finden Sie auf unserer Website unter http://www.bib.hs-osnabrueck.de/

(Fettdruck durch mich)

Besonders apart finde ich übrigens die Wortschöpfung „Teilbibliothek“ – ansonsten anerkennt die Leserschaft sicherlich  das Tempo, in dem der öffentliche (Hochschul-)Dienst agiert…

6 Antworten to “Sommerferien”

  1. Michael Ryba said

    Sehr geehrter Herr Koop,

    beim Lesen dieses Blog-Artikels kam mir spontan ein Zitat in den Sinn, welches meist Dieter Nuhr zugeschrieben wird. Etwas diplomatischer formuliert: Si tacuisses, philosophus mansisses.

    Die vorübergehende Schließung der Hochschulbibliothek am Standort Lingen hat definitiv nichts mit Sommerferien zu tun, sondern ist einzig und allein dem Umzug in die neuen Hochschulgebäude in den Hallen I und II des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks Lingen geschuldet.

    Im Rahmen dieses Umzugs werden nicht nur mehr als 40.000 Bücher verlagert, sondern auch neue technische Systeme zur Verbesserung der zukünftigen Ausleihmöglichkeiten in Betrieb genommen. Vor diesem Hintergrund ist ein vierwöchige Schließung wohl kaum als übermäßig lang zu bezeichnen.

    Weiterhin sollte man bedenken, dass nach Ende des Sommersemesters am 07. Juli der reguläre Lehrbetrieb erst wieder am 24. September aufgenommen wird. Die meisten unserer Studierenden befinden sich derzeit im wohlverdienten Urlaub oder gehen Nebentätigkeiten zur Finanzierung ihres Studiums nach.

    Im Wesentlichen betroffen von der Schließung sind diejenigen Studierenden, die gerade ihre Abschlussarbeiten bearbeiten. Auf Grund der rechtzeitig an alle Studierenden verteilten Informationen sollte es aber zu keinen Problemen kommen, zumal die anderen Teilbibliotheken der Hochschule Osnabrück genutzt werden können und sämtliche Online-Angebote (Springer eBooks, Zeitschriften, …) sowieso zu Verfügung stehen. Und für alle Fälle gibt es sogar noch eine Notfallnummer. Ich bezeichne dies als Serviceorientierung in Reinform.

  2. Robert Koop said

    Lieber Herr Ryba, wenn irgendein Privatunternehmern seinen Umzug so organisieren würde wie das von Ihnen dargestellte Projekt, wäre es insolvent. So etwas schafft wirklich nur der öffentliche Dienst!
    Schöne Sommerzeit!

    • Trude said

      http://www.konsumer.info/?tag=olaf-tank
      Typisch unsere Anwaltszunft. Wenn sonst keine Einnahmen mehr zu generieren sind…!

      Immer schön auf eine Berufsgruppe schimpfen…macht doch Spaß!
      Oder vielleicht früher mal im ö.D. nicht genommen worden?

      • Hans Schmidter said

        Was für ein oberflächlicher Kommentar! Selbst auf eine „Berufsgruppe“ schimpfen, aber dasselbe dem Bogbetreiber vorwerfen. Wie wärs denn mit einer Auseinandersetzung damit, dass die Hochschulbibliothek geschlagene sechs Wochen geschlossen hat. Das kann sich wirklich nur der leisten, der dafür nicht haftet.

  3. Lukas H. said

    Also ich weiss nicht, wie es um die technischen Systeme steht, aber 40.000 Bücher haben wir in Münster vor einigen Wochen innerhalb von wenigen Tagen aus einer Bibliothek in eine andere geschafft.

  4. Michael Ryba said

    Zur Klarstellung noch ein paar Details:

    1. Der Umzug erfolgt in einen Neubau, der sich im Moment moch in der Fertigstellungsphase befindet.
    2 . Im Rahmen des Umzugs wird die Aufstellsystematik (zumindest teilweise) angepasst.
    3. Es wird ein RFID-basiertes Entleihsystem eingeführt.

    Und das alles mit einer „überschaubaren“ Peresonaldecke …

    Last but not least: Ich bin sicher, dass man manches in der Privatwirtschaft schneller kann, dort gibt es aber auch keine „gedeckelten“ Maßnahmen. Aber das ist ein anderes Thema.

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