Einfluss

16. Dezember 2011

Gefunden vorgestern auf www.quellengrun.de:

„Nachdem am Sonntag, den 12.12.2011 zwei Männer nach dem Überfahren der Grenze von den Niederlanden nach Deutschland vom Zoll angehalten worden waren und im Kofferraum  ihres Autos erhebliche Mengen Marihuana gefunden wurden, die dort auf unerklärliche Weise gelandet waren, stand den beiden vermeintlichen Drogenkurieren die

Unterbringung in der Untersuchungshaft bevor. Rechtsanwalt Robert Koop, der sich eigentlich auf das Absingen von Adventsliedern im Kreise seiner Familie gefreut hatte, eilte dienstfertig herbei und versuchte die Inhaftierung zu verhindern. Nach mehreren Telefonaten gelang es ihm Kontakt zum Osnabrücker Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Retemeyer herzustellen, der seinerseits gerade einer Adventsandacht beiwohnte. Er stimmte einer Inhaftierung der beiden Grenzüberschreiter nicht zu: „Wenn ich im Gottesdienst bin, stecke ich niemanden ins Gefängnis.“ Ob er bei diesem vorweihnachtlich-milden Akt unter dem Einfluss von Weihrauch und/oder Glühwein gestanden hat, ist nicht bekannt.

(Fotos: Sonst oft nicht einer Meinung – Jetzt vereint in adventlicher Stimmung: Dr. Alexander Retemeyer (lks) und der engagierte Lingener Strafverteidiger Robert Koop. Leicht vorweihnachtlich angepasst.“ (c) Hartwig Knoops, http://www.quellengrun.de)

4 Antworten to “Einfluss”

  1. Peter G. said

    Steht Dir gut Robert, die Mütze!

  2. Brüggmann, Brigitte said

    Ja, Robert, so ganz kann man sich vom „rot“ doch nicht trennen.

  3. Geh Geh said

    …..wird vom Rot über Orange bestimmt bald zum Grün, irgendwann endlich auch mal schwarz. Man(n) hofft nur nicht das es zu Spät sein wird 😉 (Zitat)

  4. Zugang zum Original-Artikel: Nach Rücksprache mit dem Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Retemeyer habe ich den Artikel, der eigentlich am Sonntag in den Osnabrücker Nachrichten (17.12) abgedruckt werden sollte, zurückgezogen. Wie mir Herr Retemeyer erklärte, wäre es ihm nicht so angenehm, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entstünde, dass er seine Entscheidungen davon abhängig machen würde, ob er sich gerade im Gottdienst befinde. Ich habe seinem Wunsch den Artikel so nicht zu veröffentlichen entsprochen und ihn auch aus dem öffentlich zugänglichen Bereich meiner homepage entfernt. Für die Leser dieses Blogs habe ich aber einen zeitweisen Zugang eingerichtet. Loginname : Lingen – Passwort: Ems. Das dürfte relativ leicht zu merken sein. Allerdings, darauf weise ich vorsorglich hin, steht dort auch nicht mehr zu lesen als hier oben. Ich bin nach wie vor mit Herrn Koop (in dieser Sache) einer Meinung, dass die Veröffentlichung dem Ruf der Staatsanwaltschaft Osnabrück nicht geschadet hätte. Aber leider liegt Osnabrück manchmal eben im Epizentrum der Humorlosigkeit.

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