Impro

3. Mai 2012

“Denn sie wissen nicht, was sie tun” oder “Expeditionen nach Nirgendwo”: Die Titel der Impro-Abende von der Lingener Theatergruppe “Sinn & Wahn” sind Programm.

“Jede Aufführung ist eine Premiere”, sagt Julian Neumayr. Er ist einer von fünf aktuellen und ehemaligen Theaterpädagogik-Studenten und -Studentinnen, die seit Anfang des Jahres einmal im Monat zeigen, was richtiges Improvisationstheater überhaupt ist: “Viele Menschen kennen aus dem Fernsehen zum Beispiel die ‘Schillerstraße’ und denken, das sei Impro-Theater, aber dort steht zumindest grob die Story von vornherein fest, und den Akteuren werden permanent Stichworte gegeben.”

So etwas gibt es bei “Sinn & Wahn” nicht. Weder die Orte noch die Handlung stehen fest. Hier gibt das Publikum vor den Szenen beispielsweise durch Zurufen Stichworte vor, aus denen die Akteure dann einen Handlungsstrang entwickeln müssen. Bei guten Impro-Theater-Gruppen funktioniert das…“

weiter beim Emskopp

Heute 20 UHR, Tanzgalerie am Bahnhof , Lingen (Ems)

Eintritt: Eintritt: 7,- € / 5,- €

VVK (Kartenvorbestellung online)und Information: sinnundwahn.de

 

(Foto: © Sinn & Wahn via Emskopp)

Simone Schnase

3. Mai 2012

Die lange Zeit im Emsland tätige Journalistin Simone Schnase (Foto lks)  fährt nach Nürnberg. Für ihren Artikel „Die Emslandlager und ihre Folgen: Eine  Geschichte von 1933 bis in die Gegenwart“ wird sie dort am Freitag als zweite Preisträgerin mit dem Alternativen Medienpreis in der „Sparte Print“ ausgezeichnet.

In der Laudatio heißt es: „Eines hatte sich die bundesrepublikanische Gesellschaft jahrzehntelang fest vorgenommen: Es durfte nicht über die Verbrechen der Nazi-Zeit gesprochen werden, erst recht nicht über die eigene Beteiligung daran. Hinter diesem harmlosen Begriff, „nicht darüber sprechen“, verbarg sich häufig ein ziemlich rabiater Verdrängungsvorgang. Wehe, wer sich nicht daran hielt und trotzdem den Mund aufmachte!

Diesen Verdrängungsprozess stellt Simone Schnase für den Bereich der Emsland-Lager dar. Erschienen ist der Artikel im lokalen Städte- und Kulturmagazin „Emskopp“. Die Leserin, der Leser erfährt, Redakteure einer lokalen Tageszeitung haben aufgrund ihrer Aufklärungsbemühungen sogar ihren Job verloren. Thematisiert wird auch die Kriminalisierung ehemaliger NS-Häftlinge – in der Nachkriegszeit wohlgemerkt. Noch im Jahr 2004, als eine Hochschulschrift zum Thema präsentiert wurde, gab es feindselige Reaktionen.

Wir freuen uns, dass wir den Artikel „Die Emslandlager und ihre Folgen“ mit dem Alternativen Medienpreis in der Sparte Print auszeichnen dürfen, gibt er doch Einblick in die lokale Ausformung der sogenannten „zweiten Geschichte“ des Nationalsozialismus.“

Glückwunsch an die engagierte Simone Schnase, die  als „sisch“ inzwischen nur noch ab und zu beim Emskopp und arbeitet. Hauptberuflich ist Simone Schnase in der Bremer Redaktion der „Tageszeitung“ (taz) tätig. Daneben arbeitet sie auch für die Lingener Agentur Waehrt.

Der Alternative Medienpreis will Medienprodukte und Medienschaffende abseits des allgegenwärtigen Mainstreams aufspüren und auszeichnen. Der Preis wird jährlich an engagierte und kreative Redakteure und Redakteurinnen, Produzenten und Produzentinnen sowie Autoren und Autorinnen vergeben.  Es werden jeweils zwei Preise in den Sparten Print, Audio, Video und Web vergeben.

(Quelle 1, 2 – Foto: © waehrt.de)

Kunst in der Region

3. Mai 2012

Tamara Grcic: anderswohin, 2011 (Hestrup)raumsichten erweitert kunstwegen:

Da wurde eine alte Eisenbahnbrücke aus Österreich an die Vechte gebracht, ein Autobahnkreuz für Radfahrer gebaut oder jungsteinzeitlichen Gefäßen nachempfundene Bronze-Skulpturen (Foto) in die Landschaft gesetzt:
Mit neuen neuen Kunststationen wird jetzt das einmalig raumgreifende Skulpturenprojekt an der Kunstwegen-Route von Nordhorn die Vechte entlang bis ins niederländische Zwolle jetzt erweitert –  in die Gegenrichtung über Bad Bentheim bis zur Grenze von Nordrhein-Westfalen.

Nordhorn: Nino-Hochhaus, Nino Allee 11: Offizielle Eröffnung am Freitag, 4. Mai, 14 Uhr. Geführte Touren gibt es an fünf verschiedenen Touren im Landkreis Grafschaft Bentheim am Samstag, 5. Mai. Mehr…

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Sarah Pelikan – Piano del Colore:

Die Wuppertaler Farbfeld-Malerin Sarah Pelikan zeigt neuere monochrome Bilder. Vor allem aber wird das ganze Untergeschoss der Kunsthalle in eine Farbfeld-Installation verwandelt: Boden, Wände und Decken der Räume sind in jeweils einer Buntfarbe gehalten – also Rot, Grün, Gelb und Blau. ein leicht ansteigender Weg führt durch dieses leuchtende, alles umfassende dreidimensionale Farbbild.

Lingen (Ems): Kunstverein, Kunst-/Halle IV  Kaiserstraße 10a, Eröffnung: Freitag, 11. Mai, 19 Uhr. Bis 26. August.
Öffnungszeiten Sa, So 11-17 Uhr, Di-Fr 10-17 Uhr, am 7.6., 5.7. und 2.8. bis 20 Uhr an diesen Tagen jeweils um 18.30 sowie an jedem Sonntag um 15.30 kostenlose Führung durch die Ausstellung.
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