Trefflich

17. Mai 2012

In ihrem Kommentar zu meinem Beitrag über das angekündigte Scheitern der Renovierung der Alten Posthalterei am Markt, schrieb gestern „eine Studierende, ob man in Lingen nichts Besseres zu tun habe, als über historische Dachpfannen zu diskutieren. Ist eine legitime Frage, wie ich finde (und Michael Sänger hat sie pädagogisch angemessen-angestrengt beantwortet).

Doch tatsächlich hat in diesen Tagen unser Städtchen, an Architektur und Denkmalschutz traditionell nicht immer interessiert,  weiterhin nichts Besseres zu tun, als über die herrliche Nichigkeit „Das perfekte Dinner“ zu quatschen. Also auch hier und heute noch mal kurz zu DPD (Hashtag: #DPDEL), über das die LT täglich ungewohnt flott berichtet. Und über Kalle, der  mit sich selbst gesprochen hat, lese ich – also mit seinem KK-Porträt- und erfahre auch: Die überdrehten DPDEL-Mitköchinnen Reinhild (Haselünne) und Sarah (Nordhorn) reagierten genervt auf seine Kivelingitis.

Nachdem Kalles Fußballkarriere nämlich schon vor mehr als einem Jahrzehnt nach erfolgreicher F- und E-Jugend  mit der D-Jugend des TuS Lingen zu Ende ging, hat er sich dem zweiten lokalen Traditionsverein zugewandt, der bisweilen ähnlich angefeindet wird wie sein erster. Dort wurde er 1. Kapitän, was nichts mit Marine zu tun hat. So porträtierte ihn trefflich vor Jahresfrist Hans Einspanier, Topfotograf der Region. Aufmerksame Leser erinnern sich an das am 10. Juni letzten Jahres als Teil der Kivelingserie hier präsentierte Fotobild. Das schenkte ihm nach dem Kivelingfest der fotogen-Fotograf aus der Burgstraße und Kalle machte damit, was mit einem Bild gemacht werden muss: Er hängte es auf.  Die Kochdamen Sarah und Reinhildwaren darob genervt. Doch sollte man es nicht vielleicht  den beiden schenken, damit sie dann etwas Eigenes haben? Es bleibt nämlich, weil es gut ist, übrigens auch noch dann, wenn über DPDEL schon längst nur noch mit „Weissenochdamals“ an heimischen Theken gequasselt wird.

Und Kiveling Kalle kochte, sprach mit seinem Einspanier-Porträt und inszenierte sein DPD konsequent  kivelingisch. Für ihr Vielzuviel wird vor allem Reinhild  seit gestern in Dutzenden Beiträgen auf der facebook-Seite von DPD in Grund und Boden kommentiert. Die Szene denkt eben weniger kulinarisch als vielmehr wohl alttestamentarisch.  Also zu viel K-Frage? Nö, war ok und  passte schon zu Dir, Kalle! Und das wollten wir in Lingen doch wissen.

(Foto: Kivelinge – 1. Kapitän Kalle Pingel © Hans Einspanier)

Eine Antwort to “Trefflich”

  1. Frank O. said

    Apropos Kivelinge….
    Ich habe da noch einen alten Gutschein ,über 2 Mark, der Stadt Lingen gefunden. Er wurde zum 550 jährigen Jubiläum, also Pfingsten 1922, hearusgegeben. Auf der einen Seite sieht man einen Kiveling (CIVIS LINGENSIS) von 1372 und einen Kiveling (KOMMANDEUR) von 1922. Auf der anderen Seite einiges Kleingedrukte und das Kivelinglied. Außerdem irgendwas von Magistrat Gilles Hänschen.

    Ich habe das Ding vor Jahren mal bei Ebay ersteigert und er fiel mir neulich zufällig wieder in die Hände. Falls da einer Interesse hat oder sowas sammelt, wende er sich bitte an den Blogbetreiber, der kennt meine Mailadresse.

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