BPT112

7. Dezember 2011

„Am vergangenen Wochenende trafen in Offenbach PIRATEN aus ganz Deutschland zum Bundesparteitag zusammen. Von den insgesamt gut 18.000 Mitgliedern waren 1.100 für den „BPT112“ akkreditiert.

Das überraschend gute Abschneiden bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus führte zu einem großen öffentlichen Interesse an der jungen Partei. Beobachter waren jetzt vor allem neugierig darauf, wo sich die PIRATEN innerhalb des klassischen Links-Rechts-Spektrums verorten würden.

Wer sind die PIRATEN: Kinder der Grünen, Linke mit Internet oder Nachfolger der sterbenden FDP? Trotz zahlreicher Beschlüsse bleibt die Partei in der Deckung und verweigert hartnäckig die Antwort darauf, wo sie politisch eigentlich steht….“

Hier geht’s weiter!

(Quelle via NDSJacob Jung)

7 Antworten to “BPT112”

  1. Carlos said

    Die Inhalte der Piratenpartei sind überwiegend klassisch links zu verordnen (Forderungen nach Mindestlöhnen, einem bedingungslosen Grundeinkommens, Freigabe von Rauschmitteln etc.), auch wenn die Partei selber jegliche Einordnung ins Rechts-Links-Schema ablehnt. Letzteres lässt sich sicher damit begründen, dass diese junge Partei versucht ein modernes, neues und ideologiefreies Erscheinungsbild nach außen zu tragen, wodurch sie für Wähler unterschiedlichster politischer Herkunft wählbar sein möchte. Das wäre sie – wenn sie als Neuauflage der FDP, Grünen oder Linken auftreten oder sich einzig auf die Bereiche Datenschutz und Internet konzentrieren würde – auf Dauer wohl nicht. Letztlich wird – sofern die Partei sich dauerhaft etablieren sollte – eine wenn auch ungewollte Einordnung in das Rechts-Links-Schema wohl nicht ausblieben, da politische Inhalte, denen bestimmte Gesellschaftsvorstellungen zu Grunde liegen, in jedem Fall in dieses Schema einzuordnen sind. Nach dem letzten Parteitag sieht es eher nach einer neuen Linken mit Internetkenntnissen aus. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die politische Ausrichtung der Piraten auf unseren Ebenen (insbesondere der kommunalen) doch sehr stark von den jeweiligen Vertretern abhängt. In Niedersachsen sind jedoch vermehrt Gruppenbildungen zwischen Piraten und Linken zustande gekommen.

  2. Buggy said

    hmm, so links wie die Linken? für mich sind sie eher radikal liberal….

    • Carlos said

      Nach dem letzten Parteitag der Piraten, scheinen sie realpolitisch den Linken schon recht nahe zu kommen und – wie bereits geschrieben – auch in vielen Kommunalparlamenten, was die Gruppenbildung zwischen Piraten und Linken zeigt. Dies kann sich natürlich in Zukunft ändern, und es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Piraten letztlich entwickeln. Der Unterschied besteht darin, dass die Piraten keine Tradition haben, keinen ideologischen Background, wie DIE LINKE, die sich in Tradition der ArbeiterInnen-Bewegung sieht, die bis in die Weimarer Republik zurück reicht.

  3. hans1550 said

    War jetzt dank deren offenen Wiki-System nicht so schwer zu finden.

    • Ich denke, die Eingruppierung der Piraten von hansi1550 trifft es ganz gut.

      Viele Piraten kommen aus der Open Source-Bewegung, die verfolgt den Grundsatz: „Wissen muß frei verfügbar sein“, was sich übrigens auch in den Lizenzen zu vielen Softwareprogrammen wie Linux, Firefox, etc. wiederspiegelt.
      mehr exemplarisch dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Linux

      Technisch bedeutet es vor allem, das der Quellcode von Betriebssystemen und anderen Programmen für jeden einsehbar ist, was übrigens auch immer ein politisches Statement gegen den Platzhirschen Microsoft war und ist, weil Microsoft sich immer davor gedrückt hat, den Quellcode seiner Programme offen zulegen.

      Auf der anderen Seite dürften Debatten um Freiheitsrechte einen riesigen Einfluss auf die Piraten haben, weil im Internet immer wieder Themen wie: staatliche Vorratsdatenspeicherung, Was passiert mit unseren Daten?, Was darf der Staat? etc. besprochen werden.

      Etablierte Parteien haben diese Themen in den letzten Jahren ganz gerne mal beiseite geschoben oder nach 2001 unter dem „reduzierten“ Aspekt der Terror- und Verbrechensbekämpfung medial behandelt, daher werden wir von diesen Themen in den nächsten Jahren, auch von den Piraten, mehr hören.

      Ich denke, die Piraten füllen eine politische Lücke aus, die man eindeutig als Linksliberal mit Ausflügen nach Links bezeichnen dürfte. Die FDP selber krankt ja an stock-konservativ-liberale/lasse-laufen (Laissez-faire) Angewohnheiten. Was ja auch Grund dafür ist, das sich linksliberale ja selber meistens bei Grünen, SPD oder eben den Piraten aufhalten.

      Zudem denke ich, dass der Einzug der Piraten in das Berliner Abgeordnetenhaus nicht ganz zufällig war/oder nur aus Frust von Wählern passierte, weil Berlin eine enorme Anzahl an Hochschulen und Universitäten hat, aus dessen Spektrum viele Piraten kommen dürften.

  4. Durchblick said

    Durchblick sagte
    Dein Kommentar muss noch moderiert werden.
    7. Dezember 2011 um 22:52

    ?????
    Gibt´s hier keinen Admin oder Modi?

Schreibe eine Antwort zu Durchblick Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.