Weil

28. November 2011

Knapp 65000 niedersächsische Sozialdemokraten haben gestern Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil zum SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen am 20. Januar 2013 gewählt. Bei einem Mitgliederentscheid am Sonntag entfielen 53,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf den 52-Jährigen. Sein Konkurrent, der noch amtierende SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies, kam auf 46,1 Prozent der Stimmen. Damit wird Weil zum Herausforderer von Ministerpräsident David McAllister (CDU). McAllister hatte im Juni 2010 vom Landtag zum Nachfolger von Christian Wulff gewählt geworden war,  als dieser Bundespräsident wurde.

Bis 16 Uhr konnten die SPD-Mitglieder gestern ihre Stimme in einem der 563 Wahllokale der Partei abzugeben. An der Abstimmung der niedersächsischen SPD beteiligten sich nur 39,6 Prozent der 65.000 Mitglieder der Landespartei. Beobachter hatten im Vorfeld eine noch geringere Wahlbeteiligung erwartet. Erwartungsgemäß gewannen Lies und Weil in ihren Regionen. Lies erhielt im Nordwesten Niedersachsens bis zu 84 Prozent der Stimmen. Weil fand vor allem im Bezirk Hannover viele Unterstützer und kam hier teilweise auf bis zu 75 Prozent.

Nicht ganz einfach ist es, die Stimmenzahl der beiden Kandidaten in unserer Region zu finden. In Meppen wurden die abgegebenen Stimmen aus den SPD Unterbezirken Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim, Cloppenburg, Vechta und der Stadt Osnabrück ausgezählt. Wahlberechtigt waren hier insgesamt mehr als 5800 SPD-Mitglieder.  In der „Zählstelle Meppen“ stimmten 1184 Genossen(61,1 %)  für den landesweit unterlegenen Landidaten Olaf Lies, 747 Stimmen gab es für Gewinner Weil (38,5%), 8 Abstimmungsberechtigte enthielten sich. Zu erwähnen ist die sehr geringe Wahlbeteiligung in der Region von lediglich 32,9 %.

In Lingen wählten die Sozialdemokraten von 10 bis 16 Uhr im Falkenheim in der Ludwigstraße. Ein Lingener Ergebnis ist aber nicht bekannt;  die lokalen Genossen verzichteten bis Mitternacht auf eine Information. Nur Altgenosse Hajo Wiedorn teilte auf seiner facebook-Seite mit, er wähle Stephan Weil. Dann lag er ja richtig.

(Quelle NDR)

8 Antworten to “Weil”

  1. Tiger, T. said

    …. ich sach nur HEINZ ROLFES:

    Glückwunsch CDU !

  2. kib said

    @ Tiger: Das ist riesig toll, dass Herr Rolfes (ehemaliger Fernmeldetechniker der Bundespost) und nunmehr politisch tätig, sich als Proband für die „Rente mit …68 (?) “ empfiehlt. Nach meinem Empfinden allerdings „etwas zuviel der Aufopferung…“

    Über das Adjektiv „nett“ im Zusammenhang mit Herrn Krone mosere nach wie vor gern. Ich relativiere dies nicht einmal:

    http://www.noz.de/lokales/60053986/spd-nennt-buergermeister-selbstherrlich

    weil „nett ist häufig die kleine Schwester von Sch..“

    • War mW bei Siemens und nicht bei der Bundespost. Allerdings soll es Fälle gegeben haben, bei denen es den privaten Mannen zu schwierig oder zu langwierig war, den Anschluss zu legen. Das machten dann die Postler. Zum Festpreis von ein paar Mark. Anschließend wurde von den Siemensleuten weitergearbeitet…

  3. Tiger, T. said

    @ kib:
    Wenn ich richtig gerechnet habe (Geburtsdatum, Dauer d. Legislaturperiode), geht’s eher um das „Projekt Rente mit 70“.

    Man munkelt ja, dass eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters über kurz oder lang kommen wird.
    Also:
    Kompliment an die CDU Lingen wegen ihrer zukunftsorientierten Kandidatenaufstellung.
    Könnte mir folgenden Plakattext im Wahlkampf vorstellen:

    „Rente mit 70 – tolle Sache! Ich bin dabei.“

    Ihr Heinz Rolfes“

  4. kib said

    „Rente mit 70 – tolle Sache! Ich bin dabei.“ Diesen Slogan sollten Sie sich schützen lassen.
    Allein schon (würde Udo Martens aus Steffis Bistro sagen) für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass Wahlkampf künftig ehrlich betrieben wird.

  5. Tiger, T. said

    Liebe(r) kib,

    „Verbal-Schnorrer“ ???

    Auf Ihren Rat hin habe ich diesen Slogan schützen lassen“,

    meine Anwälte sind bereits informiert …

    • kib said

      ich war schneller 🙂

      • kib said

        Einigen wir uns darauf,, dass HR nicht so „unsers ist“ d`accord?
        Der Fairness gehorchend – und das fällt mir teilweise Mal schwer- habe ich gestern etwas zu seinem politischen Gespür gesagt: So dusselig waren seine „Personalentscheidungen“ nicht!

        Sie haben übrigens übersehen, dass sämtlich Genannten (Pott, Leinweber…) sich aus freien Stücken entschieden haben, also : HR als Charles Manson der CDU taugt kaum, oder?
        Natürlich bin ich gern bereit das Thema zu vertiefen- gerne auch mit Ihnen persönlich, es würde mich nicht dümmer machen, als ich eh schon bin.
        Spurenlesen (analog dem „politischen“ Gespür) ist immer gebunden an die jeweilige Umgebung. Ergo: einem Trüffelschwein wird die Arbeit am Misthaufen nicht unbedingt leichter gemacht …… das gilt übrigens für jeden von uns- egal ob „Blog-Schlauchen“, Politiker…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.