Emslandarena 2

23. Februar 2012

Die Ausschreibungsergebnisse des Kerns der Emslandarena liegen vor. Sie werden jetzt gleich im Rat vorgestellt. Und weiter „die Augen zu und durch“ wird dann die Parole der Arenabefürworter sein.

Aber Freunde, die aktuelle finanzielle Wasserstandsmeldung zur Emslandarena sagt, dass locker und flockig gerade die 20 Mio-Euro-Grenze netto übersprungen worden ist. Die Ergebnisse der Ausschreibung liegen fast 1 Mio Euro über den Schätzungen. Plus Steuern. Plus Kosten für die Laxtener Planung. Plus Gutachten. Plus Straßenbau, plus Vermögensvernichtung an den Emslandhallen  und was sonst noch alles zur Seite gedrückt wird. Wir sind inzwischen bei mehr als 27 Mio Euro brutto und die 30 Mio winken. Das wird man im Rathaus vermeiden wollen und eine Sparlösung einfädeln, bei der dann nach und nach in den folgenden Jahren die fehlenden, eigentlich notwendigen Accessoires nachgerüstet werden. Damit kann man so tun, als wenn man den Rahmen eingehalten hat…

Die Arenabefürworter geben also mit vollen Händen Geld aus, das nicht da ist. Für den Neubau ebenso wie dann, Jahr für Jahr  für den laufenden Betrieb und Nachrüstungsmodule. Und (nur) deshalb werden die städtischen Steuern erhöht. Die Grundsteuer B beispielsweise um knapp 20 % (von 295 auf 350 Punkte). Tausenden von Lingenern wird damit deftig ins Portmonee gegriffen. Die Häuslebauer werden für ihr Eigenheim mehr zahlen und  auch die Mieter, weil die erhöhte Grundsteuer über die Nebenkosten auf sie umgelegt wird.

Die Stadtkämmerin hat gesagt: „Alle Ausgaben der Stadt Lingen gehören auf den Prüfstand!“ Ich finde, wir sollten mit dieser Arena beginnen. Wir können sie uns nicht leisten, auch wenn es noch so schön ist, über nette Veranstaltungen in angenehmen  Rahmen nachzudenken.