Lob

10. Juli 2012

Sie erinnern sich womöglich an die Ausstellung von Haegue Yang (und Rivane Neuenschwander)  im vergangenen Jahr in der Lingener Kunsthalle. Im vergangenen Herbst präsentierte die Kunsthalle Lingen Werke der 42jährigen Künstlerin, darunter die Jalousie-Installation „Escaping Transparency“ sowie zum ersten Mal aus Jalousien bestehende befahrbare Skulpturen „Dress Vehicles“ (beide 2011) gezeigt. Über den Köpfen der Betrachter schwebte die Installation „Escaping Transparency“.

Die Werkgruppe von Papiercollagen („Trustworthies“) von Haegue Yang wächst seit 2010. Die Arbeit besteht aus den bedruckten Innenseiten von Briefumschlägen und besitzt daher eine eher schlichte Materialbeschaffenheit, die aufgrund ihrer Komposition vielseitige Assoziationen ermöglicht. Besonders entsteht der Eindruck einer landschaftlich wirkenden, horizontalen Komposition, der mit der Auswahl der Papiercollagen entsteht.

Unter dem Ausstellungstitel „Voice and Wind“ zeigte Haegue Yang ihre Werke 2010 im New Museum in New York sowie ihre umfangreiche Einzelausstellung „Arrivals“ 2011 im Kunsthaus Bregenz. Eingeladen war sie bei Modern Art Oxford sowie im Aspen Art Museum in den USA und sie präsentierte die Ausstellungen „Teacher of Dance“ und „The Art and Technique of Folding the Land“ sowie auch die 2er Ausstellung „The Sea Wall“ mit dem verstorbenen Künstler Felix-Gonzalez Torres in Arnolfini, Bristol.

Und jetzt sind die Werke der in Berlin und Seoul lebenden Südkoreanerin Teil der Documenta (13) in Kassel, der größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst weltweit. Das Kunstmagazin Monopol präsentiert in seiner Juli-Ausgabe seine „Top Ten“ der diesjährigen Documenta (13) in Kassel. Mittendrin Hageue Yang und die Einschätzung, sie werde die Documenta entscheidend prägen. Ein Lob an Lingens Kunsthallendirektorin Meike Behm für die faktische, auf d13 vorausschauende Ausstellung ist fällig.