Markus Lüpertz

5. März 2012

Markus Lüpertz  –  SAGENHAFT

Ausstellung im Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8 – 26121 Oldenburg

2. März bis 3. Juni 2012
Di – So 10 – 18 Uhr (1.5. geschlossen)
Eintritt

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Das Oldenburger Horst-Janssen-Museum widmet Markus Lüpertz eine große Ausstellung mit dem Titel: SAGENHAFT. Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz zählt zu den herausragenden deutschen Künstlern der Gegenwart.

Die Ausstellung  in Oldenburg umfasst Zeichnungen, unterschiedlichste Druckgrafiken und Skulpturen des 70jährigen Markus Lüpertz. Mit der Präsentation knüpft das Horst-Janssen-Museum an seine Ausstellungsreihe der großen zeitgenössischen deutschen Künstler wie zuvor Sigmar Polke oder Jörg Immendorff an. Neu ist, dass im Museum für internationale Grafik erstmals auch dreidimensionale Arbeiten von Lüpertz gezeigt werden.

Der Maler Lüpertz beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit Skulpturen und nähert sich – als ungelernter Bildhauer – über die Zeichnung und die Grafik an die Skulptur an. In der Ausstellung finden sich Kohlezeichnungen, Gouachen, Radierungen und Holzschnitte, die alle das Thema „Figur“ und „Menschenbild“ umkreisen. Klassische Fragestellungen wie das Verhältnis von Standbein und Spielbein werden erst in der Zeichnung erörtert und dann auf eine Figur im Raum übersetzt. Diese so genannten Bozzetti sind kleine, bemalte Bronzegüsse, die als Entwurfsmodelle für meterhohe, im öffentlichen Raum realisierte Skulpturen, wie beispielsweise die „Aphrodite“ für Augsburg oder der „Mozart“ für Salzburg dienen.

Mit SAGENHAFT sind einerseits die mythologischen Figuren gemeint – Daphne, Merkur oder Herkules, andererseits spielt der Titel natürlich auf den Geniebegriff an, mit dem sich Lüpertz gerne umgibt.

Klassische Themen wie Götterfiguren und klassische Materialien wie Bronze werden von Lüpertz deutlich gegen den Strich gebürstet: Seine Aphrodite ist eine stämmige, knubbelige Frauengestalt; die Oberflächen der Bronzegüsse sind mit grellen Farben „zugemalt“ und werfen Fragen nach der Tradition, dem Kunstverständnis und unserem Schönheitsbegriff auf.

(Quelle: PM des Museums)