Wikipedia streikt

18. Januar 2012

Die englische Version der Wikipedia streikt heute – aus Protest gegen zwei US-Gesetze, berichtet u.a. das Deutschlandradio Kultur und ergänzt:  „Die Macher des Online-Lexikons fürchten, künftig zensiert oder gesperrt zu werden. Inzwischen haben weitere Organisationen, darunter auch „Reporter ohne Grenzen“ ihr englischsprachiges Angebot für 24 Stunden abgeschaltet. Anlass sind SOPA und PIPA zwei geplante US-Richtlinien, die Raubkopien im Internet bekämpfen sollen. Ein Sprecher der Nichtregierungsorganisation sagte, diese Gesetze würden unzählige Internetnutzer angreifen, die sich nichts zu Schulden hätten kommen lassen und auch keine Urheberrechte verletzt hätten. Die Pläne machten den Weg frei für Zensur und gefährdeten die Freiheit des Internets. Die US-Abgeordneten und Senatoren, die die aus dem Lager der Republikaner stammenden Vorhaben gerade diskutieren, müssten andere Wege finden, um geistiges Eigentum zu schützen.

Können Sie sich ein Netz ohne frei zugängliches Wissen noch vorstellen? Oder sind Sie für strenge Regulierung? Das Thema im Nachttalk morgen früh ab 1:05 Uhr im DRadio Kultur:

Wikipedia streikt – Wie wichtig ist Ihnen freies Wissen und freies Internet?
(Quelle: DRadio)

Fiskalvertrag

18. Januar 2012

Während in Deutschland die Affären um den Bundespräsidenten die Schlagzeilen und die Nachrichtenlage beherrschen, wird in den Hinterzimmern von Europäischem Rat und EU-Kommission ein Vertrag vorbereitet, der schon im März 2012 auf einem Euro-Gipfel unterzeichnet werden soll und der alle Euroländer (und perspektivisch alle Mitgliedstaaten) der Europäischen Union dauerhaft auf einen strikten Kürzungs- und Austeritätskurs festlegen soll.

Da die Regierungschefs sich nicht trauen den bestehenden EU-Reformvertrag von Lissabon [PDF – 901 KB] zu ändern, weil das in einigen Ländern nur über Volksabstimmungen möglich wäre, wird der neue „fiskalpolitischen Pakt“ außerhalb des bisherigen Rechts für die gesamte Europäische Union etabliert. Dennoch soll der Pakt für die Organe der Europäischen Union bis hin zum Europäischen Gerichtshof bindend sein. Anne Karras, die am Graduiertenkolleg “Die Zukunft des europäischen Sozialmodells” in Göttingen promoviert, hat sich mit dem Entwurf dieses neuen zwischenstaatlichen Fiskal-Vertrages auseinandergesetzt.
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Quelle: Nachdenkseiten)