Rückspiel

4. Dezember 2011

Rückspiel, Rücken – mir fällt heute nicht so recht das passende Wortspiel ein. Ich habe jedenfalls schlämmermäßig Rücken, weil ich mit meiner Kanzlei vor WOK-Düften flüchte und an diesem Wochenende umziehe. Meine neue Adresse, für die, die es lesen wollen: Burgstraße 32. Das ist gegenüber von Antiquitäten Schnieders und Porzellan Benner.

Das mit dem Rückspiel fiel mir ein, als ich diese Ratsvorlage heute früh las. Sie können sie und andere übrigens nachlesen, wenn Sie sich aufmachen, in den Tiefen der städtischen Internetseite das öffentlich zugängliche, aber doch reichlich versteckte Ratsinformationssystem zu suchen. Oder Sie speichern einfach dies als Lesezeichen.

Was ist mit dem Rückspiel? Die Samtgemeinde Lengerich antwortet planerisch deftig und ungefiltert auf das Lingener Modell, mit dem neue Massentierställe kommen, obwohl das Boot voll ist.  Lengerich reagiert auf (den Ärger um) 4,4 Hektar Sondergebiet, die unsere Stadt für Massentierhaltung in Wurfweite der Gemeinde Bawinkel ausgewiesen hat, die bekanntlich zur Samtgemeinde Lengerich gehört. Ich will hier nicht über die Qualität des jetzt konzipierten Lengericher Rückspiels streiten, die den Plänen in der städtischen Stellungnahme ebenso wortreich wie besserwisserisch abgesprochen wird.  Bloß dies: Wir erkennen erneut: Was Du nicht willst, was man Dir tu‘, das füg auch keinem andern zu!

Die Frage ist: Warum hat unsere Stadt bei all dem internen Arbeitskreis-Beraten nicht einmal mit ihren Nachbarn gesprochen?

Eine Antwort to “Rückspiel”

  1. lingentheo said

    apropos umziehen….

    Das ist natürlich eine billige Retourkutsche der SG Lengerich, durch die sich „ungeahnte Möglichkeiten“ für einen Investor, durch Zusammenlegungung der Sondergebiete über Ortsgrenzen hinweg, ergeben könnten. Spass beiseite,
    es ist traurig, dass die beiden Nachbarkommunen sich so hoffnungsklos zerstritten haben. Vor dem Hintergrund, dass Clusorth-Bramhar mal zu Bawinkel gehörte (bis 1974), ist diese Zerstrittenheit auch in der Bevölkerung und den Nachbarschaften offen zu Tage getreten. Das „Lingener Modell“ war insoweit viel zukurzgedacht, wobei dezent im Hintergrund geblieben ist der schlaue Heinzi R., ehemals Bawinkeler, heute Lingener, ohne umzuziehen, Herr Koop…..

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