Döner scharf

20. Juni 2012

Beim Auktionshändler ebay wird seit gestern für 15.000 DM € „der Bestand“ eines lokalen Dönerladens angeboten. Der Originaltext:

„Hallo
Die im Herzen von Lingen gelegene, kleine-schicke Pizzeria steht hier zum Verkauf. Nur Aufgrund von Mitarbeitermangel wird sie abgegeben. Die Pizzeria besteht seit 25 Jahren in dieser Stadt. Jeder Einwohner der Stadt kennt und liebt diese Pizzeria. Das Inventar wird hier Verkauft und die Pizzeria muss anschließend zur Miete übernommen werden. Der Preis für das Inventar ist VB. Die Miete beträgt Monatlich Kalt: 950. Da ich nur am Wochenende mich in Linge befinde werden weitere Fotos auf anfrage geschickt Besichtigung ist jederzeit vor telefonischer Anmeldung geschehen.“

Dies lässt mich hoffen. Im Istanbul hat sich nämlich gerade ein besonderer Beitrag gegen das Zusammenleben in unserer Stadt zugetragen. Unter jüngst aufgehängter Koransure unter Glas fragte doch am Pfingstwochenende der Mann hinter dem Thresen den Kunden davor, ob er „schwul“ sei. Als Kunde Sven bejahte, hörte er sinngemäß:  „An Schwule verkauf ich nichts. Raus.“ Döner scharf mit Diskriminierung, über die ich noch andernorts sprechen möchte.

Jetzt am Wochenende gab es in der facebook-Gruppe „Du weißt du kommst aus LINGEN/EMS wenn“ eine empörte Diskussion (die ich allerdings nicht mehr auf der facebook-Seite finde; ist sie etwa gelöscht?) und nun also wird „der Bestand“ des Istanbul in der Eliabethstraße meistbietend verkauft. Auch an Schwule?

21 Antworten to “Döner scharf”

  1. Rolf said

    was ein rassist!!! RAUS!!!

  2. dönerliebhaber said

    Kaufe nicht bei Salafisten!

  3. Rolf said

    donnerstag habe ich in der stadt zwei vollbärtige in weißen gewändern und mit turban bekleidete männer mit pizzaschachteln in der hand gesehen die in richtung große straße gingen…zufall?

    • dönerliebhaber said

      Bestimmt nicht.
      Ein Freund war in besagtem Imbis und bekam zur Überbrückung der Wartezeit den Koran zu lesen.
      Als „Belohnung“ noch eine Dose Cola obendrauf.
      Frauen beschweren sich, das sie in der großen strasse von Strickmützen „angemacht“ werden. : Trag Burka, haste ruhe.

  4. Rolf said

    wo leben wir eigentlich? wer jetzt noch wegschaut hat die zeichen der zeit noch nicht erkannt!

  5. krib said

    @ Hendrik: Ich stimme ihnen voll zu, dem Blogbetreiber allerdings nicht:
    Gut gemeint/ einseitiger (einfältiger) zu dem Vorfall kann man kaum schreiben
    EINS VORWEG: Ich habe mit Sven gesprochen und glaube ihm sein Erlebtes.

    DENNOCH, WER WAR DABEI?
    DU ROBERT ? Mir fällt jetzt sogar noch der Kitt aus der Brille, dies von einem Strafverteidiger zu lesen, der-mitunter Wert auf seine „Berufung“ legt und mir „Nachhilfe“ in Pressefreiheit gab.
    Ich beurteile, Deinen Beitrag „Döner scharf“ als maximal „gut gemeint aber insgesamt als misslungen…

    • ulrike said

      Leute,nun bleibt mal alle aufm Teppich.

      1) Es ist nicht korrekt, wenn ein Kunde im Dönerladen gefragt wird: sind Sie schwul? ( Vergleiche auch das Handbuch :“ Der erfolgreiche Dönerverkäufer“ im Verlag Kaffmann und Lumpe , Paragraph 284 ff. )

      Die korrekte Frage sollte lauten : Knopploch? Schaaaf ? Schönabenoch.

      2) An den tatsächlichen und entscheidenden Kern dieses Themas hat sich keiner von Euch angenähert.
      Es erhebt sich die Frage : wie kann jemand f r e i w i l l i g sowas in sich reinstopfen ?

      Der vermutlich jugendliche Verkäufer könnte auch eine der 127 Kochsendungen unseres Bildungsfernsehens inhaliert haben , —freier Abend oder so —, und voller Schrecken den eintretenden Kunden identifiziert haben. Nun konnte er nicht sagen : essen Sie lieber zu Hause ein Käsebrot –,das hätte ihn seinen Job gekostet. In seiner Hilflosigkeit verfiel er nun auf diese unsägliche Lösung.

      Und so ermöglicht er uns allen bei Kenntnisnahme des Döner – Dönkes uns toleranter, besser, edler und was weiß ich noch zu fühlen .

  6. krib said

    Zu 1) Ulrike: Ob diese Frage tatsächlich gestellt wurde, wissen selbst Sie nicht.
    Im Idealfall denken Sie VIELLEICHT ERST JETZT darüber intensiver nach und lesen die Kommentare.
    denn 2), ob Sie Käsebrote essen oder sich morgens einen Bananen-Quetsch auf`s Vollkorn-Dinkel hauen, hat mit dem Thema (das zumindest in diesem Blog wenig gelungen war) nichts zu tun. Ihrer Kompetenz in Sachen Käse bzw. Brot will ich nicht beurteilen, eher im Gegenteil: Hinsichtlich meiner Ernährung nehme ich manchen Rat an (verteufelt wie ich bin, esse ich manches Mal einen Döner- und? Er schmeckt mir!). Für ihren nächsten Exkurs in Hinblick auf Ernährung wünsche ich mir allerdings etwas mehr sachlich/fachliche Nachhilfe und eben keinen „Käse“. Selbst davon unberührt ist künftig die Tatsache, was mich beschämt, oder womit ich mich „toleranter, besser, edler oder was -Sie auch nicht wissen -fühle“.

  7. Olaf said

    Ulrike, sehr komisch.
    Die Clowns hier haben keinen Humor.

  8. kib said

    Wer sind „die“? …bestimmt die anderen 🙂

    Ich zumindest möchte niemandem „gram und abhold“ (Grüß mir Methusalem) sein. UND! Ulrike?- find ich gut. Witz & Grips hat sie allemal, was aber nicht inkludiert, dass ich immer uneingeschränkt ihrer Meinung bin. Das ist auch gut so, denn sonst wären wir ……
    (Du würdest den Vergleich zum Konrad-Adenauer-Haus herstellen- ich nur bedingt).
    Aber mal zum Wesentlichen: Wo wohnt „die alte Frau Fokkema“? Ist mit ihren Dachziegeln alles ok, gibt es einen „1-Euro-Grill“ vis a vis und überhaupt?

  9. Hans said

    Ist eigentlich schon was passiert? Da gehen immer noch so langbärtige in Turban gehüllte Leute rein + die Kopfbedeckung. Wann wird der Dönerladen endlich dicht gemacht?

  10. Es läuft ein Zuverlässiskeitsverfahren nach dem Gaststättenrecht. Das dauert.
    ps Da gehen auch immer noch so langhaarige, in T-Shirts gewandete Leute rein + mit Tatoo und kommen mit Teigtaschen samt Inhalt wieder raus…

  11. Holger said

    Hallo, habe jetzt erst im neuen Jahr erfahren was dem Sven widerfahren ist. Ich war im April 2012 in Rastanura (Saudiarabien) Und die Saudis nehmen Konvertieten nicht für voll und Salafisten sind denen ein Gräul.

    A Salaam
    Holger

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