Wind

28. Dezember 2011

Die Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ freut sich über alle Ideen zur ökologischen Energiegewinnung – solange dadurch alle externen Effekte berücksichtigt werden. „Beim geplanten „Windpark“ im Landschaftsschutzgebiet müssen wir noch mal nachhaken, mit dieser Presseerklärung:

„Wir begrüßen die Ausführungen des Stadtbaurats zu Windenergie-Standorten in Lingen. Sie überzeugen uns!“ So reagieren die Vertreter der unabhängigen Lingener Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ (BN) auf die vor den Feiertagen aufgeflammte Diskussion zur Windenergie im Landschaftsschutzgebiet in Wachendorf.

BN-Ratsmitglied Atze Storm: „Die neue Debatte ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Genauso wie Mitte der 1990er Jahre hat die Stadtverwaltung nach 15 Jahren geprüft, wo in Lingen Windenergieanlagen gebaut werden können. Es ist richtig, wenn die damaligen Ergebnisse überprüft werden. Außerdem ist es gut, wenn ein laufender Planungs- und Prüfungsprozess der Verwaltung durch den Rat und die Bürger begleitet werden kann und dazu offen gelegt wird. Die ‚Raumanalyse’ der Stadtverwaltung zur Windenergie ermöglicht die notwendige Bürgerbeteiligung. Wir hätten sie uns übrigens auch beizeiten für andere Anlagen zur Energieerzeugung gewünscht. Stichwort: Biogas.“

Nach Ansicht…“

weiter bei der Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“

(Foto: Demontierte Windenergieanlage in Schleswig-Holstein; (c) KarleHorn at de.wikipedia CC)

19 Antworten to “Wind”

  1. BMG said

    Kann das nicht so ganz nachvollziehen, wieso die Ackerflächen in Wachendorf, obwohl in Landschaftsschutzgebiet gelegen, nicht geeignet sein könnten. Gleiches hat doch schon Herr Alfes vom BUND verlauten lassen. Dem sollte man eine gewisse Sachkenntnis unterstellen. Geplanter Standort befindet sich weit ab jeglicher Wohnbebauung, auch ein Kriterium, was nicht zu vernachlässigen ist. Habe eher den Eindruck, man neidet den Wachendorfer Landwirten den möglichen Standort. Das Argument von Stadtbaurat Lisiecki, die Investoren könnten sich ja woanders einkaufen, ist doch sehr flach für mich.
    Und Profiteure gibt es an jedem Standort, steckt in der Natur der Sache und ist in Ordnung.

  2. BMG said

    Kann dem heutigen Leserbrief von L. Pott nur zustimmen. Bin auch dafür, den Standort Wachendorf in die weitere Prüfung einzubeziehen. Kriterium Landschaftsschutzgebiet kann hier nicht Ablehnungsgrund für weitergehende Prüfungen sein.

  3. Aatsche said

    Ein seltsamer Kommentar! was heißt „in die weitere Prüfung“? Wachendorf ist doch geprüft worden und es geht nicht, weil die gesetzlichen Anforderungen nicht eingehalten werden. Das ist für die Grundstückseigentümer schlecht. Aber Wind gibt es reichlich auch woanders.

  4. BMG said

    @Aatsche
    Was ist denn daran seltsam. Meines Wissens hat wegen des Arguments „Landschaftsschutzgebiet“ keine weitergehende Prüfung stattgefunden. Und in dem von mir genannten Leserbrief wird eine schlüssige Argumentationskette aufgebaut. Unter Abwägung aller Aspekte sollte der geeignetste Standort (womöglich auch zwei) gesucht werden. Nichts anderes hat auch Herr Pott in seinem Leserbrief gefordert.

    • Mich ärgert die Beliebigkeit, mit der Alles und Jedes in diesem land wirtschaftlichen Interesse untergeordnet wird. Also noch einmal für die für die eigenen Interessen streitenden Grundstückseigentümer in Wachendorf zum Mitschreiben:
      Zwei Mal, 1995 und 2011, ist umfassend geprüft worden, ob Wachendorf ein geeigneter Standort für Windenergie ist. Das Ergebnis: Nein. Die Landschaftsschutzverordnung lässt den Bau der Windkraftanlagen in Wachendorf nicht zu. Was gibt es darüber jetzt zu klagen? Man ahnt es gleich: Nichts. Denn Windkraftanlagen werden gleich an mehreren geeigneten, anderen Plätzen in unserer Stadt entstehen. Das reicht.

  5. Wachendorfer said

    Jawoll, Herr Koop wir haben verstanden.
    Aber wenn es Sie beruhigt. Die Windräder in Wachendorf kommen, ob Sie wollen oder nicht. Ihre politische Macht reicht da Gott sei Dank nicht aus.

  6. Frank O. said

    Es gibt in der Tat schon erste Aufnahmen, einer geheimen Testanlage, aus Wachendorf.
    Aus streng vertraulichen Quellen wurde mir dieses Bildmaterial zugespielt:

  7. kib said

    @ BMG an dem Leserbrief des Herrn Pott ist vieles seltsam. „Seltsam“ ist hier eine äußerst freundliche Formulierung: In eigener Sache der Art vorzupreschen ist einfach im höchsten Grade peinlich. Noch peinlicher ist, eine „Lappalie Landschaftsschutzgebiet“ zu ignorieren… am peinlichsten ist das aber das „Argument flottes Internet für Wachendorf“.
    Ganz nachdenklich stimmt allerdings der Kommentar von „Wachendorfer“: Sie sollten dringlichst an Ihrem Verständnis über Demokratie nachdenken.

  8. @kib
    Man braucht kein Prophet zu sein, um die nächsten Schritte der Wachendorfer Landwirte vorherzusagen: Sie werden viel Geld in die Hand nehmen und wir werden die Aktionen einer professionellen PR-Agentur erleben. Ökologen und Maisgegner werden darin eine große Rolle spielen und der Schwachpunkt ist die Lingene CDU, die immer für diese Lingener family&friends-Ökonomie ist. Damit sind wir dann auch wieder beim Thema Parteispenden – fürchte ich. Der Einsatz für eine unverbaute Wachendorfer Emstal-Landschaft ist noch lange nicht erfolgreich abgeschlossen.

    • wachendorfer said

      @Robert Koop
      sag ich doch! Das hat nichts mit Wind zu tun, sondern mit der Realität. Wir sind doch hier nicht bei WÜNSCH DIR WAS.

        • kib said

          Wie bereits ausgeführt, bin ich immer um eine neutrale Betrachtung bemüht. Nach dem Lesen des Beitrages von „Wachendorfer“ fällt mir dies allerdings etwas schwerer. Unabhängig jeglicher Parteizugehörigkeit (gilt selbstverständlich auch für Robert Koop): Die hier getätigten Äußerungen empfinde ich seitens des „Windmakers Wachendorf“ schlichtweg als selbst entlarvend. Der kommunalpolitische Lingener Betrieb täte sicher gut daran, sich mit der Pleite des Anton Schleckers auseinander zu setzen: Ganz so dumm bzw. unkritisch ist der Konsument nicht mehr (übrigens auch der Wähler). Herrn „Wachendorfer“ dank ich für seine Ehrlichkeit: M.E. hat er die von Robert Koop erbrachte Analyse des weiteren Vorgehens bestätigt, und dabei eine sehr gute Basis der politischen Willensbildung geschaffen.
          Dank selbstverständlich auch an den Blogbetreiber (kommt bei mir traditionell zu kurz)

  9. kib said

    Robert, neutral betrachtet spricht vieles für Deine Annahme (unberücksichtig meiner persönlichen Wünsche) und das ist schlichtweg nicht ok bzw. tolerierbar. Warum muss bitte in den unendlichen Weiten Lingens unbedingt in einem Landschaftsschutzgebiet ein „Windpärkchen“ entstehen?
    Es geht mir – vielleicht im Gegensatz zu Dir  aber nicht um allgemeines Gewettere Richtung CDU: Ich lass mich politisch vor keinen Karren spannen und halte mich tunlichst zurück, irgendwem direkt/indirekt Wahlempfehlungen zu geben. Solltest Du übrigens – in Teilen und soweit Dir möglich- ebenso beherzigen, denn Euer ehemaliger erster Vorsitzender hat sich immerhin stark damit gebrüstet, bei der OB-Wahl eine (bewusst) ungültige Stimme abgegeben zu haben.
    Mir ist es vielmehr wichtig, dass Menschen sich politisch informieren und von IHREM WAHLRECHT Gebrauch machen. Das wäre ein erster wichtiger Schritt (Remember: Süßmann!!!!) der durchaus miesen Wahlbeteiligung / der zunehmenden Politikverdrossenheit – auf allen Ebenen- zu begegnen.

  10. BMG said

    @kib
    Was ist denn daran seltsam, dass Herr Pott in einem Leserbrief seine persönliche Meinung zu einem Windpark in Wachendorf äußert? Aus seiner SIcht wurde schlüssig argumentiert und das ist sein gutes Recht. Was soll daran peinlich sein?
    Eher mutig.
    Ich stelle mir nur die Frage, wieso unser Stadtbaurat als Kronzeuge für das Veto gegen einen Windpark in Wachendorf herhalten soll? Sein Argument ist das Landschaftsschutzgebiet. Gleichzeitig plant er aber mit seinem Amt die Nordtangente durch das Landschaftsschutzgebiet.
    Eine hochfrequentierte Strasse durch ein Landschaftsschutzgebiet ist also eher zu akzeptieren als ein Windpark. Habe ich verstanden, aber irgendwie unlogisch oder?

  11. BMG said

    Natürlich ist die Planung der Strasse durch das Landschaftsschutzgebiet ein Fehler. Wenn man aber den Stadtbaurat als Kronzeugen erhebt, sollte man in diesem Zusammenhang auch eine Korrektur des Fehlers verlangen. Ansonsten hat buggy recht, das Handeln ist als beliebig zu bezeichnen.

    Die BürgerNahen sollten hier im Rat dann mal bitteschön die richtige Frage stellen.

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