Gorleben via Spreeblick

5. Dezember 2011

Ein lesenswerter Rückblick – gefunden auf Spreeblick:

Castor 2011 – Eine Reportage in Bild, Text & Ton

Von Gregor Fischer (Fotos) und Deborah Seifert (Text, Interviews)

Der Castorticker meldet:
Mi, 16:01 – Vallones – Der Castor ist losgefahren. Aus verschiedensten Quellen ist zu hören, dass er bis morgen in Frankreich bleiben soll.

Donnerstag Mittag. Es ist noch sehr ruhig im Wendland. Ein Kind hüpft von der Schule nach Hause. Eine alte Dame geht mit ihrem Hund spazieren. Der Fleischer hat schon geschlossen. Eine Bushalte steht verlassen neben der Elbe. Nur ein Plakat mit gelben Kreuz deutet auf das hin, was in den nächsten Tagen erwartet wird. Der Castorzug wird wieder durchrollen. Er transportiert Brennelemente aus deutschen AKWs aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage von La Hague zurück nach Deutschland.
Read on my dear…

Beamtenlaufbahn

5. Dezember 2011

Das ist eine Beamtenlaufbahn nach CDU-Art, über die heute  die taz berichtet. „Über die reguläre Ausschreibung hinweg hat Niedersachsens Landeskabinett Hannovers Ex-Polizeipräsidenten Christian Grahl das Referat für Flurbereinigung zugeschanzt. Gut für Agrar-Konzerne, die gerade eine neue Bodenordnung durchsetzen.

Es hatte etliche BewerberInnen gegeben. Von mehr als zehn KandidatInnen für die Referatsleitung „Landentwicklung und ländliche Bodenordnung“ ist die Rede. Ob ihre Qualifikation gereicht hätte, ist unklar. Bekommen hat den Job schließlich Christian Grahl.

Hannovers Ex-Polizeipräsident ist bislang mit einer rechtshistorischen Dissertation übers preußische Zivilprozesswesen des 18. Jahrhunderts und als fideler Besucher hannoverscher Rotlicht-Kneipen hervorgetreten. Letzteres hatte ihm Mitte November eine Strafversetzung in den Statistik-Betrieb eingetragen, wo er eine Woche lang neues Wissen erwarb. Aber auch nach dieser Kompetenz hatte die Ausschreibung nicht gefragt.

Das Stellenprofil umfasste umfangreiche Erfahrung in einer Reihe von Gebieten: in der „Durchführung ländlicher Bodenordnungsverfahren“; mit „Dorfentwicklungsprozessen und deren Steuerung“; mit den wichtigen europäischen Programmen für „großräumige Landentwicklungsprozesse“ und in der Steuerung von Bundes- und EU-Subventionen…“

Hier geht’s weiter auf der Seite der taz.