Rote Karte

8. Juni 2012

Ab heute „fiebern wieder Millionen Fußballfans in den Stadien und vor den Fernsehern mit ihrer Mannschaft und hoffen auf einen Sieg bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine.

Auch viele Ukrainer hoffen auf einen Sieg – allerdings nicht nur im Fußballstadion, sondern auch in Sachen Menschenrechte im eigenen Land. Denn:Folter und andere Misshandlungen sind in ukrainischen Gefängnissen und in Polizeigewahrsam an der Tagesordnung. Menschen werden willkürlich verhaftet, ohne Grund in Untersuchungshaft gehalten und dort teils schwer misshandelt. Im Jahr 2010 sind nach  Angaben der NGOUkrainian Helsinki Union“ 51 Menschen in ukrainischen Haftanstalten gestorben.

Die Verantwortlichen werden oft nicht zur Rechenschaft gezogen, da Folterverdachtsfälle und Beschwerden über Polizeigewalt nicht untersucht werden. Aus Furcht vor Vergeltungsmaßnahmen der Polizei zeigen die Opfer die meisten Fälle gar nicht erst an.

Auch für Fußballfans, die zur EM reisen, stellen die ukrainischen Sicherheitskräfte eine Gefahr dar. Max Tucker, Ukraine-Experte von Amnesty International, hat das Land kurz vor dem Turnier besucht: „Schauen wir auf die jüngsten Vorfälle, so haben Polizeibeamte Fußballfans angegriffen, zusammengeschlagen oder mit Elektroschocks eingeschüchtert.“

Setzen Sie sich gemeinsam mit Amnesty International dafür ein, dass die Menschenrechte in der Ukraine nicht länger im Abseits stehen.

Schreiben Sie eine E-Mail an den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch und fordern Sie ihn auf, Folter und Misshandlungen durch die Polizei zu beenden:http://amnesty.de/ukraine!“

Eine Aktion von amnesty international, die ich unterstütze. Mitmachen dauert nur eine Minute.

Eine Antwort to “Rote Karte”

  1. Rauhaardackel said

    Es ist ja nicht nur das. In der Ukraine gibt es viele Straßenhunde. Ich zitiere mal aus dem Hundemagazin „dogs“:
    „“Die rund 250.000 herrenlosen Hunde, die in der Ukraine und den EM-Austragungsorten wie Kiew oder Charkow leben, stören dieses Bild“, sagt die Botschafterin des Europäischen Tier- und Naturschutzverbandes, ETN, Prinzessin Maja von Hohenzollern. Und auch, wenn es von offizieller Seite bestritten wird, ist sie sich sicher: Die Verantwortlichen der Kommunen werden mit einem Kopfgeld entlohnt, „25 Euro für jeden getöteten Hund!“. So wird das Töten der Hunde zum lukrativen Geschäft für jeden, der schnelles Geld sucht. „Damit möglichst viel in die eigenen Taschen kommt, töten die Hundefänger kostengünstig durch Vergiften, Erschlagen und Verbrennen“, sagt Maja von Hohenzollern … Auch deutsche Spieler wie Miroslav Klose, Toni Kroos und Thomas Müller zeigten sich erschreckt und ließen sich mit ihren eigenen Hunden fotografieren …“
    Es gibt da diese Facebook-Gruppe:
    http://www.facebook.com/Stop.Killing.Dogs.EURO2012

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