Dioxin

13. April 2012

Die Presseerklärung des Niedersächsischen Ministeriums lautet:

„In Eiern von zwei niedersächsischen Legehennenbetrieben sind erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) festgestellt worden. Beide Betriebe sind vollständig gesperrt, alle ausgelieferten Eier sind bereits zurückgerufen worden.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich möglicherweise belastete Eier noch beim Verbraucher befinden.

Betroffen sind Eier mit dem Erzeugercode

  • 1-DE-0354451
  • 1-DE-0354452
  • 1-DE-0354453
  • 1-DE-0352691

Die Verbraucher werden gebeten, Eier mit den genannten Erzeugercodes in die Geschäfte zurückzubringen oder zu vernichten.

Die Aufnahme von dl-PCB soll auf Grund der bestehenden langfristig toxischen Eigenschaften möglichst vermieden werden. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier besteht nicht.

Die Ermittlungen zur Belastungsursache dauern an.“

Um welche Betriebe es sich handelt, wird verschwiegen. Wahrscheinlich aus Datenschutz- oder ähnlichen Gründen falscher Rücksicht. Anhand der Nummer erkennen wir: Es handelt sich ausnahmslos um Eier aus herkömmlicher Freilandhaltung. Im Betrieb mit der Nummer 5445 sind  drei Freilandhaltungen betroffen. Im Betrieb 5269 ist nur eine Haltung betroffen. Wo sich die beiden Betriebe befinden soll heute im Laufe des Tages auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Also schauen sich bis dahin alle Niedersachsen die Eier im Kühlschrank an.
Untersuchungen in anderen Bundesländern haben ergeben, dass die dl-PCB-Belastung von Böden besonders hoch in Überschwemmungsgebieten und im Bereich von Großstädten liegen.