Hoffentlich schnell

17. Dezember 2011

Montag erscheint der neue SPIEGEL. Sein Titel trifft meine Gemütslage. Reuters schreibt zu dem sich zuspitzenden Thema: „Staatsrechtler warfen ihm am Samstag vor, er habe als niedersächsischer Ministerpräsident durch die Annahme eines zinsverbilligten Kredits gesetzeswidrig gehandelt. Die niedersächsischen Grünen erklärten zudem, Wulff habe ihnen offenbar auf ihre Fragen 2010 im Landtag nicht wahrheitsgemäß geantwortet. Denn dem „Spiegel“ zufolge war der 500.000-Euro-Kredit von dem Unternehmer Egon Geerkens vermittelt und ausgehandelt worden. Wulff hatte aber eine Geschäftsbeziehung zu ihm verneint. Die SPD kritisierte das Verhalten Wulffs als einen Beitrag zur Politikverdrossenheit und verlangte wie die Grünen rasche und umfassende Aufklärung. Wulff selbst wollte sich am Samstag nicht weiter dazu äußern….“

Soweit der Stand heute am Samstag.

Wir erkennen: Die moralische Instanz Bundespräsident Christian Wulff ist perdu. der Amtsinhaber wird daraus die Konsequenzen ziehen müssen. Hoffentlich schnell.

Nachtrag: Mehr Hintergrundinformationen hier

23 Antworten to “Hoffentlich schnell”

  1. Toni said

    Natürlich war der Kredit von Egon Geerkens. Warum hätte Wulff ihn sonst unmittelbar nach der Frage der Grünen abgelöst. Was ein Heuchler! Moral? Fehlanzeige.

    Weg. Bringt mir Gauck.

  2. Dierke said

    Was soll man dazu sagen ? Mich interessiert vor allem die „Weihnachtsansprache“ des Bundespräsidenten Wulff (?). Wie wird sie wohl klingen ??

  3. bravo56 said

    Wulff hat nicht mehr viel Zeit sich zu retten, falls das überhaupt noch geht. Ich hab mir da auch so meine Gedanken gemacht.
    http://wasmirsoeinfaellt.wordpress.com/2011/12/17/wulff-lauft-die-zeit-davon/

  4. TutNixZurSache said

    Gott, wie bescheuert.
    Entschuldigung, aber rechtfertigen Sie jede 5 Euro, die Sie von einem befreundeten Unternehmer geliehen bekommen?
    Ich finde diese ganze Debatte lächerlich! Da leiht sich jemand für ein Privathaus von einem langjährigen Freund, der zufällig Unternehmer ist, Geld und die Welt scheint unterzugehen. Jeder, der Rücktritt fordert hat eben diesen bei Köhler total verpönt.
    Aber ein von und zu Guttenberg und diese ganzen anderen Möchtegern-Doktoren können ungestört Doktotarbeiten falsch deklarieren ohne bestraft zu werden.
    Haben wir denn nicht gerade wichtigere Probleme, als einen Privatkredit? Ich glaube nicht, das dieser Kredit Wulff soo sehr beeinflusst. Die Freundschaft an sich müssten Sie wenn dann „verbieten“.
    Hier wird wieder mal auf Teufel komm heraus auf etwas eingedroschen, was an sich irgendwie total banal ist um von den eigentlichen (und wesentlich schlimmeren) Verfehlungen abzulenken. Aber anscheinden geht es in der Politik schon lange nicht mehr darum, was für die Allgemeinheit gut ist, sondern nur noch um das eigene Wohl!
    Lächerlich!

  5. kib said

    @ TutNixZurSache:
    Wie war`s auf dem Weihnachtsmarkt…

  6. kib said

    Lieber Herr Sänger,
    plump verklausuliert wollte ich damit zum Ausdruck bringen, dass ggf. zuviel (und/ oder zu schlechter) Rotwein „Vater dieses Kommentars“ von „TutNixZurSache“ war…
    Die geistige „Achterbahn“ des Verfassers hab ich nicht nachvollziehen können, aber seinen letzter Satz:
    „Aber anscheinden (er meint: offensichtlich) geht es in der Politik schon lange nicht mehr darum, was für die Allgemeinheit gut ist, sondern nur noch um das eigene Wohl!

    Herr Sänger, ich glaube Sie waren es, der uns Schülern erklärte, wie mit Texten, die auf den ersten Blick schwer verständlich sind, umzugehen ist: Man betrachte dann immer zunächst den ersten und den letzen Satz, um sich dann der Mitte anzunähern….

    Für Morgen: Mein Gedanke ist: Warum wühlt ausgerechnet die Bild im „Schlamm“? Bei ihr handelt es sich um ein „Unionsnahes Parteiblatt…. „

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Wulff nicht zurücktreten muss, sondern es sich hier –seitens der Bildzeitung- um ein Weihnachtsgeschenk an ihre Stammleserschaft handelt: Sie startet regelmäßig (fragwürdige) Umfragen, sollte sie Wulff (nicht nur ihm) ihre „Macht“ demonstrieren“: Hat Wulff doch insbesondere den gemeinen Bildleser hinsichtlich seiner Stellungnahme zum „Islam“ weniger gefallen (und dann noch diese „teuere“ Uhr, die er sich als Neunzehnjähriger“ angeschafft hat..)

    • ulrike said

      Heute bei FAZ.NET unter dem Titel : „kommt noch was von Wulff „ein lesenswerter Kommentar,der im letzten Satz bezweifelt, daß Wulff für sein Amt geeignet ist.

      Dort wird auch kurz das Problem angesprochen, daß die Ersparnis bei den zu zahlenden Zinsen ( läppische 4 Prozent) als Geschenk zu werten ist.Nach Überschlagsrechnung könnten das für die zwei Jahre 20.000 Euro sein, die er entsprechend mit Schenkungssteuer begleichen müßte.

      Es wäre nun auch interessant, ob die ganze Summe von 500.000 Euro durch den Bankkredit zurückgezahlt wurde. Eine Bank gibt für eine erste Hypothek beim Hauskauf 60 % des Anschaffungspreises und wird im Grundbuch eingetragen. Die fehlenden 40% sind durch Eigenkapital oder eine zweite Hypothek zu erheblich höherem Zinssatz aufzubringen. Ein eventuell noch nötiger persönlicher Kredit würde mit 14 -15 % bezahlt werden müssen. Es stellt sich die Frage,ob Wulff bei der Bank aus Süddeutschland nur 60 % bekam und auch nur diese an den großzügigen Spender rückzahlte, oder ob er bei dieser auch durch Herrn Geerke vermittelten Bank die 120 % der Kosten zu Vorzugsbedingungen erhielt. Oder war er zwischendurch unvermutet an ausreichend Geld gekommen?

    • Michael Sänger said

      Ja, ich war schon immer für Glühwein!

  7. Frank O. said

    Du da, Du Wulff im Schafspelz,
    19. Dezember 2011

    hast uns, über die Jahre, ganz schön ins Koma geschwallt. Nahmen wir doch bisher an, daß Deine trübsinnige, aber freundliche, lässig emotionslose, Kantenlosigkeit genetischen Ursprungs wäre. Und wir schlichtweg daran nichts ändern können. Mit Dir Schnarchnase also leben müssen. Da kommst Du uns, mit diesen 500.000 Euronen, die Du Dir zu einem unglaublich guten Kurs, mal eben so verschnabuliert hast, um die Ecke. Dein damiliges Amt, als ödester Ministerpräsident – nördlich und südlich der Alpen -, hat Dir dabei wohl nicht in den Weg gestanden.

    Folgerichtig, Du kuscheliger Schmusebär, erkennst Du nicht, was den Leuten dabei so alles auf den Sack geht. …..

    Weiter: http://wahnsinnsblog.net/2011/12/19/du-da-du-wulff-im-schafspelz/

    • kib said

      Frank & Robert:

      Ich weiß nicht, ob Ihr richtig liegt… das ist m.E. aber zurzeit nebensächlich. Warten wir ab, bis wirklich belegbare Fakten vorliegen: Erst heute hat die Presse Einsicht in die Kreditunterlagen nehmen können / dürfen…..
      DAHER NOCHMAL: Welches Interesse hat die Bildzeitung daran einen „derartigen Skandal“ –sollte er zu einem werden- jetzt aufzudecken????

      Eine Zeitung, in deren Archiven zu lesen ist: Geerken sei ein Skatbrüder des leiblichen Vaters des C:W. (der ihn seit seinem sechzehnten Lebensjahr kennt) und Trauzeuge bei beiden (!) Wulff- Trauungen gewesen usw…..

      • Job said

        @Kib
        Sie können davon ausgehen, dass die Bildzeitung gegenüber Wulff noch eine Rechnung offen hat.
        Z.B. Verweigerung eines Interview. Abfällige Äußerungen über die Blödzeitung usw. Die Auflage läßt sich durch so eine, für mich widerliche Aktion, natürlich immens steigern.

      • Frank O: said

        @kib
        Von den „Beleidigungen“, in meinem Link, nehme ich natürlich Abstand und auch sonst geht es mir gar nicht um diesen dämlichen Kredit. Das Tamm Tamm darum ist eher lächerlich.

        Herr W. ist einfach kein Vorbild mehr, er ist zaghaft verlogen (?) und in seinen Fehlern wohl uneinsichtig. Warum sonst wiederholen sie und mehren sich ?! Im Prinzip ist es mir sogar lieber, wenn er einen Rücktritt nochmal verdrängeln kann, zumindest wird es für den Steuerzahler günstiger.
        Denn auch nach einen Rücktritt wird er weiterhin 200k € an Bezügen, ein Büro mit Sekretärin und einen Dienstwagen auf Kosten der Steuerzahler bekommen. Und rate mal wie lange!

        Übrigens war ich lange am Überlegen, ob ich obigen Link hier einfüge aber mir war bereits gestern bekannt, dass die Zeitungen heute über die Masch´ige „Buchaffäre“ berichten werden.
        Irgendwann ist dann der Zeitpunkt, wo sie da ist, die eigene Meinung. Ob sie gut oder richtig ist, merkt man oft erst später; aber die Presse hat zu ihrer Bildung prima beigetragen. Wie so oft.

  8. Buggy said

    Wer zieht im Hintergrund die Strippen?
    Ohne jetzt das Verhalten von Wulff zu bewerten- das was da abgeht kann man doch wohl als Kampagne bezeichnen!

    Jetzt auch das Getuschel über die frühen Jahre von Bettina Wulff- spätestens jetzt geht´s doch nur noch um Quote…

    • ulrike said

      Leute,es geht auch um die Frage, warum hochbezahlte Politiker, mit einer Altersversorgung die jedem Vergleich mit der von uns Fußvolk spottet, nie genug bekommen können. Eigeltlich sollte durch diese Bezahlung eine Abhängigkeit bis hin zur Korruption vermieden werden.Das scheint nicht zu klappen. Unser lieber job wird von Herrn Maschmeyer n i c h t ins idyllische Ferienlager eingeladen, weil er nichts zu bieten hat!

  9. kib said

    @Frank. Welche „Beleidigungen“? Hinsichtlich der Wulffschen Angelegenheit kann ich sowohl Dich als auch Robert in Teilen verstehen. ….. mich allerdings viel besser 🙂 bzw. möchte ich noch mal auf das von Dir nicht näher spezifizierte „Tamtam“ eingehen.
    Lies mal, vielleicht verstehst Du dann, was ich meine:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=11660

    Ich kann das Verhalten unseres ehemaligen Ministerpräsidenten juristisch schlichtweg nicht beurteilen (ein „Geschmäckle* ist zweifelsfrei vorhanden). und muss das auch nicht können. Einen „Zwang“ sehe ich vielmehr als Konsument in der Interpretation von journalistisch aufgearbeiteten Nachrichten, denn diese muss ich bewerten können.
    Fazit, ich wollte / will darauf aufmerksam machen, dass Wulff ggf. geht (gehen muss), die BILDZEITUNG resp. eine mediale „Macht“ bleibt!

    * Mit welcher Blödheit/ Selbstherrlichkeit muss man gesegnet sein, um …

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